Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

BU Krankheitsfrage


06.02.2007 23:12 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Schönen guten Tag.

2003 habe ich mit 44 Jahren eine BU abgeschlossen, da meine Frau seit einer Erkrankung 2002 Schwerbehindert und Erwerbsunfähig ist.

Nach Ärztlicher Aussage bin ich jetzt aufgrund der damit einhergehenden Belastungen seit ca.3 Monaten, und nach vorläufiger Prognose noch mindestens 2 Monate, wegen psychosomatischer Beschwerden arbeitsunfähig. Vorher war ich bezüglich dieses Krankheitsbildes noch nie in Behandlung.

Bis jetzt habe ich die Erkrankung noch nicht gemeldet

Ich gehe zwar davon aus das ich wieder auf die Beine komme, habe mir jedoch meinen BU Vertrag noch einmal genau angesehen und weiter informiert.

Ich kann heute nicht mehr sagen wieso, jedoch habe ich auf die Frage. „Sind Sie in den letzten 10 Jahren operiert worden, oder haben Sie einen Unfall, Verletzungen oder Vergiftungen erlitten“ nicht angegeben, das ich mich 1995 habe ambulant Sterelisieren lassen, jedoch wegen einer daraus resultierenden Gefäßverletzung anschließend noch ca 15 Tage stationär behandelt wurde.

.

Frage:
Kann mir die Versicherung hieraus eventuell die Leistung versagen?
Handelte es sich überhaupt um eine Operation?
Auf jeden Fall wohl nicht um eine vorsätzlich verschweigende Vorerkrankung, oder?
Macht es Sinn es jetzt nachzumelden?

Was raten Sie mir?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Nachdem Sie mitteilen, dass Sie im Jahr 1995 eine Sterilisation ambulant haben durchführen lassen und es sich hierbei um eine Operation handelt, hätte dies in dem BU-Antrag angegeben werden müssen, wobei die Sterilisation nicht alas Vorerkrankung anzusehen sein wird. Ob darüber hinaus der sich hieran anschließende Krankenhausaufenthalt hätte mitgeteilt werden müssen, wird sich nach der konkreten Fragestellung in dem Antrag selbst beurteilen.

Hat der Versicherungsnehmer über einem ihm bekannten Gefahrumstand vorsätzlich oder fahrlässig falsche Angaben gemacht, dann kann der Versicherer vom Vertrag innerhalb eines Monats nach Kenntnis der Anzeigepflichtverletzung vom Vertrag zurücktreten (§§ 16, 17 VVG). Trifft den Versicherungsnehmer kein Verschulden an den Fehlinformationen, was er beweisen muss, steht dem Versicherer allerdings kein Rücktrittsrecht zu. Ob Sie in der Lage sein werden, mit dem Vortrag, die Sterilisation nicht als Operation angesehen bzw. diese einfach vergessen zu haben, den Schuldvorwurf auszuräumen erscheint zweifelhaft, da bereits fahrlässiges Handeln für ein Verschulden genügt. - Weiterhin hat der Versicherer aufgrund der falschen Angaben ggf. die Möglichkeit, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) anzufechten. Im Falle des Rücktritts vom Versicherungsvertrag kann der Versicherer die Leistung verweigern, er wird nach § 21 VVG jedoch dann zur Leistung verpflichtet sein, wenn der Umstand, in Ansehung dessen die Anzeigepflicht verletzt ist, keinen Einfluss auf den Eintritt des Versicherungsfalls und auf den Umfang der Leistung des Versicherers hatte.

Da der Versicherungsfall, also die Berufsunfähigkeit, noch nicht eingetreten ist, rate ich Ihnen, die Sterilisation sowie die anschließende Gefäßbehandlung nachzumelden. Der Versicherer wird hiernach eine Risikoprüfung vornehmen, wobei eine Gefahrerhöhung aufgrund des fehlenden Krankheitswertes auszuschließen sein wird. Andernfalls wird ggf. eine Prämienerhöhung vereinbart werden.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER