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BP Gebraucht-Kfz-Händler


20.10.2005 13:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo und guten Tag,
zu einer angesetzten Betriebsprüfung eines Gebraucht-Kfz-Händlers wurden heute sämtliche Buchführungsunterlagen sowie eine Aufstellung der ein- und verkauften Kfz´s überlassen.
Der Prüfer verlangt vor Beginn der Prüfung aber auch noch Kopien des "roten Buchs" für das Händlerkennzeichen.
Fragen:
Gehört dies zu den erforderlichen Buchführungsunterlagen, muss es zwingend überlassen werden oder ist es eine Kann-Vorschrift ??
Wie lange sind diese Aufzeichnungen behördenseits archiviert und wie lange muss der Händler selbst die Unterlagen archivieren ???

Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüße

20.10.2005 | 14:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

bei dem roten Buch muss davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei um eine sonstige Unterlage handelt, die für die Besteuerung Ihres Betriebes von Bedeutung ist, § 147 Nr.5 AO.

Damit darf der Betriebsprüfer sie grds auch einsehen. Nicht einsehen darf er allerdings Ihre privaten Unterlagen, die nicht mit Ihrem Betrieb in Zusammenhang stehen. Fragen Sie den Betriebsprüfer aber ruhig, wofür er das Buch braucht, er muss Ihnen dann Rede und Antwort stehen. Normalerweise sind solche Aufzeichnungen, also das rote Buch, als sonstige Unterlage nur 6 Jahre lang aufbewahrungspflichtig. Ich rate Ihnen aber ganz dringend alle Unterlagen mindestens 10 Jahre lang zu archivieren, dies ist nämlich die Regelfrist. Die entstandenen Archivierungskosten (zB Mietzins für eine Archiv) können Sie dann auch als Betriebsausgabe absetzen. Bewahren Sie alle Unterlagen im Original also mindestens 10 Jahre auf. Noch ein Tip für die Betriebsprüfung : Lassen Sie den Prüfer nicht immer nur alleine vor sich hin prüfen, sondern fragen Sie Ihn in regelmäßigen Abständen was er gerade prüft und zu welchen Ergebnissen er gekommen ist, bzw wie sich seine Feststellungen auf Ihre Besteuerung auswirken. Der Prüfer ist verpflichtet Sie nach § 199 Abs.2 AO zu informieren. Schauen Sie auch auf die Prüfungsanordnung. Wenn darin steht, dass er bei Ihnen beispielsweise nur die Jahre 2001-2004 prüfen soll, dann kann er nicht ohne weiteres von Ihnen Unterlagen aus den Jahren 2000 oder davor verlangen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2005 | 14:22

Vielen Dank für Ihre detaillierte Auskunft.
Die weitere Frage, wie lange die Kraftfahrzeugbehörde die Aufzeichnungen aufheben muss, wurde nicht beantwortet. Falls Ihnen dies bekannt ist, bitte noch melden.
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2005 | 15:50

Sehr geehrter Rechtssuchender,

dies ist mir leider nicht bekannt und würde nähere Recherchen benötigen, die im Rahmen einer Erstberatung leider nicht leistbar ist. Ich rate Ihnen daher, einfach bei der Kraftfahrzeugbehörde nachzufragen.

Das Problem im Steuerrecht bestaht allerdings darin, dass die Aufbewahrungspflicht hinsichtlich steuerlich relevanter Unterlagen in erster Linie den Steuerpflichtigen trifft.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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