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Bank verlangt Nichtabnahmeentgelt

| 14.01.2009 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


Ich habe ein Forward Darlehen abgeschlossen mit der Laufzeit von 10 Jahren, aber erst ab Mai 2010, es sollte den dann abgelaufenen Kredit von einer anderen Bank übernehmen. Da sich meine persönliche Situation massiv verschlechtert hat nutzte ich im Dezember die Möglichkeit meine Eigentumswohnung zu verkaufen. Nun will die Bank für das damit hinfällig gewordene Darlehen eine Nichtabnahmeentschädigung in Höhe von über 12% der Darlehenssumme, obwohl dafür die Leistung, sprich Auszahlung, erst in 16 Monaten zu erbringen gewesen wäre. Das Darlehen wurde bisher nicht durch ein Grundpfandrecht gesichert. Dennoch beruft sich die Bank bei Ihrer Forderung auf den § 490 BGB , in diesem § ist ein entstandener Schaden zu ersetzen. Wie kann der Bank aber ein Schaden jetzt schon entstanden sein, wenn sie noch garkeine Leistung erbracht hat und noch 16 Monate Zeit hat das Geld andersweitig zu verleihen.

14.01.2009 | 18:08

Antwort

von


(1412)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die betreffende Bank muss, um die entsprechenden Darlehensmittel bereitstellen zu können, sich selbst, z.B. bei anderen Bank, refinanzieren. D.h. die Bank hat für Ihr Foworddarlehen, auch wenn es noch nicht ausgezahlt worden ist, eine Refinanzierung für den Zeitraum von Mai 2010 bis 2020 abgeschlossen. Da das Darlehen von ihnen nicht in Anspruch genommen wird, wird die Bank die Refinanzierung zurückgeben.

Zwischen Ihrem Darlehen und der Refinanzierung der Bank besteht in der Regel eine Zinsmarge (Aufschlag), die neben den Aufwendungen und Kosten auch den Gewinn für die Bank darstellt. Gerade diese Marge wird die Bank nun bei Ihnen in Form der Nichtabnahmeentschädigung geltend machen. Da Sie Ihre vertragliche Verpflichtung aufgrund der Veräußerung der Immobilie nicht erfüllen können, sind Sie grds. auch verpflichtet der Bank den Schaden zu ersetzen, der aus dem Darlehensvertrag hervorgeht.

Ob dies im Ergebnis über 12 % sind, kann ich nicht beurteilen, da diese Nichtabnahmeentschädigung (Vorfälligkeitsentschädigung bei laufenden Darlehen) einer aufwendigen Berechnung zugrunde liegt.

Aufgrund der fehlenden Sicherheit und der wirtschaftlichen Situation bietet es sich an, mit der Bank eine vergleichsweise Regelung zu treffen.

Hierzu empfehle ich Ihnen sich an einen Kollegen vor Ort zu wenden, der die Verhandlungen mit der Bank aufnimmt. In Bezug auf die Berechnung der Nichtabnahmeentschädigung können Sie sich auch an eine Verbraucherzentrale wenden.

Ich hoffe Ihnen einen verständlichen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 19.01.2009 | 16:19

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In der Kürze konnte er wohl nicht auf alle Aspekte eingehen, aber die Grundsatzfrage wurde beantwortet und ich weiß jetzt, wie ich weiter vorgehen muß.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.01.2009
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In der Kürze konnte er wohl nicht auf alle Aspekte eingehen, aber die Grundsatzfrage wurde beantwortet und ich weiß jetzt, wie ich weiter vorgehen muß.


ANTWORT VON

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