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Bafög mit 30 nach Kindererziehung und abgebrochenem Studium

03.06.2016 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um folgenden Sachverhalt:

Ich bin 30 Jahre alt, alleinerziehende Mutter eines 5 ½ -jährigen Kindes und habe bisher keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Im Oktober 2008 zog ich von Berlin nach Halle Saale um dort mein Erststudium zu beginnen. Da mir das Studium nicht zusagte und großes Heimweh hatte zog ich schließlich im September 2009 nach Berlin zurück. Das Studium war per se zu diesem Zeitpunkt abgebrochen. Eine Exmatrikulation erfolgte allerdings erst sehr viel später. Da ich damals keinen Anspruch auf Bafög hatte, habe ich auch nicht die Auswirkung der verzögerten Exmatrikulation auf einen späteren Bafög Anspruch bedacht.
Kurze Zeit nach meiner Rückkehr wurde ich schwanger, seitdem befinde ich mich im Hartz-4-Bezug und kümmere mich nur um mein Kind.
2014 habe ich noch eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin begonnen und das erste Semester sehr gut abgeschlossen, musste dann aber unterbrechen weil ich Schule in Vollzeit, die Kindererziehung und nebenbei arbeiten nicht unter einen Hut bekommen habe. Die Ausbildung könnte ich im Februar 2017 fortsetzen.
Habe ich eine Chance auf elternunabhängiges Bafög für diese Ausbildung oder ein erneutes Studium?

03.06.2016 | 16:01

Antwort

von


(2373)
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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich befürchte, Sie werden keinen Anspruch haben:

Zunächst fehlt es wahrscheinlich an der 5jährigen Erwerbstätigkeit.

Denn die Exmatrikulation hat wohl nicht rechtzeitig stattgefunden und diese gesamte Zeit zählt dann nicht mit.

Das müsste aber anhand der genauen Zeiten noch weiter geprüft werden.

Aber der Beginn der Ausbildung muss auch nach Vollendung des 30. Lebensjahres liegen um elternunabhängiges BAföG zu bekommen.

Auch das ist nicht der Fall.

Die Fortsetzung nach der Unterbrechung wird nicht als Neubeginn zu berücksichtigen sein.


Aber den Antrag können Sie natürlich immer stellen.

Da einzelne Punkte so nicht abschließend ohne genaue Fakten und Zahlen bewertet werden können, rate ich Ihnen dazu einen Antrag auf Vorabentscheidung nach § 46 Absatz 5 Satz 1 BAföG zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 05.06.2016 | 21:33

Soweit ich weiß, werden ja Zeiten der Kindererziehung einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt oder nicht? Dementsprechend würde ich nach Abzug der Ausbildungszeiten die 5-Jahres-Grenze im September erreichen.
Verstehe ich es dann richtig, dass eine Fortsetzung der Ausbildung nicht unterstützt werden würde aber ein Neubeginn der gleichen Ausbildung z.B. an anderer Schule schon?
Und wann gilt denn ein Studium als abgebrochen? Grundsätzlich erst mit der Exmatrikulation oder, wie in meinem Fall, zu dem Zeitpunkt als ich den Studienort dauerhaft verlassen und keine Verantsaltungen mehr besucht habe?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.06.2016 | 08:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich wird das gleichgestellt, das ist richtig.

Aber hier liegt die Besonderheit vor, dass Sie nach wie vor immatrikuliert gewesen sind.

Diese überschneidenden Zeiten müssen Sie also leider ausklammern, so dass die fünf Jahre dann nicht erreicht sind.

Das Studium gilt dann als abgebrochen, wenn die Exmatrikulation erfolgt ist.

Das dauerhafte Verlassen des Studienorts spielt ebensowenig eine Rolle wie die Tatsache, dass Sie keine Veranstaltungen mehr besucht haben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

ANTWORT VON

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