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Baumängelbehebung Forderung Bauträger

28.05.2012 20:49 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


10:21
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vor einem 3/4 Jahr eine Immobile gekauft. Bei der Abnahme und Übergabe fehlte noch der Einbau von 2 Schiebetüren, die in der Wand laufen sollen. Dies wurde im Abnahmeprotokoll aufgenommen. Nachdem die Türen endlich eingetroffen waren, stellte sich heraus, dass die in der Wand verbauten Schrauben zu lang waren, so dass kein Einbau möglich war. Im Laufe der Zeit gab es ca. 10 Termine zur Begutachtung und zum vergeblichen Einbau der Türen. In der Zwischenzeit haben wir selbst eine Methode zum Kürzen der Schrauben eruiert, so dass ein Einbau ohne De- und Neumontage der Wände möglich sein sollte (bestätigt durch einen Tischler beauftragt vom Bauträger). Für diese Eigenleistung haben wir vom Bauträger 1.400 Euro herausgehandelt, die uns direkt vom damals ausführenden Trockenbauer überwiesen wurden mit dem Hinweis "Mit der Zahlung von 1.400,00 € ist der Mangel im EG (Schiebetür), sei bekannt oder nicht bekannt, abgegolten". Der Einbau der einen Tür war im Anschluss problemlos möglich, bei der zweiten Tür stellte sich im nachhinein jedoch heraus, dass zusätzlich auch die Wand durchgebogen ist, so dass weiterhin kein Türeneinbau möglich ist. Jetzt fordert der Bauträger von uns die Herausgabe der gesamten 1.400 Euro um davon die De-/Neumontage der durchgebogenen Wand zu finanzieren.

Frage: Ist das rechtlich zulässig? Immerhin haben wir von diesem Geld die versprochenen Arbeiten geleistet. Von einer durchgebogenen Wand war vorher nichts bekannt. Zum anderen hat unsere Arbeit die De-/Neumontage der anderen Wand (inkl. der Folgearbeiten wie Fliesenleger, Maler) verhindert. Davon abgesehen, hatten wir vorab Angebote eingeholt, wonach die De-/Neumontage beider Wände 2.700,- Euro kosten sollte (ohne Folgearbeiten).
Kann der Bauträger uns jetzt womöglich unterstellen, wir hätten die Wand verbeult?

Noch ein Hinweis: Wir haben keinerlei Quittungen über die Arbeiten unserer Eigenleistungen.

Vielen Dank für Ihre Antwort
28.05.2012 | 21:34

Antwort

von


(1706)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst einmal müsste Ihnen der Bauträger nachweisen, dass Sie die Wand verbeult haben.

Dieses dürfte nicht ganz einfach sein.

Zu der verbogenen Wand selbst:
Da die Wand nach meiner ersten Einschätzung keine untrennbare Einheit mit der Schiebetür bildet und auch nur unbestimmt von „[einer] Schiebetür" die Sprache ist – in dem „Vergleich" (dazu gleich) -, ist von Ihnen keine Herausgabe zu leisten.

Ist der Vergleich unbestimmt, so geht das zu Lasten desjenigen, der (etwa in Vertretung für den Bauträger) in Erfüllung des Vergleichs das Geld an Sie überwiesen hat.

Zudem kann nur Ihr Vertragspartner – der Bauträger – mit Ihnen Vergleichsregelungen treffen, nicht der Trockenbauer.

Eine mündliche Abrede müsste daher der Bauträger darlegen und beweisen können.

Zahlt der Trockenbauer etwas mit diesem Verwendungszweck, hat dieses keine rechtsverbindliche Bedeutung.

Daher würde ich nichts zahlen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 29.05.2012 | 10:01

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Wenn ich das richtig interpretiere sind wir zu keiner Zahlung verpflichtet. Ob jetzt der Trockenbauer einspringen muss oder der Bauträger ist mir jedoch nicht ganz klar geworden, für uns aber letztendlich auch egal.

Folgende Nachfrage habe ich noch:

da der Trockenbauer ausschließlich für den Bau der Wände und nicht für das Einsetzen der Türen zuständig war, bin ich mir bezüglich der Unbestimmtheit seines Hinweises im Vergleich unsicher.


Angenommen, der Bauträger hätte das Recht, das Geld einzufordern: kann er überhaupt die volle Summe einfordern? Schließlich haben wir durch unsere Eigenleistung den Abriss der zweiten Wand verhindert. Stünde ihm dann nicht nur ein entsprechender Anteil des Betrages zu?

Was würden Sie davon halten, wenn wir quasi als Friedensangebot einen kleineren Betrag (z.B. 100 oder 200 Euro) anbieten, in der Hoffnung, dass es endlich vorangeht?

Vielen Dank und viele Grüße,

G.K.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.05.2012 | 10:21

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, das Angebot eines (wie von Ihnen genannten) kleinen Betrages ist durchaus ratsam.

In der Tat müsste der Bauträger erklären, warum er die gesamte Summe von 1.400,- € benötigt, also warum diese in der Höhe zu zahlen wäre.

Dieses müsste er konkret nachweisen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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