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Baumhöhe - Grenzabstand und überhängende Äste

18.04.2019 20:12 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

direkt an unserer Grundstücksgrenze (Wohnhaus in Bayern) hat unser Nachbar vor ca.20 Jahren Bäume geflanzt (Grenzabstand ca.1m).

Mittlerweile haben die Bäume eine beachtliche Höhe von mehr als 5-6m erreicht und stören erheblich den Lichtdurchlass.

Auf freundliche Hinweise unsererseits die Bäume doch bitte etwas zu beschneiden erwiederte der Nachbar nur - "die Bäume hätten Bestandsschutz und werden nicht geschnitten".

Außerdem ragen mehrere Äste zwischen 1-2m auf unser Grundstück.

Welche Möglichkeiten bieten sich uns hier ein Kürzen der Bäume auf die gesetl. zugelassene Höhe bei diesem Grenzabstand zu verlangen?

Vielen Dank.
18.04.2019 | 21:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Zu unterscheiden ist zwischen der Unterschreitung des Grenzabstandes/der der Höhe und dem Überhang/den herüberragenden Ästen.

1.
Bei Ihnen in Bayern dürfen Bäume mit einem Grenzabstand von unter zwei Metern nicht höher als zwei Meter sein, andernfalls kann der Nachbar die Beseitigung/Kürzung verlangen (Art. 47 Abs. 1, 2. Halbsatz AGBGB).

Dieser Anspruch verjährt allerdings gemäß Art. 52 Abs. 1 S. 2 in fünf Jahren mit dem Schluss des Jahres ab Entstehung des Beseitigungsanspruchs und Kenntnis des Überschreitens der zulässigen Höhe / Unterschreitung des zulässigen Grenzabstandes.

Wenn die Bäume eine Höhe von mehr als 2 Meter vor mehr als 5 Jahren überschritten haben, ist Ihr Beseitungs-/Kürzungsanspruch verjährt.

2.
Bei über die Grundstücksgrenze wächsenden Zweigen, haben Sie einen Beseitigungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 BGB . Dieser Anspruch verjährt aber bereits drei nach dem Schluss des Jahres der Grenzüberschreitung verjährt.

Bleibt nur die Möglichkeit des Rückschnitts durch Sie, wenn Sie dem Nachbarn vorher erfolglos eine angemessene Frist zur Beseitigung gesetzt haben (§ 910 Abs. 1 S. 2 i.V.m. S. 1 BGB).

Das Abschneiderecht haben Sie aber nur, wenn die Benutzung Ihres Grundstücks durch die herüberhängenden Zweige beeinträchtigt wird.

> Eine Kürzung können Sie nicht (mehr) verlangen.
> Möglicherweise können Sie die überhängenden Äste selbst abschneiden, selbstverständlich unter Beachtung der naturschutzrechtlichen Regelungen und einer eventuellen kommunalen Baumschutzsatzung.



Mit freundliche Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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