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BU - Gesundheitsfragen


08.03.2007 21:37 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwälte,

es handelt sich um folgenden Sachverhalt:

Ich bin seit ein paar Monaten genen Berufsunfähigkeit versichert. Im Versicherungsvertrag wurden bekannte Gesundheitsfragen gestellt, alle jedoch mit der Einschränkung nur Krankheiten der letzten 5 Jahre anzugeben. Dies konnte ich alles wahrheitsgemäß mit "nicht erkrankt" angeben; Allerdings war ich etwa 5 1/2 Jahre zuvor sowohl in psychologischer Betreuung als auch in orthopädischer Behandlung. Hätte ich das mit angeben müssen oder kann mir daraus ein Stick gedreht werden im Falle eines Eintretens einer BU? Nach Wechsel der Beschäftigung treten nun nämlich ähnliche Symptome wieder auf, die damals die psychologische Betreuung notwendig gemacht haben, und ich fürchte, dass dies zu einer BU führen könnte. Ist es in so einem Falle von Vor- oder Nachteil, die Versicherung auf die schon einmal erfolgte Therapie hinzuweisen, dies würde die Krankengeschichte verlängern und meiner Meinung nach dazu beitragen, die Schwere des Falles zu dokumentieren oder kann dies umgekehrt zum Bumerang für mich werden?

Vielen Dank,

Mit besten Grüßen, der Fragesteller.
08.03.2007 | 22:33

Antwort

von


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81827 München
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Das Thema ist nicht unproblematisch und die Versicherer verwenden leider auch keine einheitlichen Fragebögen, so dass man den von Ihnen ausgefüllten Bogen konkret sehen müsste. Allgemein ist aber nicht auszuschließen, dass Sie wegen § 16 VVG auch Umstände angeben müssen, nach denen nicht ausdrücklich gefragt wird, wenn diese geeignet sind, auf den Entschluss des Versicherers, den Vertrag überhaupt oder zu dem vereinbarten Inhalt abzuschließen, einen Einfluss auszuüben. Das könnte, gerade bei psychische Erkrankungen, (je nach Krankheitsverlauf) ein Thema sein, denn diese sind nicht immer ausgeheilt, nur weil keine Symptome mehr auftreten oder die Therapie beendet wurde.

Sollte der Versicherer bei einer etwaigen Leistungsprüfung zu dem Ergebnis kommen, dass Sie die Vorerkrankung arglistig verschwiegen haben, kann er gem. § 18 VVG i.V.m. § 6 der Bedingungen vom Vertrag zurücktreten oder diesen anfechten.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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