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Baumneupflanzung in Hessen


31.10.2007 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Hallo,

wir haben ein freistehendes Einfamilienhaus in Hessen gekauft und haben letzte Woche auf unserem Grundstück (700qm) im Norden einen Baum (Fraxinus angustifolia "Raywood" - Purpuresche) mit 2,2 m Grenzabstand zum nördlichen Nachbar gepflanzt. Dieser Standort des Baumes ist exakt gewählt, weil wir eine Abdeckung des Nachbarhauses bzw. einen Sichtschutz erzielen wollten.

Momentan ist der Baum ca. 5 m hoch und 2,5 m breit - 600,- Euro.

Nun hat sich der Nachbar im Norden über diese Anpflanzung beschwert und verlangt die Versetzung dieses Baumes - mit der Begründung - dass dieser im Süden von ihm stünde und eine Beschattung seiner Einliegerwohnung im Souterain verursacht und eventuell ebenso sein Esszimmer auf der gleichen Seite.

Sind wir verpflichtet Rücksicht auf eine evtl. Verschattung hinsichtlich unseres Nachbars wegen unseres Baumes zu nehmen oder gar in Zukunft Rückschnittmaßnahmen nach Nachbarsgeschmack vorzunehmen obwohl der gesetzliche Mindestgrenzabstand eingehalten wurde? Was kann uns im schlimmsten Fall auferlegt werden?

Vielen Dank für eine Antwort schon im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Vorausschicken möchte ich, dass die Antwort ohne genaue Ortskenntnis erstellt wird.

Solang Ihr Baum die vom hessischen Nachbarschaftsgesetz vorgschriebenen Abstände zum Nachbargrundstück einhält, kann der Nachbar grundsätzlich keinen Rückschnitt bzw. die Versetzung des Baumes verlangen.

Sollte jedoch der Baum einen derartigen Schattenwurf entwickeln, dass die Benutzung der beeinflussten Räume bzw. deren Nutzung als Wohnräume über alle Maßen beeinträchtigt wird, hätte Ihr Nachbar einen Beseitigungsanspruch, dem je nach Durchführbarkeit durch Rückschnitt oder Versetzung des Baumes nachzukommen wäre.

Daher rate ich Ihnen mit Ihrem Nachbarn ein einvernehmliches Gespräch zu suchen und sich gegebenenfalls von der Beeinträchtigung in den entsprechenden Räumen persönlich zu überzeugen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt, die eine umfassende Beratung jedoch nicht ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen entscheidungserheblicher Informationen kann die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt
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