Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Baurecht Strafrecht Vertragsrecht

| 19.09.2017 20:17 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Bauherr Beruf Kaufmann 83Jahre also ein betagter Mann, erteilt Auftrag Wegen Wasserschäden in den Kellerräumen an einem Bekannten und öfter für ihn arbeitenden Unternehmer 1 (Sanitär) wegen "Wassereinbruch in den Kellerräumen" , dieser gibt dann den Auftrag an ein Tiefbauer weiter, weil er es nicht durchführen könne also Subunternehmer.

Heraus stellte sich nach öffnen der Betonbodendecke vor dem Haus (direkt parallel zur Hauswand), das es ein erheblicher Rohrbruch gab. Und das gesamte Erdreich unterspülte.
Die Tiefbaufirma hat den Rohrbruchschaden repariert, die Bodendecke wieder geschlossen.
Die durchführende und der Eigentliche Auftragnehmer haben weder eine Planung noch zuvor einen KVA erstellt.
Dann hat der Auftragnehmer zu 1 die Rechnung an den Auftraggeber /Bauherr gestellt.

Überschrift ; Auftrag "wegen Wasserschäden in den Kellerräumen, alle Leitungen auch im Keller überprüft und wieder angeschlossen,Wand Bitumenanstrich und Noppenbahn erstellt, Bodendecke wieder betoniert und verschlossen,
Dort steht laut Rapportberichten rechnen wir ........

Später stellt sich heraus das Wasser weiter in die Keller eindrang und Wasser bei Regen bis an den Sockelbereich der Wand fließt.
Am oberen Sockel war zu teilen etwas Noppenbahn zu sehen.
Da die Baufirma es ablehnte überhaupt zu handeln, wurde ein direktes Beweissicherungsverfahren angefordert , der gerichtlich bestellte SV stellte nach der Befragung des Durchführenden und des Auftragnehmer verschiedene Fragen ; Ob die Wand denn Isoliert wurde ? Ob alle wie in der Rechnung angeführten Rapportberichte vorlägen, Diese Fragen wurden vor beiden Auftragnehmer und Subunternehmer mit "ja" beantwortet und sie seien auch alle vom Bauherrn täglich unterschieben worden, Heraus stellte sich das nicht ein einziger (naja Rapportbericht Ausgefüllte handschriftliche Std.Zettel und Leistungen )unterzeichnet war, weiter stellte sich heraus ,dass nicht ein Zentimeter Bitumen (Abdichtung neu aufgetragen wurde, sondern nur ein schmaler Streifen Noppenbahn am oberen Sockelbereich einfach an die unbehandelte Wand gestellt wurde, ebenso die Betondecke ein Gefälle zur Hauswand aufzeigte Bauteilöffnung . All das wurde vom SV bestätigt
Dann behauptet der Ausführende und Auftragnehmer ja sie sollten nur im Bereich wo direkt gearbeitet wurde Isolieren das hätte der Auftraggeber so gesagt. Hierzu gab es keinerlei Hinweis oder ein Schreiben woraus das hervorgeht ,auch wurden keine von den Auftragnehmer schriftlich Bedenken angemeldet, auch in der Rechnung steht rein nicht dazu ,und in den später erst erhaltenen Rapportberichten (Ortstermin/Bauteilöffnung sind keinerlei Bemerkungen über die unterstellte Behauptung zu finden.
Da die Auftragnehmer/Subunternehmer rein nichts auf vielfaches Auffordern es fachgerecht zu reparieren nicht gehandelt haben wurde es fachgerecht und entsprechend der Regeln der Technik ordentlich von einer Baufirma repariert, sei dem ist die Wand trocken und der Bodenbelag wurde mit Pflaster und Stellkanten anstatt wieder bis zur Hauswand mit Beton geschlossen. Kein Spritzwasser, keine Pfützen Bildung und natürlich wurde die ganze Wand neu bis Bodenplatte isoliert in mehren Schichten und entspr. Noppenbahn komplett eingebaut.
Auch fanden sich durch die jetzt vorliegenden Rapportzettel 9 falsch zu viel abgerechnete Pos.
Was sind meine Rechte, ist es nicht arglistige Täuschung und wer muss beweisen das angeblich Bedenken von dem Ausführendem oder Auftragnehmer angemeldet wurden? oder ist es überhaupt zulässig nur ein Teil einer Wand die ja als ganzes gesehen werden muss zu isolieren, was zudem noch nicht mal ansatzweise durchgeführt wurde. Bitte freundlichst um Ihre Unterstützung

19.09.2017 | 21:57

Antwort

von


(1067)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,

in der Tat sind falsch erstellte Abrechnungen, die nicht erbrachte Leistungen zum Inhalt haben ein versuchter Betrug im Sinn des § 263 StGB: Betrug , § 22 StGB: Begriffsbestimmung , wenn der Täuschungsvorsatz nachgewiesen werden kann und ein Vermögensschaden Ziel des Handelns war.

