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Bank ist Zahlungsunfähig


17.08.2006 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Guten Tag,
Ich habe mit der Privatbank Reithinger einen Investment Sparvertrag abgeschlossen.
Der Vertrag begann am o1.01.05.Die Beträge wurden von der Bank per Lastschrift eingezogen.
Nun habe ich erfahren, das die Bank nicht mehr geschäftstüchtig ist.Wie gehe ich jetzt vor um mein Geld wieder zu bekommen?

Gruß Uhu

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie auf die aktuelle Situation hinweisen und aufklären:

Die Privatbank Reithinger gehörte seit September 2002 nicht mehr dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB) an. Anlegergelder sind daher nur über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) und damit in einem weit geringeren Umfang abgesichert.

Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken war, ist eine mögliche Entschädigung auf 20.000 € je Kunde begrenzt. Bei einem Selbstbehalt von 10 Prozent von 90 % der Einlage, höchstens jedoch bis zu 20.000 Euro. Das heißt, ein Kunde mit Einlagen in Höhe von 25.000 Euro würde zum Beispiel mit 20.000 Euro, eine Kunde mit Einlagen in Höhe von 15.000 Euro mit 13.500 Euro entschädigt.

Anleger, denen nach dem 11. September 2002 geraten wurde, Gelder in Sparpläne der Privatbank Reithinger zu investieren, hätte auf diesen eingeschränkten Risikoschutz hingewiesen werden müssen. Anleger sollten daher im Einzelfall dringend prüfen lassen, ob Schadenersatzansprüche beispielsweise gegen Anlageberater bestehen, die zu dieser von vornherein riskanten Geldanlage geraten haben, ohne auf das erhöhte Verlustrisiko hinzuweisen.

Dies gilt auch für den in den zurückliegenden Monaten vertriebenen „Garantie-Sparplan FGS 25“ der Privatbank Reithinger, der darüber hinaus aufgrund seiner Anlagestrategie und der hohen Weichkosten besondere, aufklärungsbedürftige Risiken beinhaltete.

Darüber hinaus müssen die nach der Entschädigung verbleibenden Schadenpositionen im Falle einer Insolvenz der Privatbank Reithinger zur Insolvenztabelle angemeldet und gegenüber einem Insolvenzverwalter durchgesetzt werden.

Nunmehr wurde die Privatbank Reithinger am 2. August 2006 von der Bankenaufsicht (BaFin) geschlossen. Als Grund werden undurchsichtige Geschäfte des bisherigen Eigentümers und die Einbindung der Bank in ein "unübersichtlichen Unternehmensgeflecht". In diesem Fall habe die BaFin keine andere Möglichkeit gehabt, als der Bank die Erlaubnis zu entziehen und zum Schutze der Gläubiger ein Moratorium (also eine vorläufige Aussetzung) zu verhängen.

Juristisch ist diese Entwicklung nicht überraschend. Denn bei dem "unübersichtlichen Unternehmensgeflecht" handelt es sich um die bei Anlegerschützern wohl bekannte Unternehmensgruppe des Klaus D. Thannhuber. Dieser trat in der Vergangenheit als Vorstand der DBVI AG sowie Initiator der DBVI-Fonds hervor, wobei die Privatbank Reithinger in der Regel die Finanzierung der Fondsanleger übernahm. In den Augen der Bankenaufsicht genügt Herr Thannhuber als Inhaber einer bedeutenden Beteiligung an dem Kreditinstitut nicht den im Interesse einer soliden und umsichtigen Führung der Bank zu stellenden Ansprüchen.

Tannhuber initiierte mit seiner European Securities Invest SECI GmbH Wertpapierhandelsbank auch den aktuell im Vertrieb befindlichen Capital Advisor Fund II mit einem Volumen von 120. Mio. €, der von der IFF AG des Michael Turgut, früher Chef des jetzt inaktiven Anlagevertriebs Futura Finanz Finanz- und Wirtschaftsberatung AG, exklusiv vertrieben wird.

Bereits im Juni musste die DBVI ihre Immobilien um 23 Mio. € abwerten. Das Grundkapital sei von 57,8 Mio. € auf weniger als die Hälfte geschrumpft, hieß es. Anwalt Nittel rechnen mit einem verbliebenen Stammkapital von weniger als 10 Mio. €. Denn neben überbewerteten Immobilien hat der von der DBVI AG aufgelegte Deutschlandfonds rund 20 Mio. € in Inhaberschuldverschreibungen der Privatbank Reithinger investiert.

Diese dürften bei einer Pleite des Bankhauses ebenso verloren sein, wie große Teile der nur minimal abgesicherten Anlegergelder.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und empfehle Ihnen die weitere Bearbeitung hinsichtlich der von mir genannten möglichen Ansprüche, durch einen Rechtsanwalt. Hierfür stelle ich mich gerne zur Verfügung. Schreiben Sie einfach eine Mail (tawil@tawil.de) oder rufen Sie an unter 030/30881292.

Mit freundlichen Grüßen

RA Tawil
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