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Baurecht Dchäden Nachbargebäude


08.03.2018 21:03 |
Preis: 48,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir planen einen Abriss sowie Neubau eines Doppelhauses in München. In der unmittelbaren Nahhbarschaft befindet sich ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. Für die Baugrube ist eine Bausicherung mittels Berliner Verbau geplant, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung, welche u.a. Rammschäden einschließt, haben wir abgeschlossen.
Die Wohnungseigentümer des Nachbargeäude haben uns nun mitgeteilt, dass aufgrund der naheliegenden Tiefgarage eine Beweissicherung dieses Nachbargebäude zu erfolgen hat. Sind wir dazu verpflichtet, diese teure Beweissicherung durchzuführen? Mit welchen Kosten sind da zu rechnen?
Falls nach unserem Bau Risse im Nachbargebäude nachgewisen werden, wie wird es von Gerichten dann bewertet, wenn keine Beweissicherung vorher vorlag? Weil die Risse ja auch schon vorher hätten aufgetreten sein können. Wer muss da was beweisen und wann ist es hinreichend wahrscheinlich, dass die Schäden von unserem Bauvorhaben verursacht wurden?

Mit freundlichen Grüßen
08.03.2018 | 21:52

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragesteller,

es gibt keinerlei Vorschriften über eine verpflichtende Beweissicherung.
Falls Schäden auftreten sollten, wäre der Nachbar auch in der Pflicht, zu beweisen, dass die Schäden von Ihnen stammen und nicht etwa Altschäden sind. Um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, bietet sich allerdings an, ein solches Gutachten unter hälftiger Kostenteilung einzuholen. Wie gesagt wäre dies allerdings keine verpflichtende Maßnahme.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2018 | 08:22

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

Sie haben meine Anfrage beantwortet, ich hätteaber doch gerne etwad mehr Details zu der Frage wie Risse an Nachbargrundstücken nach Erdarbeiten von Gerichten konkret bewertet werden. Können Sie bitte anhand Gerichtsurteile belegen, in wieweit die Beweispflicht beider Parteien geht?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2018 | 18:50

Sehr geehrter Fragesteller,

derjenige, der sich auf einen Umstand beruft, trägt auch die Beweislast. Landgericht Düsseldorf Urteil v. 03.06.2015 - Az.: 12 O 211/14 .
Das bedeutet in ihrem Fall, dass die Beweislast hinsichtlich von Rissen bei dem jeweiligen Eigentümer liegt bei dem diese aufgetreten sind. Das bedeutet darüber hinaus auch, dass die Risse sodann auch von der Kausalität her auf das Bauvorhaben zurückzuführen sein müssen. Beide Umstände müssen von demjenigen bewiesen werden, dessen Eigentum vermeintlich beschädigt wurde.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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