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BTMG - Verstoß

| 08.01.2015 00:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


21:34
Hallo zusammen,
Bevor ich von meinem Fall berichte, gebe ich einen kurzen Überblick über meine Person. Ich bin 18 Jahre alt, Schüler, habe meinen Führerschein und besuche die 12.te Klasse eines Gymnasiums. Der nachfolgende Verstoß ist der erste überhaupt.

Ich war auf dem Weg zu einer Veranstaltung in Mannheim und kurz vor der Diskothek gerieten meine Freunde und ich in eine Polizeikontrolle. Dabei wurde bei mir (als einzigster der Gruppe) ca. 6g Cannabis und eineinhalb Ecstacytabletten sichergestellt. Die Polizisten belehrten mich und informieren mich über alles weitere per Post.
Seit diesem Vorfall krieg ich kein Auge mehr zu. Ich habe einige Freunde die selbst schon BTM Verstöße "durchlebt" haben und deren Einschätzung ging von Sozialstunden bis Bewährungsstrafe. Also wenig hilfreich. Nun wende ich mich an dieses Portal um einen ungefähren Überblick über die folgenden Prozesse zu erhalten. Was passiert nun in Bezug auf Führungszeugnis und Führerschein? Mit Screening oder Geldstrafen komme ich zurecht aber einen 5 Jahre Eintrag ins Führungszeugnis und die damit verbunden Konsequenzen, ebenso wie eine MPU, wäre der "Super-Gau" in jungen Jahren. Auch über die Kosten würde ich mir gerne ein Bild machen lassen, da ich bei diesen Verfahren auf keine finanzielle Hilfe meiner Eltern zählen kann.
Zusammenfassend erfrage ich: Bin ich meinen Führerschein mit diesem nicht unerheblichen Delikt los? Wird eine MPU damit unausweichlich? Kann ich mit einem Eintrag ins Führungszeugnis rechnen? Was kostet mich der ganze Prozess? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das die Anzeige fallen gelassen wird?
Ich danke für jede hilfreiche Antwort!

08.01.2015 | 01:30

Antwort

von


(67)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Frage: "Bin ich meinen Führerschein mit diesem nicht unerheblichen Delikt los?"

Da es sich bei Ecstasy um eine sogenannte "harte Droge" handelt, droht Ihnen damit automatisch der Entzug der Fahrerlaubnis. Lediglich bei Cannabis kann hiervon abgesehen werden. Bei allen anderen Drogen ist der Entzug der Fahrerlaubnis bereits bei einmaligem Verstoß die Regel.


Frage: "Wird eine MPU damit unausweichlich?"

Ja, Sie haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit der Anordnung einer MPU zu rechnen. Zudem wird eine Sperrfrist festgesetzt, während der Ihnen keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.


Frage: "Kann ich mit einem Eintrag ins Führungszeugnis rechnen?"

Das hängt davon ab, wie hoch die Strafe ausfällt. Bei einer erstmaligen Verurteilung erfolgt kein Eintrag ins Führungszeugnis, wenn keine höhere Strafe als 90 Tagessätze bzw. 3 Monate Freiheitsstrafe verhängt wird. Da Sie 18 Jahre alt und damit Heranwachsender sind, kommt hier ggf. das (deutlich mildere) Jugendstrafrecht zur Anwendung.


Frage: "Was kostet mich der ganze Prozess?"

Die Gerichtskosten sind in der Regel überschaubar, wenn nicht gerade teure Gutachten eingeholt werden müssen. Bei Heranwachsenden ohne festes eigenes Einkommen wird zudem oftmals davon abgesehen, die Kosten aufzuerlegen. Für eine Verteidigung durch einen Rechtsanwalt - zu der ich Ihnen nur dringend raten kann - sollten Sie ca. 1.000 bis 1.500 Euro einkalkulieren.

Teuer wird es dann bei der Fahrerlaubnis. Der Entzug, die spätere Neuerteilung, die MPU, ... Das alles kostet Sie Geld. in der Summe wohl ca. 1.000 bis 2.000 Euro.


Frage: "Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das die Anzeige fallen gelassen wird?"

Gegebenenfalls kommt bei Ihnen eine Einstellung oder eine Arbeitsweisung (Sozialstunden) in Betracht. Ein Ergebnis lässt sich aber ohne Kenntnis der Ermittlungsakten nicht vorhersagen. Dies hängt von zu vielen Faktoren ab (Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht, persönliche Situation, etc.). Schlimmstenfalls haben Sie mit einer Geldstrafe zu rechnen. eine Freiheitsstrafe - selbstverständlich mit Bewährung - halte ich für äußerst unwahrscheinlich.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Gerne stehe ich Ihnen in dieser Angelegenheit auch als Strafverteidiger zur Verfügung. Bei Bedarf finden Sie meine Kontaktdaten in meinem Profil.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2015 | 20:56

Hallo zusammen,
Zunächst danke ich für die äußerst hilfreiche und schnelle Antwort, auch wenn sie mir nicht gefällt. Ich würde nun gerne wissen, in wie Fern Sie als Anwalt Einfluss auf die Führerscheinstelle nehmen können? Fals dies möglich ist, würde ich Sie gerne beauftragen dies zu tun. Da dies im Prinzip eine neue Frage ist fühle ich mich etwas schuldig es als Nachfrage zu stellen. Trotzdem würde ich mich über jede Antwort freuen!
Einen schönen Abend zusammen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2015 | 21:34

Zum einen sollte versucht werden, bereits im Rahmen des Straverfahrens die Weichen richtig zu stellen. denn wenn hier ggf. eine Einstellung erreicht werden kann, lassen sich fahrerlaubnisrechtliche Maßnahmen ggf. vermeiden.

Ansonsten kann versucht werden durch ein fachärztliches Gutachten nachzuweisen, dass kein BtM-Konsum stattfindet und daher keine Beeinträchtigung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen besteht.

Hierzu sollte sowohl mit der Staatsanwaltschaft als dann auch ggf. mit der Fahrerleubnisbehörde aktiv das Gespräch gesucht werden, um hier ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen.

Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung. Rufen Sie mich einfach an, am besten Montag oder Dienstag Nachmittag. Gerne rufe ich Sie auch zurück.


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Bewertung des Fragestellers 10.01.2015 | 12:25

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"Mein Fall wurde vollständig und unter Einbezug aller Konsequenzen und Möglichkeiten beantwortet. Die Antwort war klar verständlich und eindeutig. Ich kann nicht beurteilen, wie Herr Grasel wirklich verteidigt, da ich von einem Auftrag noch absehe. Aber als erstes Feedback hätte es niemand besser machen können. Meine Bewertung für den ersten Eindruck sind 4/5 Sterne!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.01.2015
4,4/5,0

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