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BTM Speed Führerschein


09.01.2006 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Bei einer Polizeikontrolle in Baden Württemberg wurde bei mir ca 0,5g Speed gefunden.Nach einer positiven Urinkontrolle wurde dann eine Blutprobe genommen, auf deren Ergebnis ich noch warte.
Ich gab dummerweise während der Vernehmung einen einmaligen Konsum am Abend zuvor zu. Dieser fand ca um 21Uhr statt. Die Polizeikontrolle war am nächsten Tag gegen 16uhr. Aufgrund dieser Zeitspanne gehe ich davon aus, dass in meinem Blut nichts mehr zu finden ist.
Mein Führerschein wurde sofort von der Polizei beschlagnahmt und einbehalten.
Ich bin 24 Jahre alt und aufgrund des 120km entfernten Studienplatzes auf meinen Führerschein angewiesen. Polizeilich aufgefallen bin ich noch nie!

Kann ich auf jeden Fall mit einer Sperre von einem Jahr mit anschliesender MPU rechnen? Was habe ich zu erwarten und wie soll ich am besten vorgehen?

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Sehr geehtrer Fragesteller,

zu nächst zur Wirkungsdauer: Speed (Amphetamin) 2 - 4 h; Nachweis im Urin 2 - 4 Tage (Ausscheidung pH-Wert-abhängig).

In Baden Württemberg wird eine "vorbereitende" Führerscheinbeschlagnahme durchgeführt, was die Fahrerlaubnisbehörde und die Polizei so miteinander abgestimmt haben. Meines Wissens nach wird das zumindest im Regierungsbezirk Stuttgart so gehandhabt, ich tippe daher darauf, dass Sie in hier kontrolliert wurden. Sie sind damit einer von ca. 40 Fällen im Jahr. Da aber diskutiert wurde, dieses "Stuttgarter-Modell" in ganz BW einzuführen, wäre es interessant für mich zu erfahren, wo Sie kontrolliert wurden.

Ihnen wird jetzt - zu mal Sie den Konsum von "harten Drogen" zugegeben haben - gem. § 46 I S. 2 FeV i.V.m. Ziff 9.1 der Anlage 4 zu §§ 11, 13, 14 FeV und § 11 i S. 2 FeV wegen Ungeeignetheit zum Führen von KfZ auch ohne MPU entzogen. Dabei kommt es nach überwiegender Rechtsprechungsauffassung NICHT darauf an, ob Sie auch unter der Wirkung der Drogen standen.
Wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde, müssen Sie sie neu Beantragen. Im laufe des ANtragsverfahrens wird die Fahrerlaubnisbehörde die Beibringung einer MPU (rechtmäßiger Weise) verlangen.

Darüber hinaus wird gegen Sie ein Strafverfahren (wegen BTM Verstoß)eingeleitet werden. Dieses kann u. U. zur Einstellung gebracht werden.
Das Führen eines Fahrzeugs unter dem Einfluss von Drogen kann den Straftatbestand „Trunkenheit im Verkehr“ des § 316 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllen. In diesem Strafverfahren kann eine "Sperrfrist" verhängt werden.

Sie können gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis in einem "schnellen" Verfahren vorgehen. Darüber hinaus können Sie in einem Hauptsacheverfahren dagegen vorgehen! Auch müssen Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Hierfür sollten Sie eine MPU Vorbereitung besuchen, sich Blutwerte bei Ihrem Arzt besorgen und sich umfangreich mit der Thematik Drogen und Straßenverkehr auseinandersertzen.

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2006 | 19:21

Das ganze geschah im Landkreis Schwäbisch Hall.Es wäre also ratsam einen Anwalt zu konsultieren?!
Was bedeutet schnelles Verfahren und wie lange wird die Sperrfrist ihrer Meinung nach ausfallen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2006 | 19:25

Sie sollten sich einen Rechtsanwalt in Ihrer Nähe suchen! Vielleicht finden Sie einen Fachanwalt für Verkehrsrecht. Das "schnelle" Verfahren ist eine Antrag auf Widerherstellung der Aufschiebenden Wirkung. Innerhalb von 2 - 3 Wochen haben Sie hier Antwort vom zuständigen Verwaltungsgericht. Die Chancen stehen aber NICHT gut! Wenn Sie keine Ausfallerscheinungen hatten und nicht nach § 316 StGB verurteilt werden gibt es keine Sperrfrist. Sonst max. 6 MOnate, da Ersttäter. Ich denke aber, dass das Ihr kleinstes Problem ist. Sie müssen bei dem Antrag auf Widererteilung der Fahrerlaubnis ein MPU Gutachten beibringen. Innerhalb dieses Gutachtens wird ein Drogenscreening angerfertigt werden. Je nach vorherigem Konsumverhalten kann es bis zu einem Jahr oder länger dauern, bis Sie Ihren "Führerschein wieder haben".

Mit freundlichem Gruß
H. Momberger

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