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Baumstreit mit Nachbarn

| 06.03.2018 15:22 |
Preis: 30,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Mein Nachbar hat einen Baum vorsätzlich derart geschädigt, dass nach Methode Koch ein Totalschaden in Höhe von 6000 EUR entstanden ist laut Sachverständigengutachten. Im Gutachten steht auch, dass der Baum innerhalb von 3 Monaten zu entfernen ist wegen der Verkehrssicherheit.

Ich möchte den Baum trotzdem stehen lassen, weil ich sonst meine Privatshäre stark eingeschränkt sehe. Der Gutachter sagt informell selbst, dass real keine unmittelbare Gefahr besteht. Trotzdem möchte ich die 6000 EUR einklagen.

Hat der Nachbar rechtlich gesehen Anspruch auf Beseitigung des Baums aufgrund des Gutachtens? Oder anders gefragt: ist mein Anspruch auf 6000 EUR Schadenersatz nur dann durchsetzbar, wenn ich den Baum auch tatsächlich entfernen lasse?









Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie werden die 6.000 € nicht erfolgreich einklagen können, wenn der Baum stehen bleibt.


Das Gutachten geht von einem Totalschaden aus, der eben auch nur dann vorliegt, wenn der Baum gefällt wird.

Wird der Baum nicht gefällt, hat er ja nun auch für Sie einen Restwert, der von den 6.000 € in Abzug zu bringen wäre, wobei die Höhe des Abzuges dann wiederum von einem Gutachter zu beurteilen ist.


Nicht nachvollziehbar ist, dass im Gutachten offenbar eine Entfernung aufgrund der Gefährung ausgesprochen wird, der Gutachter informell aber keine Gefahr sieht. Im Zweifel werden Sie sich auf "informel" nicht berufen können, sondern das Gutachten ist heranzuziehen. Alternativ müsste ein weiteres Gutachten zur Standsicherheit eingeholt werden.


Wenn aber im bisherigen Gutachten eine Gefährdung aufgeführt ist, wird der Nachbar dann - wenn die Gefährung auch sein Grundstück betrifft - in der Tat einen Beseitigungsanspruch haben, auch wenn er diese Gefahr selbst herbeigeführt hat (dafür muss der dann eben Ersatz zahlen). Auch hier kann dann nur ein zweites Gutachten zur Frage der Gefährdung helfen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 06.03.2018 | 16:58

Vielen dank für die Antwort.

Es gibt tatsächlich zwei Gutachten von demselben Gutachter. Eines mit Nennung des Schadensersatzsumme von 6000 EUR und ein Gutachten ohne diese Summe. Beide Gutachten kennt der Nachbar. Im ersten Gutachten steht zwar Totalschaden aber es wird keine notwendige Fällung erwähnt in dem zweiten Gutachten steht, dass der Baum innerhalb 3 Monate gefällt werden muss.

Hat der Nachbar dann immer noch Anspruch auf Beseitigung des Baums? Oder müsste vom Gericht ein drittes Gutachten von einer anderen Firma bestellt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.03.2018 | 17:08

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich würde darauf drängen, dass der Gutachter nochmals ergänzend Stellung nimmt, wenn er widersprüchliche Gutachten erstellt - das wird günstiger als die sonst notwendige weitere Begutachtung sein, was bei widersprüchlichen Gutachteraussagen der Fall ist.

Gibt es aber ein Gutachten mit der Baumfällung, wird der Nachbar - dessen Gefährung unterstelle ich - den Anspruch haben. Zudem sollten Sie bedenken, dass Sie sonst im Schadenfall voll regresspflichtig werden und auch eine Versicherung vermutlich mit dem Hinweis auf grobe Fahrlässigkeit Ersatzleistungen ausschließen könnte.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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