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BU-Rente vs. Krankentagegeld der PKV

| 19.03.2019 14:39 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Zusammenfassung: Soweit eine Berufsunfähigkeit nach ununterbrochener Erkrankung eingetreten ist, zahlt die private Krankenversicherung für maximal 3 Monate parallel zum BUZ-Versicherer. Die Besserstellung gegenüber dem gesunden Versicherten wird bewusst hingenommen.

Guten Tag, ich habe folgende Frage:

Ich bin seit 1998 privat Krankenversichert (A....z) und erhalte wegen einer schweren Erkrankung nach Beendigung der Lohnfortzahlung seit August 2018 das bei der PKV versicherte Krankentagegeld i.H.v. ca. 1980 EUR mtl.

Zusätzlich erhalte ich von meinem Arbeitgeber (seit über 10 J. angestellt im öffentl. Dienst) einen Krankengeldzuschuss von mtl. ca. 390 EUR.

Wegen der Erkrankung bin ich seit 03.08.2018 zu 80 GdB schwerbehindert bis Juli 2025.
Ich werde voraussichtlich ab ca. Juni 2019 wieder arbeitsfähig sein.

Ich habe seit vielen Jahren anderweitig eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
In deren AGBs heißt es:
"Wird die versicherte Person während der Versicherungsdauer zu mind. 50% berufsunfähig, so erbringen wir folgende Leistungen:
a) Volle Befreiung von der Beitragszahlungspflicht
b) Zahlung einer BU-Rente von mtl. 1800 EUR im Voraus."

Bei meiner PKV heißt es hingegen in den AGBs zum Krankentagegeld:
"Das Versicherungsverhältnis endet ...
b) mit Eintritt der Berufsunfähigkeit. Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person nach medizinischem Befund im bisher ausgeübten Beruf auf nicht absehbare Zeit mehr als 50% erwerbsunfähig ist.
>> Besteht jedoch zu diesem Zeitpunkt in einem bereits eingetretenen Versicherungsfall Arbeitsunfähigkeit, so endet das Versicherungsverhätnis nicht vor dem Zeitpunkt bis zu dem der Versicherer seine im Tarif aufgeführten Leistungen für diese Arbeitsunfähigkeit zu gewähren hat, spätestens aber drei Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit." >>

Wie ist es zu interpretieren, ob ich gleichzeitig die Leistungen der BUZ von der Cosmos und die Leistungen zum Krankentagegeld von meiner PKV beziehen kann?
Der mit >> markierte Absatz in den AGBs der PKV läßt mich vermuten, dass ich zumindest für 3 Monate beide Leistungen erhalten könnte.
Wenn dem so ist, wie muß ich korrekt vorgehen, um ggfs. auch rückwirkend die Leistung der BUZ zu erhalten ohne den Anspruch auf das Krankentagegeld zu verlieren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben dies richtig erfasst. In der Summenversicherung der privaten Krankenversicherung wird dadurch eine Besserstellung erzielt, die von den AVB bewusst hingenommen wird. Soweit die Berufsunfähigkeit nach ununterbrochener Krankheit und ohne eine Arbeitstätigkeit vor Eintrit der BU eingetreten ist, zahlt die PKV auch die 3 Monate als Nachlaufzeit.

Gleichwohl ist nach Ihren Darlegungen mit der Schwerbehinderung nicht automatisch eine Berufsunfähigkeit anzunehmen. Das der Vollständigkeit halber.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2019 | 16:53

Sehr geehrte Herr Rechtsanwalt,

es fällt mir schwer, den folgenden Wortlaut aus Ihrer Auslegung zu verstehen:

"Soweit die Berufsunfähigkeit nach ununterbrochener Krankheit und ohne eine Arbeitstätigkeit vor Eintrit der BU eingetreten ist, zahlt die PKV auch die 3 Monate als Nachlaufzeit."

Könnten Sie mir dies bitte anhand der von mir zuvor genannten Daten näher erläutern?
- Ununterbrochen krank ("arbeitsunfähig") bin ich seit 19.07.2018.
- Meine Arbeit werde ich voraussichtlich im Juni 2019 wieder aufnehmen.
- Eine BU-Rente habe ich bisher noch nicht beantragt

Ich danke Ihnen für Ihre weiteren Ausführungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2019 | 16:57

Danke für die Nachfrage, die Sie im Grunde selbst beantworten.
Sie waren ununterbrochen krank und demnach trifft die Regelung zu.
Soweit eine Berufsunfähigkeit (länger als 6 Monate) bis Juni 2019 vorliegt, müssten Sie diese schlicht beantragen.

mfg Hellmann

Bewertung des Fragestellers 19.03.2019 | 17:05

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.03.2019 5/5,0
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