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Balkonsanierung - Garantiesache oder nicht?

| 29.09.2008 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Ich habe im Mai 2008 von einer Firma meinen Balkon sanieren lassen.(Preis 2.488,89 €)
Als Belag habe ich keine Fliesen genommen, sondern einen sogenannten Granat-Steinteppich.
Das sind winzig kleine Steine, die zu einer Masse verarbeitet und auf dem Boden verteilt werden. Laut Homepage der Firma gibt es darauf 5 Jahre Garantie.
Wenn dieser Steinteppich richtig ausgetrocknet ist, muss er nochmals mit so einer Art Lasur gestrichen werden. Der Handwerker, der auch gleichzeitig Firmenbesitzer ist, hat meinem Bruder nach Abschluss seiner Arbeit einen Eimer davon verkauft. Mein Bruder ist ebenfalls – vor seinem Ruhestand selbstständiger Handwerker gewesen und in allen handwerklichen Tätigkeiten sehr begabt und hat auch nicht das erste Mal mit dieser Lasur gearbeitet.
Es war ihm also durchaus klar, dass er nur bei trockenem Wetter mit diesem Material arbeiten kann und hat extra warme Tage abgewartet, um diesen Schutz aufzutragen. Nach der Verarbeitung darf man den Balkon einige Stunde nicht betreten. Während des Trockenvorganges wurden einige tellergroße milchige Flecken an verschiedenen Stellen des Balkons sichtbar, die auch nach Beendigung der Trockenphase nicht wieder verschwanden.
Mein Bruder hat daraufhin bei der Firma angerufen und diese Flecken reklamiert. Als Auskunft kam lediglich, dass er sich wohl nicht daran gehalten hat, diese Arbeit nur bei trockenem Wetter auszuführen. Es hat definitiv nicht geregnet – weder davor noch danach. Eigentlich wäre es wohl ja auch logisch, sollte mein Bruder einen Fehler gemacht haben, dass dann der komplette Bodenbelag milchig wird und nicht nur einige Stellen.
Ist dies nun eine Garantiesache oder nicht – wobei ich noch dazu sagen muss, dass das mit der Garantie nur in seiner Homepage steht, nicht aber in der Rechnung.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ihnen stehen in der Tat Gewährleistungsansprüche gegenüber der Firma zu, wenn der Steinteppich einen Mangel aufweist, der nach der Lasurbearbeitung zu den Flecken geführt hat. Da Sie Ansprüche gegenüber der Firma stellen möchten und den Preis wohl schon vollständig gezahlt haben, also kein Zurückbehaltungsrecht mehr geltend machen können, müssten Sie im Streitfall beweisen, dass ein solcher Mangel vorliegt.

Angesichts Ihrer Schilderung spricht in der Tat vieles dafür, dass der Steinteppich tatsächlich einen Verarbeitungsmangel aufweist und die Flecken nicht auf falsche Behandlung durch Ihren Bruder zurückzuführen sind. Definitiv wird sich dies jedoch nur durch ein Sachverständigengutachten ermitteln lassen.

Sie sollten am besten einen Anwalt beauftragen, der für Sie Ansprüche nochmals energisch gegenüber der Firma anmeldet. Sollte sich die Firma weiterhin weigern, wäre zu überlegen, ob ein so genanntes selbstständiges Beweisverfahren in die Wege geleitet werden soll. Hierbei handelt es sich um ein gerichtliches Verfahren, welches ausgerichtet ist auf die Beauftragung eines vom Gericht benannten Sachverständigen, der sich der Sache annimmt. Das Ergebnis des Gutachtens dieses Sachverständigen bildet dann die Basis für eventuelle weitere Ansprüche Ihrerseits gegen die Firma.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage wie auch für eine Vertretung in dieser Angelegenheit stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Rückfrage vom Fragesteller 29.09.2008 | 14:58

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Frage.
Ich habe allerdings noch ein Problem. Mir ist leider die Auftragsbestätigung dieser Firma irgendwie abhanden gekommen. Ich habe nur noch die Rechnung, die auch bereits bezahlt ist. Ist das für ein evtl.gerichtliches Verfahren relevant, dass ich diese Bestätigung nicht mehr habe?

Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.09.2008 | 15:20

Nur dann, wenn die Firma bestreiten sollte, dass Sie ihr den Auftrag über die Lieferung und Verlegung des Steinteppichs erteilt haben, bräuchten Sie eventuell einen schriftlichen Nachweis über die Auftragserteilung. Diesen Nachweis werden Sie aber auch mit der Rechnung führen können, wenn auf dieser, wie üblich, der Auftragsinhalt vermerkt ist. Möglicherweise können Sie auch Ihren Bruder als Zeugen für die Auftragserteilung benennen.

Schaden dürfte die Nichtvorlage der Auftragsbestätigung daher nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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