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Bank leitet Zwangsversteigerung von Immobilie ein


03.03.2018 09:58 |
Preis: 25,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Einstellung Zwangsversteigerung


Guten Tag, wir haben ein offenes laufendes Darlehen, was vor Jahren gekündigt wurde seitens der Bank.
Stillschweigend aber weiterlief nach der Vereinbarung vor einem Jahr, solange die Raten getilgt werden ist alles in Ordnung. Nun kam vom Amtsgericht das Schreiben, dass die Bank, welche am 1. Rang steht das Verfahren wieder auflaufen lässt. Wir waren überrascht. Hätten wir das gewusst hätten wir das Objekt am freien Markt angeboten oder die Raten auf ein Minimum gesenkt. Nun unsere Frage was können wir tun, damit es nicht zwangsversteigert wird.
1. Können wir beim Amtsgericht einreichen, dass wir die Stilllegung des Verfahrens wollen, weil wir die Raten zahlen?
2. Muss die Bank uns nicht vorher schriftlich davon in Kenntnis setzen und dann eine Frist zur Ablösung der offene Summe anbieten?
3. Wenn wir der Bank das Geld was wir ihr noch schulden zahlen, stellt sich dann das Verfahren ein?

Vielen Dank, Vanessa

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Bank hat bereits vor Jahren das Darlehen gekündigt. d.h. im Prinzip hätten Sie das Haus schon dann auf dem offenen Markt anbieten können und sollen. Es bestand kein genehmigter (offizieller) Kredit mehr, sondern - wie Sie schreiben - eine Vereinbarung, dass die Bank sich stillhält, solange die Raten gezahlt werden. Scheinbar haben Sie jedoch die Raten trotz der Vereinbarung nicht gezahlt, denn sonst würde die Bank nunmehr nicht das Verfahren weiterführen. Prüfen Sie, ob bei der Kreditkündigung damals die Konsequenzen angekündigt wurden. Haben Sie die Raten regelmäßig gezahlt, s. weiter untern §30a ZVG.

Sie können die Gesamtsumme auf einmal zahlen (z.B. neuer Kredit bei anderer Bank, Geld leihen), dann wird die Versteigerung nicht mehr stattfinden. Können Sie das nicht, sollten Sie schnellstmöglich mit der Bank verhandeln, dass Sie den Verkauf innerhalb einer Frist freihändig machen wollen oder lassen das durch die Bank freihändig verkaufen.

Sie müssen unbedingt Montag mit der Bank sprechen, denn der Rechtsweg wäre zu lang und zu teuer und Reden hilft hier weiter. Einen Rechtsweg mit einem Anwalt zu bestreiten würde weitere Kosten verursachen.

Die Bank kann auch die Einstellung beim Amtsgericht genehmigen, s. §30 ZVG:
§ 30
(1) 1Das Verfahren ist einstweilen einzustellen, wenn der Gläubiger die Einstellung bewilligt. 2Die Einstellung kann wiederholt bewilligt werden. 3Ist das Verfahren auf Grund einer Bewilligung des Gläubigers bereits zweimal eingestellt, so gilt eine erneute Einstellungsbewilligung als Rücknahme des Versteigerungsantrags.

Die Bank wird es aber wohl nicht 2mal bewilligen, da dies eine kostenpflichtige Rücknahme für die Bank bedeuten würde. Daher prüfen Sie, ob es bereits der 3. Fall wäre oder erst der 2. (dann eher wahrscheinlich).

Es kommt hier auf das Goodwill der Bank an!

Oder Sie stellen einen Antrag nach §30a ZVG:
§ 30a
(1) Das Verfahren ist auf Antrag des Schuldners einstweilen auf die Dauer von höchstens sechs Monaten einzustellen, wenn Aussicht besteht, daß durch die Einstellung die Versteigerung vermieden wird, und wenn die Einstellung nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Schuldners sowie nach der Art der Schuld der Billigkeit entspricht.

Dann müssten Sie darlegen, dass Sie z.B. bereits einen Käufer haben (oder sich ganz schnell kümmern) oder aber wenn die Raten regelmäßig gezahlt wurden, dass die ZV unbillig wäre.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2018 | 11:17

Guten Tag,
die Bank hat damals das Darlehen gekündigt weil Monatsraten nicht getilgt wurden, hat es aber 2017 im April laufen lassen mit der Vereinbarung, wenn nun regelmässig gezahlt wird bleibt es offen. Das Darlehen war immer frei, nie fest gebunden seit fast 20 Jahren.
Seit einem Jahr zahlen wir die Rate regelmässig und hoch und dann kündigt die Bank trotzdem.
Darf dann die Bank die Versteigerung dennoch einleiten, wenn es seit einem Jahr kein Grund gab?
Mein Partner lebt in Scheidung und die Bank sagt sie möchte wissen wie hoch die Abfindung an den Partner ist, weil dieser im Darlehnsvertrag steht, aber nie etwas gezahlt hat. Diese Entscheidung kann sich bei Gericht noch Jahre hinziehen. Und wir dachten, solange wir die Raten zuverlässig an die Bank zahlen, läuft ein Hypothken Darlehen weite
Die Bank sagte wenn sie die Rückziehung bei Gericht macht, wäre es das dritte Mal und sie sässe auf den Kosten. Wir haben angeboten für die Kosten Gerichtsgutachter etc. von 2000Euro bis 3000 Euro aufzukommen.
Wenn die Bank als Kunde uns weiterbehält sollten wir schriftlich einen Zeitraum festlegen? Damit sie nicht wieder eine Versteigerung einleiten lassen können?
Beziehungsweise, wir zahlen seit einem Jahr die Rate regelmässig. Vielen Dank Vanessa

Wir waren schon am Überlegen ob wir durch einen neuen Kredit die Summe ablösen lassen, die Kreditrate wäre niedriger wie die Tilgung bei der Bank monatlich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2018 | 12:02

Das deckt sich ja mit meinen Ausführungen, dass beim 3. mal die Bank nicht mitmachen wird, weil sie alle Kosten tragen muss. Das würde nämlich die Rücknahme bedeuten und der, der ein Rechtsmittel zurücknimmt, hat auch die Kosten zu tragen. Letztendlich kämen Sie eben am besten mit einer Umfinanzierung aus der Sache raus, d.h. ein neuer Kredit, sofern dieser bewilligt wird, da i.d.R. ein negativer Schufa-Eintrag vorliegt. Wenn jedoch es sich um Schulden Ihres Mannes handelt, sprechen Sie doch mit der Bank oder einer anderen, ob Sie als Bürgin fingieren könnten.

Ihr Mann müsste mit seinem Anwalt schnell auch alle Scheidungsfolgen berechnen. Sollte er noch keinen Anwalt haben, helfen wir gerne weiter!

Durch eine Scheidung tritt eine Vermögensverschlechterung ein, daher reagiert die Bank jetzt so und darf das leider auch.

Spielen Sie mit offenen Karten, lassen Sie anwaltlich schnell alles berechnen und bemühen sich ggf. um eine Umfinanzierung oder aber Sie als Bürgin kommen ins Spiel. Aber auch das müsste anwaltlich vorher genau durchgesprochen werden.

Gerne helfen wir weiter!


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