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Balkonvergrößerung in einer drei Parteien Wohnung - eine Partei stimmt nicht zu.

13.08.2018 20:44 |
Preis: 65,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Wir sind im Besitz einer Eigentumswohnung von insgesamt 3 Wohnungen.
Unsere Wohnung ist im 2.Stock (oberste Stock).
Wir wollen einen bestehenden Balkon 4mx1,40m vergößern auf 4mx3m. Auf Anfrage bei der Gemeinde und dem Landratsamt wurde uns versichert das dieses Bauvorhaben ein verfahrensfreies ist, weil wir insgesamt unter 40m³ sind.
Architekt hat uns aus keine Bedenken bestätigt.
Statiker ist derselben Meinung, und hat uns auch noch eine Zeichnung für unser Bauvorhaben erstellt.

Nun zu unserem Problem:
Der Nachbar im Erdgeschoss, hat nach persönlichem Anfragen von uns, zwecks Zustimmung wegen diesem Bauvorhaben, uns Mittegteilt das er dies nicht möchte.
Seine Begründung dafür liegt darin das wir angeblich, Ihm sein Zimmer mit Fenster, das 2.Stöcke unter uns liegt, die Sonnenzeit nehmen würden.
Arichtekt und Statiker haben diese Begründung nicht Zugestimmt, weil zwischen unserem Stock und dem Erdgeschoss noch ein weiter Balkon schon angebaut ist.
Außerdem wollen die Nachbarn im Erdgeschoss die Wohnung verkaufen, und ziehen bis ca. März aus.
Da Ihr Makler angeblich schon Fotos gemacht hat, könnten wir, laut Ihren Aussagen, auch aus diesem Grund unseren Balkon nicht vegrößern.

Im 1.Stock wohnen die Eltern meiner Frau, die uns die Zustimmung für das Bauvorhaben gegeben haben.
Somit hätten wir 2/3 Merheit.

Es gilt das Wohnungseigentumgesetz.

Wie können wir jetzt vorgehen?
Können wir über einen Merheitsbeschluss gehen, oder gibt es andere Möglichkeiten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Die Erweiterung des Balkons stellt eine auf Dauer angelegte Veränderung des Gemeinschaftseigentums dar, welche das äußere Erscheinungsbild des Anwesens betrifft. Somit ist prinzipiell von einer baulichen Veränderung im Sinne von Par. 22 Abs. 1 WEG auszugehen. Für diese ist neben der Entscheidung einer Mehrheit in der Eigentümerversammlung, die Sie ja unproblematisch erreichen können, zusätzlich die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich, die von der Balkonerweiterung mehr als nur unerheblich beeinträchtigt werden.

Dies dürfte auch auf den Nachbarn im Erdgeschoss zutreffen. Aus diesem Grund erscheint es vorzugswürdig mit diesem zu verhandeln und gerade in Bezug auf den bevorstehenden Wohnungsverkauf zu ermitteln, unter welchen Voraussetzungen er seine Zustimmung doch erteilen würde. Möglicherweise kostet Sie dies einen gewissen Geldbetrag, doch ist dieser angesichts der Erreichung des Ziels und der Vermeidung eines zeit- und kostenintensiven Rechtsstreits ggf. gut investiert.

Eine abschließende Beurteilung ist erst in Kenntnis aller Details, insbesondere der Teilungserklärung, möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2018 | 08:58

Sehr geehrter Herr Böhler,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich hätte jetzt nur noch eine Frage, wenn ich dieses Bauvorhaben ohne schriftliche Zustimmung der Erdgeschoss Wohnung trotzdem durchführen würde, was könnte auf uns dann zukommen?
Kann er das zurück bauen, des Balkons fordern, und würde er damit durchkommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2018 | 11:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Der Nachbar könnte eine Beseitigung über die Par. 1004 Abs. 1, 862 BGB verlangen und seine Ansprüche ggf. über den Weg einer einstweiligen Verfügung durchsetzen bzw. klagen. Dies deshalb, weil ein nicht den Anforderungen an die Zustimmungserfordernisse des WEG errichteter Bau nicht als rechtmäßig anzusehen ist. Dann würden Sie neben den Kosten für den Rückbau auch mit den Prozesskosten belastet (deren Höhe kann im Rahmen dieser Plattform nicht beziffert werden, da sie vom Gegenstandswert abhängen).

Ich bedauere, Ihnen kein für SIe günstigeres Ergebnis mitteilen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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