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Baum an Grundstücksgrenze Stört den Neubau

06.10.2014 03:10 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben vor einem Jahr ein Grundstück in RLP gekauft.
Die Planung für die Errichtung eines EFH ist genehmigt worden.
Dicht an der Grenze unseres Grundstückes (ca. 1,5-2 m) steht ein Nussbaum, der etwa 20 m hoch sein dürfte. Äste ab einer Höhe von ca. 3 m ragen auf unser Grundstück, auch die Wurzeln wachsen auf unser Grundstück.
Die Nussbaum dürfte ungefähr 40 Jahre alt sein.
Unser Grundstück kann nur über eine Einfahrt mit einer Breite von 6 m befahren und bebaut werden, hierfür ist eine Auskofferung des vorderen Teils auf Grund der Hanglage unentbehrlich, da nur hier ein Kran aufgestellt werden kann.
Das Problem ist aber, dass der Baum in Höhe dieses Vorderen Teil liegt, wo die Hangabtragung stattfindet.
Viele Tiefbauer wollen eine Sicherung von den Nachbarn haben, dass im Falle der Schädigung des Wurzelwerkes, keine Haftung gestellt wird.
Die Nachbarn verweigern die Fällung des Baumes, und drohen den Bau zu Stoppen, wenn die Wurzel freigelegt werden.

Der Baum steht nicht in der Baumschutzsatzung der Gemeinde.


Frege 1:
Kann der Nachbar uns die Fällung verweigern, ob wohl wir eine Baugenehmigung haben, und die Fällkosten dafür tragen würden?

Frage 2:
Wenn ja, welche Maßnahmen kann man ergreifen, um das Haus erreichten zu können,

Ohne die Fällung des Baumes kann der Bau nicht realisiert werden.



Mit freundlichen Grüßen


Familie A, B

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Sehr geehrter Ratsuchender,


die Fällung des Baumes werden Sei nicht erreichen können, wenn der Baum auf dem Nachbargrundstück steht, also Eigentum des Nachbarn ist.

Daran ändert auch die Baugenehmigung nichts, da eine öffentlich-rechtliche Baugenehmigung des Bauamtes erteilt wird, ohne dass dadurch privat-rechtliche Nachbarrechte tangiert werden.


Aber hinsichtlich der Wurzeln und der überhängenden Äste haben Sie nach einer erfolglosen Fristsetzung ein Beseitigungsanspruch nach § 910 BGB. Sollte der Baum DANACH nicht mehr standfest sein, muss der Nachbar DANN nach § 1004 BGB den standunsicheren Baum entfernen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2014 | 03:02

Sehr geehrter Herr Bohle,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Hierzu hätte ich noch ein paar Nachfragen:

Es geht nicht um die Fällung des Baumes, sondern um evtl. das Kürzen der Baumwurzen, die in unserem Grundstück liegen, während der Tiefbauarbeiten.

Um den Sachverhalt etwas näher zu bringen, möchte ich folgendes nachtragen.
Die Auskofferung des vorderen Teils unseres Grundstückes ist keine freiwillige Sache von uns, wir machen diese Auskofferung (Einbuchtung, damit Lieferfahrzeuge hier halten können, weil unsere Nachbarn einen gemeinsamen Weg für Bauzwecke verweigern.
Die Nutzug des Weges ist im Rahmen einer Dienstbarkeit für Befahren und Begehen geregelt, Grundbuchbestand, Eine Rechtsberatung diesbezüglich (unter dem Titel Privatweg wird uns verweigert, was tun?) wurde hier ersucht und von einem Ihrer Kollegen beantwortet.
Damit wir den Weg während der zeitweiligen Bautätigkeiten nicht sperren, haben wir uns überlegt, diese Einbuchtung zu erstellen, auch dies wurde jetzt mit dem erwähnten Nussbaum erschwert, und somit sind alle Ressourcen erschöpft, den Bau zu verwirklichen, obwohl unser Grundstück als Bauerwatungsland erworben ist.

Meine Frage, können wir ohne weiteres die Einbuchtung herstellen und die Wurzel kurzen und evtl. schädigen, da sonst wie erwähnt der Bau nicht möglich ist?

P.S. das Ziel unsere zukünftigen Nachbarn ist, den Bau zu verhindern.


Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2014 | 07:19

Sehr geehrter Ratsuchender,


ich zitiere einmal Ihre Erstfrage:

"Kann der Nachbar uns die Fällung verweigern, ob wohl wir eine Baugenehmigung haben, und die Fällkosten dafür tragen würden?

Ohne die Fällung des Baumes kann der Bau nicht realisiert werden."


Wenn Sie nun in der Nachfrage ausführen, es würde nicht um die Fällung gehen, ist das etwas überraschend.

Wurzel, die auf IHREN Grundstück sind, können Sie entfernen, wenn der Nachbar es nach einer Aufforderung mit angemessener Frist nicht macht. Dieser Beseitigungsanspruch ergibt sich aus § 910 BGB.

Einbuchtungen auf IHREM Grundstück werden Sie auch machen dürfen; zumindest nach dem jetzt vorgetragenen Sachverhalt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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