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Badsanierung nach Rohrbruch


| 08.12.2016 00:28 |
Preis: 26,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo Anwaltsteam,

nach einem Rohrbruch wurde mein Bad demoliert, die Regipswand zum Rohrschacht aufgestemmt und etliche Fliesen zerschlagen. Weitere Fliesen wurden im Zuge einer Trocknungsmaßnahme aufgebohrt. Auch die Verkleidung der Badewanne wurde zerschlagen. Als Mieterin habe ich bei der zuständigen Wohnungsverwaltung beantragt, diese Schäden zum Anlass für eine grundsätzliche Badsanierung zu nehmen, da das Bad schon 19 Jahre alt ist und auch die Geräte wie Heizer oder Lüfter den Standards der 1990er Jahre entsprechen. Die Wohnungsverwaltung beauftragte mich, entsprechende Angebote einzuholen. Diese waren jedoch der Verwaltung zu teuer, so dass entschieden wurde, nur die kaputten Fliesen zu ersetzen und den früheren Zustand wiederherzustellen.

Nun hatten mir aber mehrere Handwerker bei den Besichtigungen erklärt, dass zumindest im Wannenbereich aus Gründen der Feuchteisolierung eine Neuverfliesung unumgänglich notwendig sei und dass kein verantwortungsvoller Fliesenleger sich mit dem bloßen Ersatz der kaputten Fliesen begnügen würde. Lediglich ein Handwerker war anderer Meinung, und dieser hat - Überraschung! - den Auftrag erhalten.

Die Wohnungsverwaltung glaubt seinem Urteil, weil er so schön billig ist, und ich glaube den anderen Handwerkern, weil ich ein schönes Bad haben möchte. Wie aber kann ich jemanden finden, der unparteiisch, kompetent und ohne eigene Interessen die Wahrheit sagt? Welche Rechte habe ich als Mieterin überhaupt in solch einem Fall. Ich will kein Gutachten beauftragen, das kann ich mir gar nicht leisten.

In der Hoffnung, dass Sie einen Rat wissen, grüßt Sie freundlich



08.12.2016 | 01:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann die Verwaltung lediglich den vorherigen Zustand wiederherstellen. Bis zur Beseitigung des vertragswidrigen Zustandes steht Ihnen eine Mietminderung zu. Wie hoch diese ist, kann nur Anhand der Beeinträchtigungen (wie gänzliche oder eingeschränkte Nutzbarkeit, Geruchsbelästigung oder ähnliches) beurteilt werden. Gerne können Sie mir diese im Rahmen der Nachfragefunktion schildern damit ich einen ungefähren Wert nennen kann.

Das einzige was Ihnen bleibt um Einfluss auf die Verwaltung zu nehmen, diese auf die Notwendigkeit der Neuverfließung im Bereich der Badewanne hinweisen und die Stellungnahme der anderen Handwerker vorlegen, wonach durch die Nichtvornahme eine unzureichende Feuchtigkeitisolierung zu erwarten ist. Ferner sollten Sie diese darauf Hinweisen, dass im Bad übermäßig auftretende Feuchtigkeit Sie jedenfalls zu Mietminderung i.H.v. etwa 5 bis 10% der Warmmiete berechtigt. Sollte es gar schimmeln, so ist eine höhere Mietminderung gerechtfertigt. Insofern ist die Sparpolitik der Verwaltung nicht gerechtfertigt und könnte zu Doppelausgaben führen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Evgen Stadnik

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2016 | 11:43

Hallo Herr Stadnik,

vielen Dank für Ihre ausführliche und kompetente Antwort, die mir weitergeholfen hat. Das Ausrechnen der Mietminderung wäre ein komplizierter Fall für sich, zumal es zwischenzeitlich auch eine Trocknungsmaßnahme gegeben hat. Aber eine Zusatzfrage möchte ich doch noch stellen: Spielt es denn überhaupt keine Rolle, dass das Bad schon 19 Jahre auf dem Buckel hat und in einigen Jahren ohnehin sanierungsreif sein wird? Darf der Vermieter unbegrenzt die Sanierung verweigern?

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2016 | 12:04

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider muss ich Sie enttäuschen.

Natürlich bietet sich gerade jetzt die Möglichkeit das Bad nach 19 Jahren grund zu sanieren, allerdings ist der Vermieter nur zur Beseitigung der Schäden verpflichtet.
Sollte tatsächlich erhöhte Feuchtigkeit im Bad auftreten und sich Schimmel bilden, so ist der Vermieter verpflichtet die Ursache zu finden und zu beseitigen. Falls er dies verweigert können Sie das Mietverhältnis außerordentlich fristlos kündigen.
Ansonsten können Sie nur unter Anwendung der obigen Argumentation den Vermieter umszustimmen.

viele Grüße
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 08.12.2016 | 12:09


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"Beide Antworten von Herrn Stadnik kamen prompt und gingen auf mein Anliegen gut ein. Herr Stadnik hat mir sehr geholfen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.12.2016
5/5.0

Beide Antworten von Herrn Stadnik kamen prompt und gingen auf mein Anliegen gut ein. Herr Stadnik hat mir sehr geholfen.


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