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Baumbeplanzung

23.08.2013 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


20:41

Hallo,
ich habe eine Frage. 2000 hatte ich mein Haus auf ein Grundstück gebaut. Das Nachbargrundstück besteht aus einer Wiese und einen Fischweiher. Zu dem Zeitpunkt
als ich baute waren auf den Grundtück noch keine Bäume bepflanzt. Nach ein paar
Jahren wurde das Nachbargrundstück an eine andere Person überschrieben. Diese
Person pflanzt seither viele größere Bäume die bis zu 10 Meter hoch werden. Mein Haus
ist mit schriftlicher Zustimmung vom Vorgänger bis hin zur Grenze gebaut worden.
Meine Frage:
Darf der Grundstüchseigentümer so hohe Bäume genau vor meinen Haus bauen und
mir das Licht wegnehmen. Ich habe auch noch eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach.
Wie weit müssen die Bäume von meinem Haus entfernt sein und darf er unendlich große Bäume pflanzen.

Bitte um schnelle Rückantwort
Danke Gruss

23.08.2013 | 17:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

§ 903 S. 1 BGB : "Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren [...]."

Ihr Nachbar darf 10 Meter hohe Bäume nicht direkt vor Ihr Haus pflanzen. Hier steht die folgende Vorschrift entgegen:

Art. 47 Gesetz zur Ausführung des
Bürgerlichen Gesetzbuchs und anderer Gesetze
(AGBGB) regelt in Absatz 1 den Grenzabstand von Pflanzen:

"Der Eigentümer eines Grundstücks kann verlangen, daß auf einem Nachbargrundstück nicht Bäume [...] falls sie über 2 m hoch sind, in einer geringeren Entfernung als 2 m von der Grenze seines Grundstücks gehalten werden."

Der Anspruch auf Beseitigun erlischt nach fünf Jahren (Art. 52 Abs. 2 S. 1 AGBGB).

Eine feste Grenze für die Höhe der Bäume gibt es nicht. Die Grenze ist die Standsicherheit.



Der "Entzug von Licht" ist nicht nach Auffassung der Gerichte und der herrschenden Rechtsmeinung nicht verboten (BGH MDR 51, 726 [V ZR 55/50 ]; NJW 92, 2569 [V ZR 93/91 ]). Sie haben nach geltender Rechtslage keinen Anspruch auf Beseitigung, wenn der Abstand von 2 Metern eingehalten ist.

Unter Berücksichtigung des nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnisses kann es jedoch Einschränkungen des Rechts des Nachbarn geben einen "Wald" in seinem Garten anzupflanzen.
Es kommt hier auf den ganz konkreten Einzelfall an.

Auch käme § 226 BGB in Betracht, der es verbietet ein Recht nur auszuüben, um einem Anderen einen Schaden zuzufügen.

Sie sollten auf jeden Fall das Gespräch mit dem Nachbarn suchen, falls dies nicht gelingt, eine Streitschlichtung bei der Gemeinde suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt




Rückfrage vom Fragesteller 23.08.2013 | 18:11

Hallo,

aber spielt es keine Rolle das mein Haus direkt an die
Grenze gebaut worden ist?Bei dieser Entscheidung dachte keiner daran das irgendwer mal auf die Idee kommt da Bäume anzupflanzen. Man muss sich mal vorstellen wenn ein Baum 10 Meter hoch ist und nur 2 Meter entfernt steht,
kann ich direkt die Blätter zupfen und habe überhaupt keine
Sicht mehr.

Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.08.2013 | 20:41

Sehr geehrter Ratsuchender,

für die Bepflanzung des Nachbargrundstücks spielt die Grenzbebauung keine Rolle. Wie bereits genannt, kommt es leider nur auf den Abstand zur Grenze an.

(Beachten Sie, dass Sie die drei Meter Abstandsfläche Ihres Gebäudes zur Grenze - wenn auch berechtigt - nicht eingehalten haben.)

Ein vernünftiger Nachbar setzt keinen dicht bewachsenen 10m-Baum zwei Meter neben ein Haus.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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