Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Baugrubenaushub Abfuhr inkl. Deponiegebühr um 95% höher als im Angebot

| 28.04.2013 23:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag,

bei unserem Kellerbau haben wir folgendes Problem bezüglich Erdbauarbeiten:

Angeboten wurde wie folgt:
Baugrubenaushub ohne Abfuhr 280,000 m³ 4,45€ 1.246,00 €
Baugrubenaushub Abfuhr inkl. Deponiegebühr 150,000 m³ 27,47€ 4.120,50 €

Im Angebot steht:
"Die Abfuhrmenge des Baugruben-Aushubmaterials kann noch nicht bestimmt werden, da erst festgelegt werden muss wie viel Aushub für Geländeauffüllungen verwendet werden kann. Auch ist abhängig wie viel Aushub auf dem Grundstück gelagert werden kann."

In der Rechnung steht:
Baugrubenaushub ohne Abfuhr 335,590 m³ 4,45€ 1.493,38 €
Baugrubenaushub Abfuhr inkl. Deponiegebühr 292,000 m³ 27,47€ 8.021,24 €

Der Gesamtaushub ist um fast 20% höher als erwartet und die Abfuhrmenge hat sich fast verdoppelt. Es hätte viel mehr Erde behalten werden können, da direkt neben dem Grundstück jede Menge Platz dafür ist; nur die Erde dorthin zubringen wäre etwas umständlich gewesen weil der Bagger vermutlich nicht weiter herausragen konnte; die ausgebaggerte Erde hätte irgendwie weiter nach hinten verschoben werden müssen. Jetzt haben wir deutlich mehr zu zahlen, nicht nur für den Aushub sondern auch für das Wiederverfüllen! Während der Arbeit wurden wir nicht gefragt, ob wir mit diesen Umständen einverstanden sind.

Da ich diese Mengen in Frage gestellt habe wollte ich einen Deponienachweis fordern. Diesen gibt es nicht. Die Mengen wurden anhand von Längen- und Tiefenangaben berechnet, die mir jedoch glaubhaft scheinen. Die abgefahrenen Mengen wurden in Lkw- Ladungen "gemessen" und sind nachträglich für uns nicht überprüfbar.

Meine Fragen lauten:
1) Ist es zumutbar, dass wir unter diesen Umständen eine solche hohe Differenz zum Angebotenen Preis bezahlen müssen? Letztendlich hätte der Erdbauer vorher wissen müssen wie viel Aushub insgesamt benötigt wird und meiner Meinung nach sich nicht um 20% "verschätzen" dürfen. (Im Angebot steht, dass die Abfuhrmenge, nicht der Aushub noch nicht bestimmt werden kann.)
2) Müssen wir für Deponiegebühren aufkommen wenn diese nicht nachgewiesen werden können, bzw. vermutlich gar nicht entstehen? Wir vermuten unsere Erde wurde sogar irgendwo anders zur Verfüllung verkauft.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.









Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:
1. Wie Sie richtig erkannt haben, ist nur die Abfuhrmenge noch nicht bestimmbar laut Angebot.
D.h. im Umkehrschluss ist der Aushub laut dem Angebot bestimmbar und bestimmt worden und kann sich nicht nachträglich erhöhen. Das Angebot ist verbindlich, es sei denn, der Werkunternehmer hat sich weitere Rechte in seinen Geschäftsbedingungen vorbehalten.
2. Hier sollten Sie einen Nachweis für die Deponiegebühren fordern und anfragen, wie hoch diese waren, da diese vom Unternehmer ja nur verauslagt werden. Wenn Ihnen die Höhe der Gebühren mitgeteilt wurden, machen Sie solange von Ihrem Zurückbehaltungsrecht der Zahlung der Gebühren Gebrauch bis Ihnen ein Nachweis vorliegt.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 01.05.2013 | 19:43

Erstmals danke für die schnelle Antwort.

Zu meiner ersten Frage "Ist es zumutbar, dass wir unter diesen Umständen eine solche hohe Differenz zum angebotenen Preis bezahlen müssen?":
Weil nur 43 m³ anstatt 130 m³ (280 - 150) Erde am Grundstück verblieben ist (ohne Rücksprache mit uns und ohne klaren Grund) fehlt uns Erde für die Wiederverfüllung, die uns wiederum extra in Rechnung gestellt wird. Der Erdbauer hat ein doppeltes Interesse daran die auf dem Grundstück verbliebene Erdmenge gering zu halten und hat offenbar eigenmächtig in seinem eigenen Interesse gehandelt. Wenn er die 130 m³ nicht auf dem Grundstück für Wiederverfüllung lagert, sollte er nicht verpflichtet sein Rücksprache mit uns zu halten bevor dies getan wird? (d.h. bevor die von uns akzeptierten Bedingungen im Angebot geändert werden.)

Zu meiner zweiten Frage: Wie die Deponiegebühren angegeben wurden habe ich bereits genau zitiert: "Baugrubenaushub Abfuhr inkl. Deponiegebühr 150,000 m³ 27,47€ 4.120,50 €" d.h. die Deponiegebühren sind nicht getrennt aufgeführt. Kann ich annehmen, dass z.B. ein entsprechender Anteil des Preises 27,47 €/m³ für Deponiegebühren berücksichtigt ist (sagen wir mal 15 €/m³) und diesen Teil zurückbehalten? Letztendlich ohne Deponiegebühren wäre 27,47 €/m³ ein sehr hoher Preis nur für die Abfuhr.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.05.2013 | 00:39

Zu Ihrer ersten Nachfrage:
Hier müsste man sich wirklich die Geschäftsbedingungen der Firma ansehen, um dies abschließend beurteilen zu können. Fraglich ist nämlich, ob die Firma eigenmächtig handeln kann, ohne den Auftraggeber zu informieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies im Rahmen des Portals nicht geleistet werden kann. Eine einseitige Änderung des Angebots ist auf jeden Fall unzulässig, ohne dass sich die Firma eine Änderung vorbehalten hat.
Zu 2. Ich hatte Ihnen bereits mitgeteilt, dass die Deponiegebühren herauszurechnen sind. Falls diesem nicht Folge geleistet wird, müssen dies geschätzt und einbehalten werden.

Bewertung des Fragestellers 04.05.2013 | 10:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Dies war mein erstes Mal bei frage-einen-anwalt und bin nur zufällig dazu gekommen. Innerhalb kurzester Zeit habe ich grob einen rechtlich korrekten, sehr preiswerten Hinweis wie ich mit meinem Problem umgehen soll ohne Termine auszumachen usw. Ich bin sehr zufrieden, danke, werde wahrscheinlich (falls notwendig) wieder Ihr Service in anspruch nehmen und weiter empfehlen.

"