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Baurecht Vorbereitung Grundstück


01.12.2015 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Bevor man eine Minderung des Werklohns durchführen darf oder eine Ersatzvornahme beauftragt, muss man dem Unternehmer die Gelegenheit zur Nachbesserung geben.


Leider freundschaftlich nur per Email vereinbart
Beseitigung alter Fundamentreste,
Baumfällung
Auffüllung Grundstück 500m2 im Mittel 60 cm
(unser Grundstück ist zu tief) und um diesen speziellen Punkt geht es auch.
Als Hinweis im Angebot stand Auffüllung ggf Bodenaustausch im Bereich der Bodenplatte erfolgt in Abhängigkeit des Bodengutachtens. Alles zusammen 12.000 EUR

Mal abgesehen davon, dass er nur 1 mal die Woche kommt und wir statt mündlich vereinbart 3 Wochen Bearbeitungszeit jetzt auf die 3 Monate zustreben, stellt er uns jetzt eine Anschlagsrechnung von 9.000 EUR. Zusätzlich eine weitere Rechnung in Höhe von 6000 EUR da als zusätzliche Leistung uns den Untergrund verdichten sollte für die Bodenplatte. im Bodengutachten steht 1,30 m tief ist alles auszugraben und neu zu verdichten. Dieses erhielten wir erst nach Auftragsvergabe.
Nun haben wir uns seine Lieferscheine geben lassen. Diese machen keine 50 Tonnen Erde aus. Rechnet man jetzt 500m2 im Mittel 60 cm nimmt er aber sehr wenig aus Eigenkapital und sehr viel vorhande Erde von uns.
Er meint schriftlich hierzu: die auffûllung erfolgt mit den bereits seitlich gelagerten Massen, diese sind entstanden durch den verlangten Bodenaustausch lt. Bodengutachten.
Da wir nach 3 Monaten immer noch kein Haus drauf stellen könnten, da er für das verdichten 200 Tonnen noch zusätzlich benötigt, möchten wir diesen Teil an jmd anderen vergeben. Wir finden es nicht in Ordnung 200 Tonnen mehr zu bezahlen für nochmal 6000 Euro aber unsere ausgegrabene Erde (etwa 165 m2 zusätzlich aufgrund Bodengutachten) nimmt er einfach zum auffüllen ohne uns etwas entgegen zu kommen weder auf die 12.000 Eur noch für das neue Angebot. Aber er spart doch selbst erhebliche Kosten für Anliefern der Erde, die er hiermit einspart.

Wir überlegen ihm das noch einmal schriftlich mitzuteilen, dass wir nicht die vollen 12.000 EUR zahlen werden, sondern 10 EUR pro eingesparten m2 abziehen, also etwa 1.650 EUR. Wir sind auch mit keinerlei seiner ausgeführten Arbeit zufrieden, er arbeitet wann und wie er möchtet. Ich Hab ihn angelogen und habe gesagt ich brauche für die Bank schriftlich bis wann das Grundstück fertig ist, er gab mir daraufhin schriftlich der 23.12.15. Wie gesagt, dass entspricht 3 Monaten ohne dass ein Haus drauf gestellt werden könnte. Dafür würden zum auffüllen des Riesen Lochs in der Mitte und zum verdichten jmd anderen beauftragen, der auch arbeitet, wenn man ihn beauftragt.
Ist es rechtens die 12.000 EUR zu kürzen?
Er ist faul, arbeitet schlampig und kommt so gut wie nie arbeiten. Aber beim Geld hörts auf.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Aufgrund des Werkvertrags mit dem Unternehmer haben Sie einen Anspruch auf vollständige, zügige und insbesondere mangelfreie Arbeit. Soweit die Arbeit mangelbehaftet ist, haben Sie einen Anspruch auf Nachbesserung (ohne dass hierdurch Mehrkosten entstehen dürfen). Soweit die Arbeiten nicht zügige waren, haben Sie einen Anspruch auf Ausgleich des durch die Verzögerung entstandenen Schadens (z.B. Zwischenfinanzierungskosten, etc.). Diese beiden Schadenspositionen können Sie im Zweifel von dem ausstehenden Werklohn abziehen. Ein Kürzen/Mindern der Rechnungsnummer ist danach also möglich, aber es bedarf zunächst eine Aufforderung, die Mängel zu beseitigen.

Ich empfehle folgendes Vorgehen:
1. Unter Bezugnahme auf die ursprünglich vereinbarte Bauzeit für dieses Gewerk fordern Sie den Unternehmer auf, die von Ihnen zu benennenden Mängel nachzubessern und die Arbeiten bis zum Fristende (z.B. drei Wochen) zu beenden.

2. Weiterhin fordern Sie ihn auf, eine nachprüfbare und richtige (Zwischen-)Abrechnung zu erstellen, die insbesondere Ihr Eigentum, nämlich den Aushub, einbezieht.

3. Erfüllt er diese Aufforderungen nicht, so können Sie den Bauvertrag mit ihm kündigen und die restlichen Arbeiten anderweitig vergeben und Schadensersatzansprüche geltend machen. Hierzu sollten Sie einen fachlich qualifizierten Rechtsanwalt zurate ziehen.

Beachten Sie, dass ich weder das Angebot des Unternehmers noch den Bauvertrag vorliegen habe. Aus diesen Dokumenten kann sich unter Umständen eine andere Bewertung ergeben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2015 | 15:59


Wir haben weder im Angebot noch in der Rechnung separate Rechnungspositionen und wir wollen darauf bestehen, Material und Arbeitsstunden ausgewiesen zu bekommen.
Wie sollen wir ihm hier die Möglichkeit zur Nachbesserung geben? Mit unserer Erde wurde bereits aufgeschüttet und seine Lieferscheine weisen unter 50 Tonnen auf. Das klingt viel ist es aber nicht. Alleine 500m2 im Mittel 60 cm entsperren über 200 Tonnen Erde.

Wie reagieren wir, wenn er das nicht einsehen möchte? die Rechnung nicht neu schreibt?
Wir würden ihn Schriftlich über unser Gegenangebot informieren mit Abzug der üblichen m2 Preis aufgrund der wenigen Lieferscheine.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2015 | 16:19

Sie sprachen von schlampiger Leistung, auf diese bezog sich die Forderung zur Nachbesserung. Sollte es nur um den Eigenanteil des Füllmaterials geht, so fordern Sie eine neue Abrechnung unter Einbeziehung Ihres Eigenanteils. Dies geht auch in Form eines Gegenangebots, wie Sie es beabsichtigen.

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