Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

BEHÖRDLICHES FÜHRUNGSZEUGNIS


31.03.2005 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo,

ich habe meine Frage so ähnlich gestern schon auf ihrer Seite gefunden... will hier aber meinen speziellen Fall schildern.(da diese Frage Frau True-Bohle beantwortet hat, wäre es nett, wenn eine andere Person hierzu seine Meinung geben würde).

Ich werde demnächst bei der Uni als wissenschaftlicher mitarbeiter (lehre, forschung) arbeiten und wurde aufgefordert ein behördliches führungszeugnis vorzulegen (als Voraussetzung für die Einstellung im Öff. Dienst).

Im Juni 2003 wurde ich zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen a 15 Euro verurteilt, wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr, strafbar nach §§316 Abs.1,Abs.2, 69, 69a StGB. Dazu wurde meine Fahrerlaubnis entzogen. In meinem "normalen" polizeilichen Führungszeugnis steht kein Eintrag deswegen.

Meine Frage: Habe ich einen Eintrag im ausführlichen behördlichen Führungszeugnis zu erwarten? (diese Sache vor 2 jahren war meine einzige Straftat in meinem leben)
ich habe gehört, auch hier würde nix vermerkt sein, brauche aber mehr infos und auch eine Begründung warum etwas drinstehen könnte, oder auch warum nicht. Ist die Uni als Arbeitgeber (und meine Tätigkeit dort in der Lehre, da ich Übungen etc. vielleicht sogar Vorlesungen geben soll) noch einmal ein Sonderfall, bzw. könnten die meine "Akte" im BZR einsehen?

danke

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

da ich die bereits von Ihnen gefundene Antwort selbst nicht gelesene habe, hoffe ich, nicht lediglich zu wiederholen:

Welchen Inhalt ein Führungszeugnis hat, ist § 32 des Bundeszentralregistergesetzes – BZRG – zu entnehmen. Aus § 32 Abs. 2 Nr. 5 a) BZRG ergibt sich, dass Verurteilungen, durch die auf eine Geldstrafe von nicht mehr als neunzig Tagessätzen erkannt worden ist, nicht eingetragen werden, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist.

In Ihrem Fall ist also mit keiner Eintragung zu rechnen.

In einem Behördenführungszeugnis können zusätzlich - anders als beim Privatführungszeugnis - auch bestimmte Entscheidungen von Verwaltungsbehörden, zum Beispiel der Widerruf eines Waffenscheins oder einer Gewerbeerlaubnis, enthalten sein. Auch Entscheidungen über eine mögliche Schuldunfähigkeit oder die gerichtlich angeordnete Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt können beispielsweise in einem Behördenführungszeugnis aufgeführt sein. Ihre Fahrlässigkeitstat fällt aber nicht in diesen Bereich, so dass Sie auch bez. des Behördenführungszeugenisses nichts zu befürchten haben.

Ich hoffe, Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Markus A. Timm
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2005 | 18:31

Danke für Ihre sehr schnelle und informative Antwort.

2 kurze Nachfragen hätte ich allerdings noch:

1.) Darf ich auch in einem eventuellen Fragebogen/ Gespräch behaupten ich hätte nichts "mit der Justiz zu tun" gehabt, bzw. bin nicht straffällig geworden?

2.) Ich hatte noch nach eventuellen Besonderheiten bei einer (Lehr-)Tätigkeit an der Uni gefragt? (ob die Uni sozusagen weitere Daten über mich aus dem Bundeszentarlregister erfragen dürfte)?

Vielen Dank für Ihre große Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.05.2005 | 12:40

Sehr geehrter Herr *****,

ich komme nur der Form halber noch einmal auf Ihre Anfrage über Frag-einen-Anwalt zurück.

Da ich Ihre Nachfrage nicht über die o.g. Plattform, sonder über meine persönlich Internet-Adresse beantwortet habe, schreibe ich diese Nachricht, um das System ruhig zu stellen.

Ich hoffe, Sie habe Ihre Stelle bekommen und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER