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Barwert eines Wohnungsrechtes


15.06.2007 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,

meine Mutter besitzt ein Haus. Meine Kinder möchten die Immobilie übernehmen und mich auszahlen. Der Gutachter hat ein Wert von 255000 Euro festgelegt. Den Wert des Wohnrechtes (für meine Mutter) wurde mit 28000 Euro in Abzug gebracht.

Die Berechnung dafür wurde wie folgt festgelegt

Alter Mutter: 86 Jahre
Wohnungsgröße: 95,13qm
Verzinsung: 4%
Mietzins: 5,00 Euro
Lebenserwartung laut Sterbetafel 2002/2004: 5,53 Jahre

95,13qm x 5,00 Euro x 12 = 5.708 Euro
Barwert: 5.708 Euro x 4,86 = 27.740 Euro

Frage:

Ist der Wert 5,53 Jahre laut Sterbetafel bei einem aktuellen Alter von 86 Jahren richtig ?

Sollte meine Mutter früher versterben, kann man (vertraglich geregelt) den restlichen Anteil zurückbekommen ?

Gibt es noch was zu beachten ?

M.f.G.
Matthieu

Sehr geehrter Ratsuchender,

Vielen dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Tabelle des Statistischen Bundesamtes 2003/2005 sieht eine Lebenserwartung von 5.61 Jahren für eine 86 jährige Frau vor. Bei einer Übertragung der Immobilie wird der aktuelle Wert des Wohnrechtes angesetzt.

Eine Zurückzahlung des ermittelten Wertes des Wohnrechtes bei einem vorzeitgem Ableben könnte vertraglich vereinbart werden, allerdings mit dem Nachteil, dass bei Überschreitung der durchschnittlichen Lebenserwartung eine Nachzahlung an Ihre Kinder erfolgen müsste.

Die Bewertung des Wohnrechtes auf Basis der Lebenserwartung ist für Sie als auch für die Kinder zum jetzigen Zeitpunkt eine sichere Bewertungsgrundlage auch, wenn die konkrete Lebenserwartung sicherlich von dem statistischen Wert abweichen wird und eine der Parteien dadurch benachteiligt wird, bzw. die andere einen Vorteil hieraus erhält. Allerdings können alle Parteien von einem verbindlichen Wert ausgehen,

Daher müssen Sie selbst abwägen, ob Sie eine konkrete oder abstrakte Bewertung des Wohnrechtes unter Abwägung der damit verbundenen Risiken vornehmen möchten.

Denkbar wäre beispielsweise, dass der Wert des Wohnrechtes vorläufig anhand der Lebenserwartung festgelegt wird und im Falle des Ablebens konkret angerechnet wird, mit entsprechender Zahlungsverpflichtung für eine der Parteien.

Weiterhin ist zu beachten, inwieweit eine solche Übertragung der Immobilie eine mögliche Schenkungssteuer auslöst bzw. ob die Übertragung noch von den Freibeträgen abgedeckt ist.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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