Zur Beweislast:

Das Anmelden angeblicher Bedenken muss auch durch den jeweils Beklagten bewiesen werden. Also Unternehmer / Subunternehmer.

§ 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung :

"(1) Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat."

"oder ist es überhaupt zulässig nur ein Teil einer Wand die ja als ganzes gesehen werden muss zu isolieren, was zudem noch nicht mal ansatzweise durchgeführt wurde."

Das ist eine tatsächliche Frage, die der Sachverständige zu beurteilen hat, und sich mir als Anwalt der Beurteilung entzieht. Basierend auf der geschilderten derzeitigen Beurteilung des Sachverständigen scheint aber die Ausführung falsch.

Zum Schaden:

Als Schaden kommt hier die Vertiefung des bereits bestandenen Schadens sowie die Differenz zwischen den Kosten für Erst- und Folgeauftrag in Frage.

Zumindest, wenn zuvor ordnungsgemäße Fristen zur Beseitigung der Mängel gesetzt worden waren, was hier aber ja auch geschehen scheint.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -



Rückfrage vom Fragesteller 20.09.2017 | 10:46

Sehr geehrter Herr RA Daniel Saeger, ich erwarte ja keine Wunder und seitenweise eine Stellungnahme bin doch aber ein wenig enttäuscht für die doch sehr knapp gehaltene Antwort.
Sie antworten das der Auftragnehmer und Subunternehmer den Nachweis der angemeldeten Bedenken erbringen muss können sie dies mir bitte deutlicher benennen wo raus das zweifelsfrei hervorgeht. Also liegt die Beweislast klar beim Auftragnehmer?
Wer trägt die volle Verantwortung , also ich habe doch so denke ich nichts mit dem Subunternehmer zu tun.
Der Auftragnehmer zu 1 ist auch doch der Rechnungssteller gewesen und wie sind denn diese sogenannten Rapportberichte zu bewerten auf die der Rechnungssteller ausschließlich in seiner Rechnung Bezug nimmt und abrechnete ohne diese der Rechnung anzufügen. und letztlich, der Text und Überschrift der Rechnung Auftrag wegen "Wasserschäden in den Kellerräumen" Hat denn der Schuldner (Auftragnehmer u. Rechnungssteller) nicht die volle Verantwortung gegenüber dem Gläubiger? Das Innenverhältnis des Auftragnehmers und dessen Subunternehmer ist doch für mich nicht wichtig.
Gegebenenfalls kann der Auftragnehmer es von dem Subunternehmer wieder einfordern, wobei es hier mutmaßlich sehr wahrscheinlich ist das beide gemeinsam zu täuschen versucht haben, das geht aus den vorliegenden festgestellten Mängeln die ich zuvor benannt habe hervor. Bitte sie freundlichst mir doch bitte etwas besser zu erläutern. Hat der Auftragnehmer die Beweise seiner Behauptungen vorzulegen oder müssen wir es beweisen? Hierfür bitte ich freundlichst um Ergänzung Mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.09.2017 | 14:03

Sehr geehrter Fragensteller,

dies ergibt sich aus dem genannten § 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung :

"(1) Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhältnis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat."

wie auch

den allgemeinen zivilprozessualen Grundsätzen, dass jede Partei vorgetragene günstige Tatsachen beweisen muss. Das ist so selbstverständlich, dass es nicht sonderlich erwähnenswert erscheint.

Der Hauptunternehmer trägt vertraglich die volle Verantwortung Ihnen gegenüber.

Fehlverhaltend es Subunternehmers muss sich dieser nach § 278 BGB: Verantwortlichkeit des Schuldners für Dritte zurechnen lassen.

Vorrangig sollte man also stets gegen den Hauptunternehmer vorgehen.

MfG
D. Saeger
- RA -

Bewertung des Fragestellers 22.09.2017 | 11:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die fundierte Antwort des Anwaltes ist mir umfänglich Top beantwortet Mfg

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Saeger »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.09.2017
5/5,0

Die fundierte Antwort des Anwaltes ist mir umfänglich Top beantwortet Mfg


ANTWORT VON

(1067)

Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Erbrecht, Baurecht, Vertragsrecht, Gesellschaftsrecht, Strafrecht, Verwaltungsrecht, Internationales Recht, Nachbarschaftsrecht