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Bauen auf dem Grundstück meiner Verlobten


26.10.2017 09:09 |
Preis: 53,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Hallo zusammen,

meine Verlobte und ich wollen im Sommer nächsten Jahres heiraten und uns eine Scheune zu Wohnzwecken umbauen. Mit dem Bau wollen wir möglichst bald beginnen. Das Grundstück, auf dem sich die Scheune befindet, wurde meiner Verlobten von Ihrem Vater überschrieben. Da ich durch eine Erbschaft über etwas Kapital verfüge, würde ich den Großteil zahlen und auch im Rahmen der Rest-Finanzierung die höhere Belastung tragen. Der Grundstückswert entspricht lediglich ca. 5 % der gesamten Baukosten. Nun habe ich bei meiner Google-Recherche häufig gelesen, dass ein Gebäude immer demjenigen gehört, dem auch das Grundstück gehört.

Würde das in der aktuellen Situation für mich im Rahmen einer Trennung bedeuten, dass mein eingesetztes Kapital "weg" ist?
Es würde mir sehr weiterhelfen, wenn Sie mir Varianten erklären, die mir hier weiterhelfen könnten, um zu einer fairen Lösung der Situation zu kommen. Für den Fall, dass es irgendwann zu einer Trennung kommt, soll jeder entsprechend seines geleisteten Anteils am Haus beteiligt sein.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen, vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ihre Verlobte ist Alleineigentümerin des Grundstücks und bleibt dies auch nach Eheschließung.

Wenn ein Gebäude auf dem Grundstück errichtet oder umgebaut wird, gehört dieses zum Grundstück und steht damit auch im Alleineigentum Ihrer Verlobten.

Im Rahmen einer späteren Trennung / Scheidung bestehen dann für Sie keine direkten Ausgleichsansprüche gegen die Partnerin bezüglich Ihrer Investitionen.

Hier kann dann allenfalls über den Zugewinnausgleichsanspruch etwas kompensiert werden. Aber das bringt Ihnen Ihre Investitionen nicht zu 100 % zurück.

Man kann hier einen Ehevertrag abschließen, indem man alles weitere regelt. Wenn man aber z.B. nur die Sache mit Grundstück / Immobilie regeln will, reicht auch eine sogenannte modifizierte Zugewinnregelung.

Dabei wird nur geregelt, was im Fall der Trennung / Scheidung mit Ihren Investitionen in die Immobilie passiert.

Somit könnten Sie sich absichern und vereinbaren, dass im Fall der Trennung / Scheidung Sie Ihre Investitionen von der Partnerin erstattet erhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2017 | 09:56

Hallo Herr Schwerin,

vielen Dank für die Beantwortung der Frage.

Wenn ich Sie richtig verstehe ist die "modifizierte Zugewinnregelung" unabhängig von der Eheschließung, sodass wir einen Notartermin machen und eine rechtsgültige Vereinbarung darüber treffen können? Im Idealfall soll das Haus zum Zeitpunkt der Hochzeit nämlich schon fertig umgebaut sein. Wir werden auch definitv beide den Finanzierungsvertrag unterzeichnen.

Was halten Sie von der Variante, mich ins Grundbuch mit aufzunehmen? In dem Moment wäre es dann ja auch unser Haus auf unserem Grundstück. Würden dann hier die unterschiedlichen, eingebrachten Summen berücksichtigt?

Noch einmal vielen Dank für Ihre Mühe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2017 | 09:59

Hallo,

die modifizierte Zugewinnreglung ist technisch erst nach Eheschließung möglich. Man kann aber insoweit auch vor der Ehe einen notariellen Vertrag dazu aufsetzen.

Alternativ dazu gehen Sie mit ins Grundbuch, sodass dann Beide hälftig Miteigentümer sind.

Damit gehört Beiden das Grundstück und die Immobilie.

Aber auch dann würden im Fall der Trennung / Scheidung die unterschiedlichen Investitionen keine konkrete Berücksichtigung finden.

Wenn Ihnen genau dieser Punkt wichtig ist, sollte man auf jeden Fall eine (ehe-)vertragliche Regelung treffen und genau festhalten, wer welche Investitionen tätigt und wie diese im Fall der Trennung / Scheidung zurückzuzahlen sind.

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