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Barkaufvertrag und Leaing Vertrag


01.07.2007 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Wir haben uns ein kleines Problem einghandelt, mit einem Autokauf und einem unseriösen Autoverkäufer. und möchten nachfragen ob wir ein Rechtsgespräch mit einem Anwalt führen könnten.


Folgendes ist passiert:
Wir sind am Dienstag den 26.Juni 2007 um 17:30 Uhr beim einem Opelhaus in unserer Nähe in deren Ausstellung gewesen und interessierten uns für ein Schwarzen Corsa Sport.
Wir setzten uns mit einem Verkäufer zusammen und führten ein Verkaufsgespräch.

Wir wurden uns soweit einig, das wir das Auto leasen wollten und es wurde die Schwackeliste für meinen Golf ( als Inzahlungsnahme ) aufgerufen und es wurde ein Angebot gemacht.

Wir gaben den Einwand, das wir,
das Angebot 24h überschlafen und beraten möchten,
und darauf sagte der Verkäufer, das wir ein BarkaufVertrag unterschreiben sollen, um das neue Fahrzeug zu Reservieren.
es könne ja Morgen schon anderweitig verkauft sein.

Meine Freundin gab den Einwand, das sie gar nicht Barzahlen könne.
Dadraufhin gab er zu verstehen, das es sich lediglich um eine Reservierung des Autos handelt,
das es alles bindend ist und über die Geschäftsbedingungen ( die auf der Rückseite waren )klärte er uns nicht auf.

Wir machten den Vertrag fertig, wobei ich hier
sagen muss, das meine Freudin und ich nicht alles sehr gründlich durchgelesen habe.
Meine Freundin unterschrieb den Vertrag und wir fuhren heim.

Am selben Abend noch stellten wir fest, das dieses Fahrzeug
eigentlich nicht 100 % unseren Vorstellungen entspricht.

Am nächsten Morgen Mittwoch den 27.Juni 2007 informierte ich telefonisch
den Verkäufer, das wir von diesen Vertrag zurücktreten möchten und evtl. ein Fahrzeug aus dem Katalog kaufen oder gar den Golf weiterfahren möchten.
Und den Schwarzen Corsa gaben wir zum Weiterverkauf frei.

Am Donnerstag den 28. Juni 2007 trafen wir uns zum 2. Gespräch und der Verkäufer verwies darauf, das wir bindend durch den Barverkauf ein Fahrzeug gekauft haben und er darauf besteht, bei ihm ein Auto kaufen zu müssen.

Aber er wäre ja Mensch und wir könnten aus dem Katalog ein Auto bestellen, zu seinen Konditionen.

Vor unseren Augen zerriss er den Barkaufvertrag und machte sich an die Arbeit uns eine neues Fahrezug auszurechnen.

Die dort uns ermöglichten Rabatte des neuen Fahrzeuges und Inzahlungswerte des Golfes entsprachen nicht unseren Vorstellungen.

Wir fühlten uns unter Druck gesetzt in diesem Moment, überfahren und dem Wort- und Sachgewandten Verkäufer unterlegen und willigten entnervt zum Kauf eines neuen Autos ein.

Da wir unsere rechtlichen Möglichkeiten nicht kannten unterschrieb meine Freundin ein AutoLeasing Vertrag mit Widerrufsrecht !

Da wir mit den Rabatten und Konditionen nicht einverstanden waren, holten wir am Samstag den 29.Juni 2007 bei einem anderen Opel Autohaus ein neues Angebot ein und stellten fest, das die Konditionen dann doch deutlich besser waren.

Frage:
Können wir das Widerrufrecht anwenden und den Vertrag innerhalb von 2 Wochen kündigen und was könnte der Verkäufer rechtlich gegen meine Freundin einbringen,wegen diesen zerrissenen Barkauf Vertrages ?
Und ist der Barkaufvertrag durch das zerreissen ungültig geworden ?


Die Gespräche wurden vom OPEL Verkäüfer , von meiner Freundin und mir geführt......Er hat keine Zeugen !

Da die Lieferzeit des neuen Fahrzeuges ca. 1. Sept 2007 ist,
haben wir bis jetzt keine Leistungen oder anderes erhalten, die uns in Rechnung gestellt werden könnten !
01.07.2007 | 18:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Rein rechtlich stellt sich die Situation nach Ihren Ausführungen folgendermaßen dar.
Sie bzw. Ihre Freundin hat einen wirksamen Kaufvertrag abgeschlossen ohne dass ein Rücktrittsrecht vereinbart worden ist. Der Vertrag ist auch nicht widerruflich, weil er in den Verkäuferräumen abgeschlossen wurde. Ihre Freundin hat nachträglich um ein Rücktrittsrecht gebeten. Das hat der Verkäufer nach Ihre Schilderung durch das Zerreißen des Vertrags eingeräumt. Der erste Vertrag dürfte nach Ihrer Schilderung somit unwirksam sein.
2.Der zweite Vertrag wurde widerruflich geschlossen. Sofern die Widerrufsfrist noch nicht abgelaufen ist, kann Ihre Freundin den Vertrag widerrufen. Sie muss dabei auf die Einhaltung der Form und Frist achten und den Widerruf möglichst unter Zeugen oder per Einschreiben/Rückschein abschließen.

Da der gesamte Sachverhalt noch nicht geklärt ist, rate ich Ihnen zur Wahrung Ihrer Rechte mit sämtlichen Vertragsunterlagen entweder unsere Kanzlei oder einen Kollegen vor Ort mit Ihrer Vertretung zu beauftragen. Ich kann hier nur das einschätzen, was Sie mir mitteilen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

info@anwaeltin-heussen.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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