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Baufirma hat Schaden verursacht – Beseitigung erwirken

| 17.08.2010 21:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


00:43
Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Baufirma beschädigte neu eingebaute Fensterbänke. Die Möglichkeit zur Nachbesserung wurde gegeben, jedoch erfolglos. Da die Oberfläche durch chemische Flüssigkeiten beschädigt wurde, war eine Nachbesserung ohnehin nicht erfolgversprechend.
Aufgrund des Schadens wurde von uns Geld einbehalten.
Die Baufirma weigert sich die Fensterbänke zu wechseln.

1. Wie können wir rechtlich einen Austausch erwirken?
2. Müssen wir einen Gutachter beauftragen oder zuvor einen Anwalt konsultieren?

Vielen Dank!
17.08.2010 | 22:16

Antwort

von


(1704)
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Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die vordergründige Frage, die sich hier bei Ihnen stellt, ist diejenige danach, ob ein Mangel vorliegt, was zu Gewährleistungsansprüchen führen würde, oder ob mangelfreie Fensterbänke eingebaut worden sind, die dann nachträglich vom Bauunternehmen beschädigt worden sind.

Währenddessen im ersteren Fall Ihnen Gewährleistungsrechte zustehen (Nachbesserung, neue Lieferung, Minderung, Rücktritt, Schadens- und Aufwendungsersatz), gilt dieses für den zweiten Fall nicht, da Ihnen dann "nur" ein Schadensersatzanspruch zusteht.

Aber letztlich ist es eher eine juristisch-akademische Frage, da Sie Ersatz für die kaputten Fensterbänke auf jeden Fall fordern können.

Derartige finanzielle Gegenansprüche berechtigen Sie in der Tat auch zu einem Zurückbehaltungsrecht beziehungsweise einer Aufrechnung, wie Sie es vorgenommen haben.

Falls Sie genau die Summe einbehalten konnten, die Sie für einen vollständigen Ersatz der defekten Fensterbänke benötigen, so müsste das Bauunternehmen allein tätig werden, wenn es vermeintliche Gegenansprüche geltend machen will, und Sie sich lediglich neue Fensterbänke anderweitig beschaffen.

Andererseits müssen Sie selbst tätig werden und gegebenenfalls den Bauunternehmer verklagen.

Einen Anwalt brauchen Sie nicht zwangsnotwendig zu konsultieren, wobei sich dieses aber im Verlaufe der Angelegenheit als durchaus sinnvoll herausstellen kann, falls Sie Ansprüche geltend machen müssen oder Ansprüche abwehren müssen.

Auch eines Gutachters bedarf es nicht unbedingt, soweit aus eigener Sachkunde der Schaden festgestellt werden kann. Beweismittel wie Zeugen oder vor allem Fotos sollten aber unbedingt vorher gesammelt werden.

Je nach Sachlage erfordert es aber mitunter dennoch die Einschaltung eines Sachverständigen, was ich hier aus der Ferne leider nicht genau beurteilen kann.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 18.08.2010 | 22:05

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Bei der Firma, welche die Fensterbänke beschädigt hat handelt es sich nicht um die Firma, welche diese eingebaut hat. Die Fensterbänke waren zu diesem Zeitpunkt schon ca. 3 Monate eingebaut.
Somit gehe ich von einem Schadensersatzanspruch aus.

Diese Passage verstehe ich nicht:
„Falls Sie genau die Summe einbehalten konnten, die Sie für einen vollständigen Ersatz der defekten Fensterbänke benötigen, so müsste das Bauunternehmen allein tätig werden, wenn es vermeintliche Gegenansprüche geltend machen will, und Sie sich lediglich neue Fensterbänke anderweitig beschaffen."

Was sind vermeintliche Gegenansprüche?
Ich gehe davon aus, das unser Einbehalt die Kosten für einen Austausch deckt. Kann ich eine andere Firma für den Wechsel beauftragen, wenn das Bauunternehmen sich weigert dies zu tun?
Muss ich zuvor den Vertrag mit dem Bauunternehmen kündigen, da er weitere vertragliche Arbeiten nach unserem Einbehalt nicht durchgeführt hat?

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.08.2010 | 00:43

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

In Ordnung, und vielen Dank für die Klarstellung der verschiedenen Unternehmen:
Sie gehen richtigerweise damit von Schadensersatzansprüchen aus.

Da es also nicht um Gewährleistungs- sondern allein um einen vertraglichen/gesetzlichen Schadensersatzanspruch geht, müssen Sie den Unternehmer als Schädiger auch grundsätzlich in Anspruch nehmen, notfalls verklagen. Eine Drittbeauftragung ist an sich nicht möglich.

Hier liegt aber eine Ausnahme vor, da Sie sich noch Zahlungsansprüchen des Unternehmers ausgesetzt sehen:

Dafür können Sie gegen (vermeintliche) Gegenansprüche auf Zahlung einer Vergütung aufrechnen. Damit haben Sie dann die Möglichkeit, das Geld für einen Drittunternehmer einzusetzen und diesen mit der Ersatzbeschaffung hinsichtlich der Fensterbänke zu beauftragen.

Manchmal ist aber vertraglich eine Aufrechnung durch eine Klausel zu Ihren Lasten eingeschränkt bzw. ausgeschlossen. Insofern wäre der Vertrag dahingehend zu prüfen.

Eine Vertragskündigung ist deswegen für sich genommen nicht notwendig, um vertragliche Schadensersatzansprüche geltend machen zu können, gegebenenfalls aber aus dem Grund der Verweigerung der weiteren Arbeiten, was aber auch nochmal selbstständig juristisch zu prüfen wäre. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass dieses hier über eine Erstberatung hinausgeht.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.08.2010 | 14:12

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