Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

BERECHNUNG ROHAUSGLEICH


03.07.2005 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



GERNE EMPFANGE ICH EINE BERECHNUNG DES ROHAUSGLEICHS MIT FOLGENDEN DATEN:
-Summe der Provision des letzten Vertragsjahrs für neue Kunden:
euro 10.000,= Totalsumme der Provision im letzen Jahr euro
25.000,=
-Abwanderungsquote 25% (d.h. den Prozentsatz an Kunden, die dem
Unternehemen durchschnittlich pro Jahr verlorengehen.
- Handelsvertreter arbeitet 3 Jahre für die Unternehmung
- Totalprovision Jahre 1 euro 11.000, Jahre 2 19.000, Jahre 3
25.000 euro

Sie haben schon beantwortet dass der Ausgleichsanspruch des Handelsvertreter euro 18.333,33 beläuft.
Gerne möchte ich jetzt wissen was der Rohausgleich betragt.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter dem Rohausgleich wird der Provisionsverlust des Handelsvertreters verstanden. Dieser wird für das erste Jahr nach Vertragsbeendigung berechnet, indem von der Vermittlungsprovision der letzten zwölf Monate die geschätzte Abwanderungsquote abgezogen wird. Von diesem Betrag wird zur Berechnung des Provisionsverlustes wiederum die geschätzte Abwanderungsquote abgezogen. Entsprechende Abzüge werden für die weiteren Jahre des Prognosezeitraumes abgezogen. Die Länge des Prognosezeitraumes wird nach der Rechtsprechung je nach der Beständigkeit des Kundenstammes zwischen drei und fünf Jahren angenommen.

Wenn man in Ihrem Fall von einem Prognosezeitraum von vier Jahren ausgeht, ergibt sich aufgrund Ihrer Angaben folgende Berechnung des Rohausgleichs:

1. Jahr: 10.000,00 EUR abzgl. 25 % = 7.500,00 EUR
2. Jahr: 7.500,00 EUR abzgl. 25 % = 5.625,00 EUR
3. Jahr: 5.625,00 EUR abzgl. 25 % = 4.218,75 EUR
4. Jahr: 4.218,75 EUR abzgl. 25 % = 3.164,06 EUR

Summe: 20.507,81 EUR

Der sich so ergebende Betrag ist noch abzuzinsen. Damit wird berücksichtigt, dass der Handelsvertreter seinen Ausgleichsanspruch bereits bei Vertragsbeendigung erhält, die Provisionen aber erst später angefallen wären. Bei einem Zinssatz von 5 Prozent ergibt sich insoweit folgende Berechnung:

1. Jahr: 7.500,00 EUR x 0,95238 = 7.142,86 EUR
2. Jahr: 5.625,00 EUR x 0,90702 = 5.102,04 EUR
3. Jahr: 4.218,75 EUR x 0,86384 = 3.644,33 EUR
4. Jahr: 3.164,06 EUR x 0,82269 = 2.603,07 EUR

Summe: 18.492,30 EUR

Von diesem abgezinsten Rohausgleich können weitere Abzüge möglich sein, die hier mangels Angaben nicht erkennbar sind.

So kann sich ein Abzug ergeben, wenn bei dem Unternehmen infolge der Vertragsbeendigung bestimmte Vorteile wegfallen. Das wäre der Fall, wenn das Unternehmen seinen Betrieb ganz oder zumindest in dem Bereich einstellt, für den der Handelsvertreter tätig war. Weiterhin würden dem Unternehmen Vorteile entgehen, wenn es Kunden gerade infolge der Beendigung der Tätigkeit des Handelsvertreters verliert oder dieser Kunden "mitnimmt".

Ferner kann sich ein Abzug aus Gründen der Billigkeit ergeben, beispielsweise in dem Falle, dass das Unternehmen dem Handelsvertreter Zuschüsse zu seiner Altersvorsorge geleistet hat oder dieser überdurchschnittlich hohe Kosten durch Beendigung der Tätigkeit einspart. Auch kann bei vertragswidrigem Verhalten des Handelsvertreters ein Abzug vorgenommen werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2005 | 19:44

Vielen Dank für Ihr Antwort.
Gibt´s keine weitere Abzug weil die Zusammenarbeit nur 3 Jahre war?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2005 | 21:26

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

grundsätzlich wird es keinen Abzug wegen der Dauer der Zusammenarbeit geben, da es sich bei der Berechnung des Rohausgleichs um eine Prognose handelt. Nur unter Billigkeitsgesichtspunkten wäre ein Abzug denkbar, wenn das Unternehmen beispielsweise mit einer längeren Zusammenarbeit rechnen konnte und sich darauf eingestellt hatte.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER