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Baugutachter übers Internet Bestellt ! Liefert dann kein Protokoll der Besichtigung

17.02.2009 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Hallo,

Ich habe eine Neubauwohnung erworben ! Um mich vor evtl. Baumängel zu schützen habe ich auf Empfehlung der Internetsite ( immoscout24 ) einen Baugutachter per Mail kontaktiert und um ein Angebot für eine Wohnungs- vor Abnahme ( Neubauwohnung ) verlangt. Das kam auch prompt per Mail. Er wollte 452,00 €
Der Baugutachter rief mich an und wir haben einen Vorort Termin festgelegt, telefonisch machte ich ihm auch klar das ich ein Protokoll der Besichtigung und eine Wohnflächenberechnung schriftlich brauche... das hatte er auch zugesagt.
Ich habe mich mit dem Gutachter auf der Baustelle getroffen und wir haben uns die Wohnung angesehen.
Er machte fast keine Notizen und fragte mich, immer was mir den negatives aufgefallen sei... dann hat er die Wohnfläche ausgemessen ... nach ca. 1.00Uhr waren wir durch (120m²)

Er teilte mir mit wie groß die Wohnfläche ca. ist und sagte mir, das ich alles was er als Mangel ansieht und auch die genaue Wohnflächen Berechnung per Post in den nächsten Tagen zugestellt bekommen würde.
Dann musste ich ihm eine Lastschrift Ermächtigung für diesen Betrag unterschreiben.
Der Betrag wurde auch 2 Tage später abgebucht.

Nun habe ich 5 Wochen später immer noch kein Protokoll bekommen und versuchte zwei mal ohne erfolg bei ihm anzurufen. Darauf hin traute ich dem Braten nicht mehr und habe die Lastschrift zurück gehen lassen.
Am gleiche Tag hat er sich per Mail gemeldet und behauptet er hätte sie per Post an mich versendet … ich bekam jedoch nichts !!!

Nun verlangt er das Geld samt kosten für das zurückholen der LS zurück und droht gleich mit seiner Rechtsabteilung.

Dann schreibt er weiter :

Sobald das Geld samt LS gebühren wider bei Ihm auf dem Konto wäre würde er mir die Unterlagen nochmals zusenden.

Wie soll ich mich richtig verhalten ??
Kann er mich noch vor Gericht ziehen ?
Ich möchte nur mein Protokoll schriftlich haben !
Kann er mir mit seinem Rechtsanwalt drohen?
Habe alle E-Mails noch …

Mit freundlichen Grüßen

Bachmann

17.02.2009 | 22:36

Antwort

von


(310)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Nach wie vor hat der Gutachter einen Anspruch auf Zahlung der vereinbarten Vergütung; ebenso haben Sie nach wie vor einen Anspruch auf Fertigstellung und Übergabe des Protokolls. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ist zum jetzigen Zeitpunkt unproblematisch möglich; es spricht auch grds. nichts dagegen, dass der Gutachter Ihnen mit seinem Anwalt droht (auch wenn dies angesichts des bisherigen Ablaufs der Geschehnisse sicher nicht zum guten Ton gehört).

Festzuhalten ist, dass der Gutachter sich jedenfalls nicht darauf berufen kann, er habe seine Verpflichtung zur Erstellung und Übersendung des Protokolls erfüllt. Da er behauptet, das Protokoll mit der Post an Sie geschickt zu haben, ist er beweispflichtig dafür, dass dieses Ihnen auch zugegangen ist. Diesen Beweis wird er aber nicht führen können, wenn er das Protokoll mittels einfachem Brief verschickt hat.

Entscheidend ist daher, wer vorleistungspflichtig ist. Unabhängig davon, ob man die vorliegende vertragliche Verpflichtung zu einer gutachterlichen Tätigkeit als Dienst- oder Werkvertrag einordnet, ist im Regelfall in beiden Fällen der Dienstleistende bzw. der Werkunternehmer vorleistungspflichtig, es sei denn, es wurde etwas anderes vertraglich vereinbart.

Die Vereinbarung des Einzugs per Lastschriftverfahren ist in diesem Zusammenhang nicht ohne weiteres als Abweichen von der Vorleistungspflicht des Gutachters zu sehen, da sie nur die Modalität der Bezahlung, nicht aber den Zeitpunkt regelt.

Sie können dem Gutachter daher Ihrerseits eine Frist zur Übersendung des Protokolls setzen und den geltend gemachten Anspruch auf vorherige Zahlung der Vergütung ablehnen. Sollte es letztlich zu einem Rechtsstreit kommen, würde dieses allerdings vermutlich ausgehen wie das Hornberger Schiessen, denn im Grunde sind die gegenseitigen Ansprüche ja unzweifelhaft; es geht nur um den Zeitpunkt der Erfüllung. Zur Vermeidung eines Rechtsstreits könnten Sie dem Gutachter daher auch die vergleichsweise Lösung anbieten, dass Sie ihm die Hälfte der vereinbarten Vergütung überweisen und er die weitere Hälfte nach Erhalt des Protokolls bekommt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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