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Baurecht B-Plan GRZ

27. Juli 2022 19:42 |
Preis: 160,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ein Baugrundstück liegt innerhalb eines B-Plans, durch das Grundstück läuft im B-Plan eine Knödellinie (die zeichnerische Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Nutzungen) Nun möchte das Bauamt nicht die gesamte Fläche des Baugrundstücks zur Berechnung der GRZ heranziehen, sondern nur den Teil, auf dem das Haus stehen soll bis zur Knödellinie. GRZ ist in beiden Flächen gleich ! Ist das so richtig? Wenn ja, was ist dafür die Grundlage und wie kann man das evtl. umgehen, bzw. befreien ??

27. Juli 2022 | 20:43

Antwort

von


(2515)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist sicherlich schwer verständlich und auch wenig nachvollziehbar - aber grundsätzlich ist die Aussage des Bauamtes zutreffend:

Die rechtliche Grundlage findet sich in 19 BauNVO (den Text gebe ich unten wieder), wobei die Knödellinie unterschiedliche Nutzungen wiedergibt.


Entscheidend ist, dass die Berechnung der GRZ sich immer auf das Baugrundstück bezieht, welches innerhalb der Linie liegt. Und das dürfen Sie nicht mit dem Flurstück/Grundstück insgesamt gleichsetzen, da das Baugrundstück eben nur den bebaubaren Teil ausweist, also kleiner ist als das Flürstück/GRundstück.

Dann darf bei der Berechnung der GRZ aber auch nur der durch die Knödellinie abgegrentze Bereich herangezogen werden, da diese Linie eine ausreichende Grenzziehung darstellt.




Nach § 66 NBauO können Sie eine Abweichung beantragen, die Sie begründen müssen.

So eine Abweichung wäre möglich, wenn sie unter Berücksichtigung des Zwecks der jeweiligen Anforderung und bei Würdigung öffentlich-rechtlich geschützten nachbarlichen Belange mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist.

Und das kann nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung sicherlich dann der Fall sein, wenn in den jeweiligen Teilen die gleiche GRZ besteht und dann nicht ersichtlich sein dürfte, wieso es öffentlichen oder nachbarschützenden Belangen entgegenstehen sollte



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



§ 19 BauNVO
Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche

(1) Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche im Sinne des Absatzes 3 zulässig sind.

(2) Zulässige Grundfläche ist der nach Absatz 1 errechnete Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf.

(3) 1Für die Ermittlung der zulässigen Grundfläche ist die Fläche des Baugrundstücks maßgebend, die im Bauland und hinter der im Bebauungsplan festgesetzten Straßenbegrenzungslinie liegt. 2Ist eine Straßenbegrenzungslinie nicht festgesetzt, so ist die Fläche des Baugrundstücks maßgebend, die hinter der tatsächlichen Straßengrenze liegt oder die im Bebauungsplan als maßgebend für die Ermittlung der zulässigen Grundfläche festgesetzt ist.

(4) 1Bei der Ermittlung der Grundfläche sind die Grundflächen von
1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten,
2. Nebenanlagen im Sinne des § 14,
3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird,

mitzurechnen. 2Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der in Satz 1 bezeichneten Anlagen bis zu 50 vom Hundert überschritten werden, höchstens jedoch bis zu einer Grundflächenzahl von 0,8; weitere Überschreitungen in geringfügigem Ausmaß können zugelassen werden. 3Im Bebauungsplan können von Satz 2 abweichende Bestimmungen getroffen werden. 4Soweit der Bebauungsplan nichts anderes festsetzt, kann im Einzelfall von der Einhaltung der sich aus Satz 2 ergebenden Grenzen abgesehen werden
1. bei Überschreitungen mit geringfügigen Auswirkungen auf die natürlichen Funktionen des Bodens oder
2. wenn die Einhaltung der Grenzen zu einer wesentlichen Erschwerung der zweckentsprechenden Grundstücksnutzung führen würde.


ANTWORT VON

(2515)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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