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Bau einer Terasse an Grundstücksgrenze zum Nachbarn in NRW

| 18.04.2010 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde gerne eine Terasse (ca. 3 x 4 m, ebenerdig,ganz normale Konstruktion mit Betonsteinplatten) in meinem Garten an der Grundstücksgrenze zu meinem Nachbarn bauen. Es wäre eine "Zweit-Terasse" ggü. der eigentlichen Hauptterasse, um dort dann am Vormittag in der Sonne sitzen zu können (die Hauptterasse liegt morgens im Schatten). Das Grundstück des Nachbarn ist vom Standort der Zweit-Terasse wie auch ansonsten allerdings so gut wie uneinsehbar, da ca. 4 -5 m hohe Bambus- und Kirschlorbeersträucher eine "grüne Grenze" zwischen beiden Grundstücken ziehen. Hinter dieser Grenze befindet sich zudem auch kein Sitzplatz des Nachbarn, so daß sich dieser durch den Terassenbau eigentlich auch nicht (z.B. durch Gesprächslärm) gestört fühlen sollte. Die Hauptterasse des Nachbarn befindet sich auch unmittelbar an seinem Haus, ca. 7 - 8 m entfernt. Der Nachbar hat sich allerdings verschiedentlich schon sehr streitbar gezeigt, so daß ich gerne vorher die Rechtslage eindeutig klar haben möchte.

Welche Auflagen macht jetzt das Nachbarschaftsrecht oder Bauordnung NRW (oder welches Recht auch immer) für einen solchen Fall? Kann die Terasse direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden oder muss ich einen best. Mindestabstand einhalten? Gibt es etwas, das ich nicht bauen dürfte, z.B. einen seitlichen Sichtschutz mit einer Holzkonstruktion o.ä.?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

§ 6 der BauO NW sieht Abstandsflächen nur für die Außenwände von Gebäuden vor.

Terrassen sind hingegen unbedeutende bauliche Anlagen im Sinne der BauO NW und nach § 65 Abs. 1 Nr. 49 BauO NW nicht baugenehmigungsbedürftig, solange sie nicht überdacht werden. Somit sind Terrassen innerhalb der Abstandsflächen zulässig. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich nur dann, wenn von der Terrasse eine „Wirkung wie von Gebäuden“ ausgehen. Dies kann beispielsweise bei erhöhten Terrassen gegeben sein. Die von Ihnen geplante Konstruktion ist daher direkt an der Grenze zulässig.

Für die von Ihnen angesprochene Sichtschutzanlage ist § 35 Nachbarrechtsgesetz NW maßgeblich. Danach muss der Zaun / die Einfriedung ortsüblich sein. Bei fehlender Ortsüblichkeit ist eine Höhe von 1,20 m zulässig. Wenn allerdings bei Ihnen eine Ortssatzung besteht, so gelten die dort enthaltenen Regelungen. Sie sollten bei der Gemeinde /Stadt nachfragen welche Einfriedung möglich ist.

Bewertung des Fragestellers 19.04.2010 | 21:24

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