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Baurecht Voraussetzung für DG als nicht Vollgeschoss?


| 24.11.2013 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Berechnung von baurechtlich maßgebender Grundfläche Verfahrensfreiheit eines unterirdischen Hallenschwimmbades.


Wir bauen in NRW ein Haus mit einem an das Haus integriertem Anbau Hallenbad welches auch von der Diele aus, wie andere Räume, begehbar und integriert ist. Das Hallenbad, als Anbau, hat ein flaches Dach.

Lt. Bebauungsplan dürfen wir 1 Vollgeschoß und ein Dachgeschoss mit geneigten Dachflächen 28-40° bauen. " Ein Geschoss mit geneigten Dachflächen ist ein Vollgeschoss, wenn seine Grundfläche bei h=2,30 m mind. drei Viertel seiner gesamten Grundfläche beträgt" ( Auszug aus dem Bauantrag ) .
Lt. Bauantrag haben wir für das Wohnhaus 110,42QM; zzgl. für den Poolraum 38,385 qm. = 149,27qm.

Als Basis für die Berechnung zulässige Grundfläche DG h=2,30 m wurde aber nur die Grundfläche Wohnhaus mit 110,42qm angenommen. Dadurch ergibt sich eine Möglichkeit von 82,815qm welche wir mit 82,795 qm ausgeschöpft haben..

Die entscheidende Frage welche sich nun hieraus für uns ergibt:
> Wird bei der Berechnung Grundfläche das Hallenbad mit seinen 38,385 qm mit bewertet oder lediglich und tatsächlich nur das Wohnhaus. Mit Hallenbad würde die Grundfläche des DG von derzeitigen 82,815qm auf 111,925 qm ansteigen.( was wir nicht benötigen.)
Uns geht es lediglich um eine Erhöhung des Drempels von derzeitig 117 cm auf etwa 140 cm - ist mit gesamter Firsthöhe möglich ..
> gibt es Möglichkeiten das Hallenbad mit als Wohnfläche, Nebenwohnfläche etc. zu definieren und dies gegenüber dem Bauamt auch glaubwürdig auf zu zeigen?

-- Einsatz geändert am 24.11.2013 15:52:31

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine Möglichkeit gibt es nach § 65 des Landesbauordnung NRW - Genehmigungsfreie Vorhaben - wonach gilt:

"(1) Die Errichtung oder Änderung folgender baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 bedarf keiner Baugenehmigung (sofern die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten werden, was hier gesondert zu prüfen wäre):

- Bauliche Anlagen in Gärten und zur Freizeitgestaltung:

30. Wasserbecken bis zu 100 m³ Fassungsvermögen außer im Außenbereich (nicht in Zusammenhang bebauter Ortsteil),"

was hier in Betracht kommen kann.

Im Übrigen gilt in Bezug auf die Grundfläche § 19 der Baunutzungsverordnung - Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche:

"(1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind.
(2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf."

(...)

4() Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von

1.
Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,

2.
Nebenanlagen im Sinne des § 14,

3.
baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird,

mitzurechnen.

Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1 bezeichneten Anlagen bis zu 50 % überschritten werden, höchstens jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in geringfügigem Ausmaß können zugelassen werden. Im Bebauungsplan können von Satz 2 abweichende Bestimmungen getroffen werden."

Wegen der Verfahrensfreiheit und den Festsetzungen des Bebauungsplans sollten Sie aber dennoch bei der Baugenehmigungsbehörde nachfragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2013 | 20:01

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Leider verstehe ich das alles nicht so und bin immer noch nicht sicher, was nun wirklich zur Berechnung der Fläche zählt.

Wir haben alles strikt eingehalten, GRZ, Bauplan, Firsthöhe etc. und haben eine Genehmigung zum bauen erhalten. Der Bau läuft bereits.
Nun habe ich bei all unseren Nachbarn gesehen ( Neubauten ) das der Kniestock ( Drempel ) überall ca. 140 cm hoch ist, auch mit steilerem Dach von über 30°.

Bei uns ist alles korrekt auf die ( nur ) Grundfläche Wohnhaus gerechnet und geplant - dadurch ist im DG eben nur ein Kniestock(Drempel ) von 117 cm möglich. (230 cm Berechnung..) Unser Problem wäre gelöst, wenn als Basis für die Berechnung Grundfläche DG das Wohnhaus UND der Poolraum zu sehen ist.
Frage: Ist das so?

So wie ich Ihre Antwort deute können wir problemlos auf Grund der zulässig genehmigten Grundfläche Wohnhaus UND Poolraum diese als Berechnungsbasis für die Grundfläche DG nehmen. Habe ich das so korrekt verstanden?
Oder ist die Basis tatsächlich nur das Wohnhaus ohne Poolraum?

Garagen sind extra gerechnet und sind nicht eingeflossen.

Ich werde auf jeden Fall mit dem Bauamt sprechen - möchte nur vorher wissen ob wir rechtlich überhaupt eine Möglichkeit haben.

Ihnen vielen Dank für die sehr schnelle Beantwortung in dieser Sache.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2013 | 20:14

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, Pool und Haus sind zusammenzurechnen. denn das schreibt die BauNVO so vor:

Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von

1.
Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,

2.
Nebenanlagen im Sinne des § 14,

3.
baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird,

mitzurechnen.

Der Bebauungsplan kann aber wie gesagt Abweichendes vorsehen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.11.2013 | 20:22


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