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Baurechnung nach 14 Monaten

21.07.2008 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

es wurde von uns im Jahr 2006 eine Baufirma zur Fundamenterstellung einer Lagerhalle beauftragt.
Lagerhalle Maße: 15x20 m

Ein schriftliches Angebot lag nicht vor.
Jedoch wurde ein mündlicher Kostenvoranschlag von ca. 20.000 € besprochen.
Wir erhielten 4 Rechnungen (betitelt drei Rechnungen als Teilrechnungen und eine Materialrechnung) im Gesamtwert von ca. 34.000 € (Arbeitsstunden und Material komplett eingerechnet).
Die Arbeitsstunden wurden insgesamt in diesen 4 Rechnungen mit 233 Stunden angegeben.
Nun nach ca. 14 Monaten erhalten wir noch eine Teilrechnung betitelt mit "Teilrechnung 4" über den Betrag von 3435,53 €.
Hier wurden nochmals wieder 88,5 Stunden angegeben.
Die oberen Rechnungen wurden alle fristgerecht gestellt und bezahlt.
Die Fundamenterstellung war bereits im Juni 2007 komplett abgeschlossen.
Ist dieser Vorgang rechtens, da wir der Meinung sind das wir bereits mit den 34.000 € "gut bedient" waren?
Der Betrag vom mündlichem Angebot zur eigentlichen Abrechnung (34.000 €) war bereits über 65 % höher.
Wie sollen wir hier weiter verfahren?, Widerspruch der Rechnung?, Gutachter?,...

Mit freundlichen Grüßen

sonnenblumen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Zunächst sollten Sie sich an den Bauunternehmer wenden und die Ihnen vorgelegten Rechnung inklusive der berechneten Arbeitsstunden erläutern lassen, um die berechneten Leistung auf Ihre Richtigkeit hin überprüfen lassen zu können.

Außerdem sollten Sie überprüfen, ob es sich um eine End- oder Schlussabrechnung handelt oder wieder ein Teilrechnung gestellt wurde.

Sie könnten der Rechnung entgegenhalten, dass Sie auf Grund der bereits geleisteten Zahlungen, der erheblich über dem Kostenvoranschlag liegenden Summe und der Zeit welche zwischen Abschluss des Bauvorhabens und Rechnungsstellung vergangen ist, darauf vertraut haben, dass weitere Rechnungen nicht folgen würden. Ob dieser Einwand durchgreifend ist, kann jedoch an dieser Stelle mangels Kenntnis des gesamten Sachverhaltes nicht beurteilt werden.

Fest steht jedoch, dass Ihr Vertragspartner es unterlassen hat, Sie über die Überschreitung des Kostenvoranschlages gemäß § 650 BGB rechtzeitig zu informieren. Mithin hat er Ihnen die Möglichkeit genommen, von Ihrem darauf resultierenden Kündigungsrecht gemäß § 650 BGB Gebrauch zu machen.

Sofern alle entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, wäre der Bauunternehmer Ihnen zum Schadensersatz verpflichtet. Dies bedeutet, dass Sie so zu stellen wären, wie Sie bei rechtzeitiger Anzeige stehen würden. Hätten Sie bei rechtzeitiger Anzeige gekündigt, hätte der Unternehmer nur einen Anspruch auf Vergütung bezogen auf den fiktiven Zeitpunkt der Kündigung. Da Sie das Bauwerk jedoch weiterhin behalten, hätte der Unternehmer einen Anspruch auf Vergütung in Höhe des Abschlags zuzüglich der zulässigen Überschreitung.

Die zulässige Überschreitung bestimmt sich jeweils am konkreten Bauwerk und bewegt sich üblicherweise zwischen 15-25%.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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