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BAföG+Unterhalt+Kindergeld

07.11.2018 12:51 |
Preis: 58,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
Meine Tochter 19 Jahre, mittlerweile Studentin, hat einen BAföG Antrag gestellt und ich habe dem Amt ausgefülltes Formblatt 3 und Steuererklärung von 2016 gesendet.
Desweiteren zahle ich ihr 175 Euro monatlich Unterhalt (Das wurde vom Jugendamt , nach Volljährigkeit so ausgerechnet). Ich verdiene nicht schlecht, aber habe eine Ehefrau und einen minderjährigen Sohn. Wie wird das BAföG mit Kindergeld verrechnet? Laut BAföG stehen meiner Tochter 451 Euro zu. Darf ich von dem Betrag halbes/ganzes Kindergeld abziehen, oder ist das mein Zahlbetrag? Ich gehe vom schlechtesten Fall aus, dass ich die 451Euro zu zahlen habe. Meine Frage, darf ich Kindergeld anrechnen?

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie führen aus, dass Ihrer Tochter laut BAföG 451,00 € " zustehen".

Es ist zu klären, worauf dieser Betrag zurückzuführen ist.

Sie müssen ganz streng unterscheiden zwischen der Berechnung der Leistungen nach dem BAföG und dem Unterhaltsanspruch.

Für die reine Unterhaltsberechnung gilt folgendes:

Beim Volljährigenunterhalt wird zunächst der Bedarf des Unterhaltsbrechtigten ermittelt. Dieser ist davon abhängig, ob die Tochter einen eigenen Haushalt führt oder noch bei einem Elternteil lebt.

Auf dieses Bedarf sind dann BAföG-Leistungen anzurechnen und das Kindergeld in voller Höhe. Nach Abzug dieser Positionen ergibt sich der Unterhaltsbetrag.


Ohne die Grundlage der Angabe zu dem Betrag genau zu kennen, vermute ich, dass dieser Betrag das Resultat der Einkommensanrechnung der Eltern im Rahmen der BAföG-Berechnung ist. Das Einkommen der Eltern wird unter Berücksichtigung der Freibeträge ermittelt. Übersteigt dieses Einkommen die Freibeträge, ist das übersteigende Einkommen zu 1/2 auf den Bedarf des Kindes anzurechnen und danach wird dann ein Anspruch auf Leistungen ermittelt nach dem BAföG ermittelt.

Dieser ermittelte Anrechnungsbetrag ist aber nicht der Unterhaltsbetrag. Dieser berechnet nach meinen obigen Ausführungen.

Ich gehe davon aus, dass eine gesonderte Unterhaltsberechnung erforderlich sein wird.

Wenn allerdings meine Annahme unzutreffend sein sollte und der genannte Betrag ist schon das Ergebnis einer korrekten Unterhaltsberechnung unter Anrechung des Kindergeldes, können Sie dieses nicht in Abzug bringen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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