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Baugrundstücke verschmelzen, Einfluss auf GRZ

10. Januar 2018 17:55 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Festsetzungen in einem Bebauungsplan zur überbaubaren Fläche werden nicht durch Verschmelzen mit außerhalb des Planes liegenden Grundstücksflächen tangiert. Das Maß der baulichen Nutzung bestimmt sich nur nach den innerhalb des Bebauungsplanes überbaubaren Flächen und deren Grenzen.

Hallo,
folgende Ausgangssituation:
Grundstück A - 461 m² - soll mit Grundstück B - 892 m² so verschmolzen werden, dass der Verbund die Flurstücknummer von Grundstück B erhält.
Auf der Fläche des - dann ehemaligen - Grundstücks B soll ein Wohnhaus errichtet werden.
Werden zur Berechnung der GRZ nur die 892 m² von Grundstück B berücksichtigt, beträgt die GRZ 0,39.
Gem. B-Plan ist maximal 0,3 erlaubt. Nicht erlaubt ist die 50 %-Regelung.
Noch zu erwähnen ist, dass für die Grundstücke unterschiedliche Bebauungspläne gelten.

Meine Frage:
Kann infolge der Verschmelzung - für die Berechnung der GRZ - mit A + B = 1.353 m² gerechnet werden?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage

10. Januar 2018 | 19:42

Antwort

von


(175)
Rankestraße 21
01139 Dresden
Tel: 0351 - 479 60 900
Web: http://www.jagenburg.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Grundsätzlich setzt der Bebauungsplan die überbaubare Grundstücks-(teil-) fläche fest (§ 9 Absatz 1 Nummer 2 BauGB ). Auf dieser (Teil-) Fläche können nach dem festgesetzten Maß der baulichen Nutzung ein Gebäude oder sonstige zulässige bauliche Anlagen errichtet werden.

Demnach ist es zunächst egal, ob Sie die beiden Flurstücke in ein Grundstück einbringen oder ob die Flurstücke darüber hinaus in einem Grundstück zu einem Flurstück verschmolzen werden.

Meine Frage:
Kann infolge der Verschmelzung - für die Berechnung der GRZ - mit A + B = 1.353 m² gerechnet werden?

Da Sie ausführen, dass die Grundstücksflächen in verschiedenen Bebauungsplänen bzw. deren Grenzen liegen, muss Ihre Frage verneint werden.

2.
Die "überstehenden" (mangels Genauigkeit oder unsauberer Festsetzung) Grundstücksteile des Grundstücks A, die sich demnach als überbaubare Fläche des für Grundstück B zugehörigen B-Planes darstellen, könnten dem Grundstück (und Flurstückes) B zugeschrieben werden, um die GRZ zu senken.

Ob dies der Fall und ausreichend ist, steht offen.

3.
In der Regel sind die Grenzen und die GRZ nicht nachbar-/drittschützend. Somit steht es Ihnen offen, eine Ausnahme, Befreiung oder Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zur überbaubaren Fläche und zum Maß der baulichen Nutzung zu beantragen.

Dies erscheint mir als die erfolgreichste Variante.

4.
Ggf. ist ein Nachbar zu einem Flächentausch oder Verkauf einer Teilfläche bereit. Soweit diese Teilfläche im B-Plan für das Grundstück B liegt, bewirkt dies die Senkung der GRZ vom Grundstück B und die Erhöhung der GRZ des Grundstückes des Nachbarn. Jedoch könnte gerade ein Teil der Fläche vom Grundstück A für den Nachbarn besonders interessant sein.

5.
Die angebotenen Lösungen sind den genaueren Details anzupassen. An dem grundsätzlichen Ergebnis ändert sich leider nichts.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Heiko Tautorus

ANTWORT VON

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