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BTM 1g Kokain online bestellt

| 12.08.2015 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


Hallo,

ich bekam einen Anruf von der örtlichen Polizei, weil ich angeblich vor anderthalb Jahren 1g Kokain an meine damalige Meldeadresse bestellt haben soll. Der mutmaßliche Betreiber des Onlineshops, der viel Aufsehen erregt hat, sitzt inzwischen in Haft. Mir wurde die Menge, Adresse und Datum des Kaufs genannt, was dafür spricht, dass die Daten severseitig gespeichert wurden.
Da ich schon oft davon gehört habe, dass sich Aussagen negativ auswirken sehe ich bis auf weiteres davon ab.

Inwiefern kann man mir die Bestellung nachweisen? Gibt es eine Möglichkeit straffrei und ohne Konsequenzen aus dem Fall herauszugehen, weil z.B. der Kauf nicht eindeutig bewiesen werden kann?
Wird die Staatsanwaltschaft bei dieser Beweislage überhaupt ermitteln? Welche Konsequenzen drohen mir seitens der Führerscheinstelle?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob und wie man Ihnen eine Bestellung oder einen Kauf nachweisen kann, hängt davon ab, welche Beweise den Ermittlungsbehörden vorliegen. Da man Sie bereits kontaktiert hat und Ihnen Angaben zum Kaufdatum, zur Menge und zu Ihrer Versandanschrift gemacht hat, sollten Sie davon ausgehen, dass der Ermittlungsbehörde bereits einige Nachweise vorliegen und man die Ermittlungen bereits aufgenommen hat.

Welche Beweismittel den Ermittlungsbehörden über den Ihnen schon genannten Angaben vorliegen, lässt sich nur durch eine Akteneinsicht feststellen. Erst nach einer Akteneinsicht lässt sich ferner beantworten, ob man Ihnen einen Kauf hinreichend nachweisen kann. Gäbe es z. B. noch Zustellbescheinigungen des Verkäufers, Zahlungsnachweise von Ihnen o. ä. könnte man Ihnen einen Kauf sicherlich relativ gut und sicher nachweisen. Aber auch schon die vorhandenen Daten sprechen zumindest erst einmal für einen Kauf und könnten ggf. ebenfalls ausreichen, um einen Kauf zu beweisen.

Wie gesagt müsste erst eine Akteneinsicht genommen werden, um die Beweislage für Sie beurteilen zu können. Sie sollten den Vorwurf aufgrund der wohl schon bekannten Daten aber nicht zu sehr auf die leichte Schulter nehmen.

Bei einem Gramm Kokain wird man nach der Rechtsprechung noch von einer geringen Menge ausgehen können. Sofern die Voraussetzungen des § 31a BtMG vorliegen, könnte die Staatsanwaltschaft evtl. von einer Verfolgung absehen. Ob diese Möglichkeit in Ihrem Fall tatsächlich besteht, kann wiederum erst nach einer Akteneinsicht beurteilt werden.

Auch ob evtl. Konsequenzen von der Führerscheinstelle zu erwarten sind, hängt von den Gesamtumständen ab. Wären Sie früher schon einmal einschlägig aufgefallen oder stände der Kauf im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs oder wären Sie im berauschten Zustand gefahren, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit mit Konsequenzen zu rechnen. Eine zuverlässige Beurteilung ist aber auch wieder nur nach einer Akteneinsicht möglich.

Sie haben richtig gehandelt, wenn Sie noch keine Aussage gemacht haben. Um zu erfahren, welche Beweismittel den Ermittlungsbehörden bereits vorliegen und ob man Ihnen damit einen Kauf nachweisen könnte, sollten Sie dringend einen Strafverteidiger vor Ort mit der Akteneinsicht beauftragen. Nach einer Akteneinsicht kann ein Strafverteidiger mit Ihnen eine entsprechende Verteidigungsstrategie besprechen. Soweit die Voraussetzungen vorliegen, könnte auf eine Absehen der Verfolgung nach § 31a BtMG hingewirkt werden.

Ohne vorherige anwaltliche Akteneinsicht und tiefergehende Beratung sollten Sie auch weiterhin erst einmal keine Aussagen machen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 12.08.2015 | 16:14

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