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Balkontüre und Scheibe defekt


26.03.2007 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte/r Rechtsanwalt/-tin,

durch den Sturm Kyrill ist eine Scheibe unserer Einfachverglasten Balkontüre kaputt.

Der Vermieter verlangt die Reperatur durch uns, da im Mietvertrag für kleinere Instandsetzungsarbeiten im Wert bis zu 89,-Euro von uns durchgeführt werden müssen.

Ist das richtig?

Der zweite Fall in diesem Zusammenhang ist komplizierter:

Im Rahmen der Renovierung beim Einzug 2004 machten wir den Vermieter auf die sowieso undichte, ca 40 Jahre alte Balkontüre aus Holz aufmerksam und haben nach Abspache mit ihm bei meinem Schwiegervater einen Kostenvoranschlag für eine neue moderne Tür machen lassen (Schwiegervater hat nähmlich eine Fensterbaufirma).

Telefonisch habe ich dem Vermieter nach Erhalt des KVA die Kosten mitgeteilt und er hat die Reperatur abgelehnt.

Durch die undichte Tür treten die üblichen Nebenwirkungen auf: es zieht, Heizkosten sind hoch und die Scheiben beschlagen im Winter, was wir mit einem Handtuch abwischen (1h lüften reicht nicht aus).

Die Tür ist generell verzogen und man muß sie mit Gewalt schließen.

Jetzt sollen wir auch noch dafür sorgen, daß die Tür ordnungsgemäß funktioniert. Mit der Begründung, daß uns bei Abschluß des Mietvertrages der Zustand der Tür bekannt gewesen ist und er somit nicht dafür aufzukommen braucht.

Was tun? Wer muß was machen? Generell ist eine neue Tür das sinnvollste?

Vielen Dank für eine Antwort ;-)
chicken_wing











Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sofern die Reparatur der Balkontüre weniger als EUR 89 kostet, könnte sie eine Kleinreparatur sein, die nach dem Mietvertrag von Ihnen zu tragen ist, wenn die Kleinreparaturklausel wirksam ist.

Ist die Reparatur aber teurer, handelt es sich nicht um eine Kleinreparatur, so daß die Kosten auf jedenfall vom Vermieter zu tragen wären.

Wenn Sie die Undichtigkeit der Scheibe bereits bei Einzug gerügt haben, haben Sie den Zustand nicht als vertragsgemäß akzeptiert, so daß Ihnen diesbezüglich ein Instandsetzungsanspruch zustehen wird.

Weigert sich der Vermieter trotz Fristsetzung, können Sie die Reparatur auf eigene Kosten vornehmen lassen und ihm in Rechnung stellen bzw. mit der Miete verrechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen auch für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.online-rechtsauskunft.net
www.online-akteneinsicht.net
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidungen.de

<img src="http://www.andreas-schwartmann.de/logo.gif">

Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2007 | 16:29

Danke für die schnelle Antwort.

Aber entsteht dadurch nicht eine skurile Situation? Ich zahle evtl.bis 89,- Euro die Scheibe und er darf (oder muß) dannach die ganze Tür ersetzen? Ist die Instandhaltungsklausel überhaupt auf Fenster wirksam? (§8.2)



Auch stehen jetzt 2 Briefe mit Fristen gegeneinander: er hat geschrieben "Scheibe ersetzen bis zum 01.04" und ich schrieb zurück "Tür ersetzen/in Augenschein nehmen bis zum 15.04"

Was passiert, wenn ich seinen Termin verstreichen lasse? Muß ich evtl. eine von ihm beauftragte Firma komplett bezahlen?

Viele Grüße und danke!

chicken_wing

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2007 | 22:16

Vielen Dank für die Nachfrage.

Sie haben Recht: Sofern die Undichtigkeit der Tür nur durch einen vollständigen Austausch behoben werden kann, wäre es natürlich unsinnig, daß Sie zunächst den Ersatz des Fensters bezahlen.

Die von ihm gesetzte Frist brauchen Sie auch nicht beachten, denn die Reparatur der Scheibe müsste er ohnehin selbst veranlassen - die Kleinreparaturklausel begründet allenfalls eine Kostentragungspflicht und keinen Anspruch des Vermieters darauf, daß Sie die Reparatur auch selbst in Auftrag geben.

Das Verstreichenlassen der Frist wird also keine Nachteile mit sich bringen können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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