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Bauarbeiter zerstören Garten beim Gerüstaufbau

06.07.2019 09:00 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Guten Morgen,

Ich habe Probleme mit den Bauarbeiten and Arbeitern in meinem Garten und möchte gern wissen, ob ich rechtlich etwas machen kann.

Ich bewohne eine Einzimmerwohnung mit anschließendem privaten garten. Der Garten endet an einer riesengroßen Mauer vom Nachbarhaus.
Vor 6 Wochen habe ich von meiner Hausverwaltung eine Mail erhalten mit der Bitte, ich soll meine Gegenstände von der Mauer entfernen, da Giebelarbeiten anstehen. Da sich nichts getan hat, habe ich einfach weiter gepflanzt. Sowohl an der Mauer aber ich habe auch im ganzen Garten gepflanzt und dekoriert.
Diesen Mittwoch dann, 6 Wochen später, habe ich Bauarbeiter im Nachbargarten gehört. Bin raus und hab die gefragt wann sie in meinem garten sind und ich meine Sachen von der Mauer entfernen soll. Die meinten zu mir, dass ich bis Freitag früh Zeit habe.
Als ich Donnerstag Abend von Arbeit kam haben die Arbeiten in meinem Garten schon begonnen. Alle Blumenkästen an der Wand wurden verstellt und zerbrochen. Die gepflanzten Pflanzen darin sind zerstört.
Der komplette Garten wurde als Lagerfläche für die Gerüstbauteile genutzt. Alle Stahlbausteine etc wurden komplett im Garten abgelegt, auf allen gepflanzten Blumen. Der vor drei Wochen gesäte Rasen
ist auch komplett zerstört. Gegenstände wie Tische, Stühle Bänke etc wurden von der Mitte des Gartens entfernt und mir vor meine Eingangstür gestellt. Heute ist Samstag und über Wochenende liegen die Stahlteile immer noch da, da sie nicht geschafft haben, alles komplett aufzubauen. Demnach kann ich nicht einmal aufräumen und versuchen zu retten, was noch zu retten wäre.
Am Freitag waren ca 5 Bauarbeiter im Garten und sind auf allen übergebliebenen Blumen im Garten rumgetrampelt.

Ist es erlaubt den kompletten Garten zu zerstören und als Lagerfläche zu nutzen? Ohne mich darüber wirklich zu informieren? Was mir meine HV geschrieben hat und was jetzt passiert, hat nichts mehr miteinander zu tun. Ich denke auch, dass meine HV gar nicht wusste wie die Bauarbeiter sich verhalten werden und nicht die HV vom Nachbarhaus ist.
Falls ich etwas machen kann, was wäre es und wie sollte ich vorgehen?
06.07.2019 | 11:11

Antwort

von


(42)
Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin/ sehr geehrter Fragesteller,

gern zu Ihren Fragen.

Zitat:
Ist es erlaubt den kompletten Garten zu zerstören und als Lagerfläche zu nutzen?

Nein, das ist es nicht und Ihnen stehen nach Ihrer Sachverhaltsschilderung insoweit zunächst Schadensersatzansprüche gegen die Gerüstbaufirma zu, soweit Ihr Eigentum beschädigt wurde.

Ob noch Nutzungsausfall geltend gemacht werden kann, müsste man anhand der konkreten Beeinträchtigungen und dem Nutzungswillen prüfen.

Zitat:
Falls ich etwas machen kann, was wäre es und wie sollte ich vorgehen?

1.
Sie sollten umgehend mit einer umfangreichen Bilddokumentation die Zerstörung dokumentieren. Zusätzlich sollten sich Zeugen ein Bild von dem Garten und den Substanzbeschädigungen machen. Beides möglichst werktäglich bis zum Abschluss der Bauarbeiten. Ich empfehle Ihnen und den Zeugen, tagscharfe schriftliche Aufzeichnungen zur weiteren Entwicklung anzufertigen und die Bilddokumentation auch tagweise zu führen. Nur so sind Sie für eine juristische Auseinandersetzung gewappnet.

2.
Dann müssen Sie den Schaden konkret beziffern. Ideal wäre, wenn Sie die Kaufbelege für die zerstörten Blumenkästen und Pflanzen noch hätten.

3.
Dann machen Sie nachweisbar und schriftlich Schadensersatzansprüche gegenüber der Gerüstbaufirma geltend, unter Fristsetzung (mindestens 3 Wochen).

4.
Spätestens im Fall fruchtlosen Fristablaufs suchen Sie anwaltlichen Beistand, um Ihre Interessen zu vertreten. Das Kostenrisiko ist aber erheblich:

Zitat:
Ohne mich darüber wirklich zu informieren?

Der Grad Ihres Mitverschuldens ist vorliegend schwer zu bemessen. Die Hausverwaltung hat Sie frühzeitig auf anstehende Arbeiten hingewiesen. Allein durch bloßen Zeitablauf durften Sie nicht davon ausgehen, dass doch kein Gerüst gestellt werde. Sie hätten sich hier zumindest rückversichern müssen, ob das Bauprojekt verschoben wurde. Sie haben dann auch die Bauarbeiter vor Ort gesehen, ohne spätestens dann Vorsorge zu treffen. Kaum nachweisbar dürfte (prozessual) sein, dass Sie die Auskunft erhielten, noch bis Freitag Zeit zu haben, die Fläche zu beräumen.

Liegt der Schaden nur im Bagatellbereich, rate ich von einer juristischen Auseinandersetzung ab.

Da fahrlässige Sachbeschädigung nicht strafbar ist, bringt eine flankierende Strafanzeige nichts.

Ich hoffe, Ihnen eine gute erste Orientierung gegeben zu haben und wünsche Ihnen, dass Sie bald wieder Freude an Ihrem Garten haben.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


ANTWORT VON

(42)

Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
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