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Barlohn an nicht nicht verwandte Personen


12.07.2006 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Vorgeschrieben durch den Gesetzgeber ist, dass der Arbeitgeber für jeden Arbeitnehmer am Ort der Betriebsstätte ein Lohnkonto zu führen hat (§ 41 EStG, § 4 LStDV). Das Lohnkonto ist jeweils zu Beginn des Kalenderjahres oder mit Eintritt in das Beschäftigungsverhältnis während des Kalenderjahres einzurichten und bei Beendigung des Dienstverhältnisses, spätestens am Ende des Kalenderjahres, abzuschließen. Bei jeder Lohnzahlung hat der Arbeitgeber im Lohnkonto verschiedene Eintragungen zu machen, z. B. DEN TAG DER Lohnzahlung, den Lohnzahlungszeitraum, den Arbeitslohn - getrennt nach Barlohn und Sachbezüge - sowie die davon einbehaltene Lohnsteuer.


Besonderheiten können sich (BGH-Urteil vom 26.08.2004 IV R 68/02 und BFHE 157, 115, BStBl II 1989)
bei nahen Angehörigen ergeben. Ein Arbeitsverhältnis wird von der Finanzverwaltung nur dann anerkannt, wenn es, wie unter FREMDEN üblich, tatsächlich durchgeführt wird. Hierzu gehört ein Arbeitsvertrag, der den Tätigkeitsbereich genau umschreibt. Bei nahen Angehörigen erscheint es ratsam, den Lohn oder das Gehalt im Überweisungswege dem Empfänger zukommen zu lassen. Bei Barauszahlungen sollten man sich sich auf jeden Fall den Empfang des Geldes quittieren lassen.


Zur Frage:

im konkreten Fall geht es um Lohnzahlungen in bar an nicht nahestehende Personen (nicht verwandt und nicht verschwägert).

Ist es hier steuerrechtlich zwingend erforderlich, sich als Arbeitgeber den Erhalt des Lohns quittieren zu lassen?

Sofern man sich den Erhalt des Lohns nicht quittieren läßt, kann es dazu kommen, dass der Fiskus diese Betriebsausgaben nicht anerkennt?


Das es zivilrechtlich - aus Beweisgründen - sinnvoll ist, sich Barlohnzahlungen quittieren zu lassen ist klar und nicht Gegenstand der Frage. Hier geht es ausschließlich um steuerrechtliche Seite (Anerkennung als Betriebsausgaben)
Guten Tag,

Betriebsausgaben sind die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Aus dieser simplen Gesetzesdefinition ergibt sich schon, was Sie selbst veranlassen müssen: Sie müssen für jede betriebliche Ausgabe, die Sie steuerlich absetzen wollen, einen Beleg vorweisen können.

Wenn Sie also Lohnzahlungen auch an Fremde in bar vornehmen wollen (was ja in etlichen Branchen nicht ganz unüblich ist), benötigen Sie hierfür einen Beleg, konkret also eine Quittung. Ansonsten laufen Sie Gefahr, daß das Finanzamt die Zahlung nicht anerkennt, da Sie diese ohne Quittung nicht nachweisen können.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Wiemer
Rechtsanwältin
Freilichtbühnenstraße 24
26639 Wiesmoor
Tel. 04944 60 66
Fax 04944 60 77
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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