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Baumfällung , inkl. Holzverkauf durch dritte ohne unsere Zustimmung

07.10.2018 19:36 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


06:58
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir besitzen ein kleines Grundstück auf welchem ca 14 große Fichten angepflanzt waren. Der Baumbestand ist ca 100 Jahre alt.
In ca 100m Entfernungen zu den Bäumen befindet sich ein angrenzendes Wochenendgrundstück. Die Besitzer dieses WochenendGrundstückes haben ohne unsere Zustimmung ein Unternehmen beauftragt die Bäume komplett abzuholzen.

Das Unternehmen hat ganze Arbeit geleistet und alle Bäume abgeholzt, sowie das Stammholz mitgenommen, bereits gespalten und zum Verkauf angeboten.

Die Äste und das Reisig der Bäume wurden einfach zurück gelassen.
Es sieht sieht katastrophal aus.

Nach Rücksprache mit den Besitzern des WochenendGrundstückes handelt es sich um einen Fehler, da diese den Grundstückseigentümer des Baumbestandes wohl verwechselt haben.

Es tut ihnen leid und sie räumen das abgerodete Grundstück auf ihre Kosten auf.
was ist aber mit dem Holz ?

Steht uns Schadenersatz für das Holz zu?

Können wir das Unternehmen, welches das Holz mitgenommen hat in die Pflicht nehmen?
Es ist schließlich unser Eigentum was hier verkauft wurde.

Danke
07.10.2018 | 20:36

Antwort

von


(1520)
Tirpitzstr.21
26122 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gegen das Unternehmen haben Sie einen Anspruch auf Herausgabe des Verkaufspreises, gemindert ggf. um die Kosten für die Spaltung, aus ungerechtfertigter Bereicherung.

Gegen die Auftraggeber, also die Besitzer des Wochenendgrundstücks, dürften Sie einen Schadensersatzanspruch haben, da nach Ihrer Schilderung deren zumindest fahrlässiges Verhalten zu der Verwechslung geführt hat. Der Anspruch umfasst dabei nicht nur das Aufräumen, sondern auch die Wiederherstellung und den Ersatz der durch die Abholzung erlittenen Wertminderung des Grundstücks, wobei regelmäßig die so genannte "Methode Koch" für die Berechnung verwendet wird (vgl. z.B. BGH, 25.01.2013 - V ZR 222/12).

Es kann hier also durchaus um stattliche Summen gehen, weshalb ich anrate, dass Sie für die Berechnung und Geltendmachung Ihrer Ansprüche einen auf Schadensersatzrecht spezialisierten Anwalt vor Ort beauftragen. Dessen Kosten muss der Schädiger in der Regel ebenfalls ersetzen, sie sind vom Schadensersatz umfasst.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2018 | 06:34

Guten Morgen,

Sie schreiben das Sie empfehlen gegen die Auftraggeber, also die Besitzer des WochenendGrundstückes, Schadenersatz via Anwalt einzuklagen. Verstanden.

Aber gegen das Unternehmen muss ich alleine vorgehen, um den Verkaufspreis zu erlangen?

Vielen Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2018 | 06:58

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich rate an, direkt zu einem Anwalt zu gehen und mit ihm die Strategie zu besprechen, bevor Sie gegen das Unternehmen vorgehen. Denn möglicherweise muss das Vorgehen gegen die Besitzer des Grundstückes und das Unternehmen untereinander abgestimmt werden, um das beste Ergebnis für Sie zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen

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