Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

BGB §2311 und §2325


24.07.2006 17:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Ich muss für die Ermittlung einer Pflichtteilsauszahlung den Wert einer Immobilie durch den Gutachterausschuss einer Stadt ermitteln lassen.

Nach § 2311 scheint der Todestag meiner Mutter der richtige Bewertungszeitpunkt zu sein. Die Immobilie ist mir aber acht Jahre vor dem Tod meiner Mutter von ihr geschenkt worden. Nach § 2325 kann eine Schenkung an einen ´Dritten´, aber mit dem Wert am Tag der Schenkung angesetzt werden.

Frage: gilt dies auch für micht, den Erben, wenn mir die Immobilie 8 Jahre vor dem Todestag geschenkt worden ist. Gibt es hier vielleicht noch andere relevante Bestimmungen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich unter Zugrundelegung Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt:


Ja, § 2325 BGB gilt auch für Sie. Auch der Erbe kann Dritter im Sinne der vorgenannten Vorschrift sein.

Für die von Ihnen genannte Immobilie gilt aber, nachdem diese keine verbrauchbare Sache im Sinne von § 2325 II S. 1 BGB ist, das sogenannte „Niederstwertprinzip“:

Bewertungsstichtag ist entweder der Tag des Schenkungsvollzuges oder der des Erbfalles, je nachdem zu welchem Zeitpunkt das Geschenk weniger wert war.

Es muss also eine Vergleichsberechnung vorgenommen werden bei der zunächst der Wert bei Vollzug der Schenkung ermittelt wird. Dieser wird dann nach den Grundsätzen über den Kaufkraftschwund auf den Tag des Erbfalles umgerechnet.

In dieser Höhe wird der Wert dann dem Wert im Zeitpunkt des Erbfalls gegenübergestellt und der niedrigere von beiden ist dem Nachlass hinzuzurechnen.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ergänzend weise ich auf folgendes hin:
Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind, umfassen. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem völlig anderen Ergebnis führen können Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER