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Azubi, Minderjährig, Schwanger ... Kündigung?

| 01.08.2013 16:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Guten Tag,

meine Tochter ist 17Jahre alt, schwanger und begann heute ihre Ausbildung zur Verkäuferin.
Von der Schwangerschaft wusste sie bei den Bewerbungsgesprächen und Vertragsunterzeichnung noch nichts. Sie wurde auch nicht danach gefragt.

Nun ist man in der Supermarktfiliale völlig überfordert mit ihr. Die Leitung schickt meine Tochter nun zum Chef der Ladenkette wegen Kündigung, weil man mit ihr nichts anfangen kann.
Für mich stellt sich das alles zu einfach dar und ich werde dem nicht zustimmen. Meine Tochter will auch unbedingt die Ausbildung machen, um ihr Baby was im Januar zur Welt kommt, ernähren zu können.

Meine Fragen:
Darf ich bei dem Gespräch dabei sein ?
Darf meiner Tochter gekündigt werden ?
Welche Rechte hat meine Tochter in dieser Situation gegenüber ihrem Arbeitgeber ?
Welche Pflichten der Arbeitgeber ihr gegenüber ?

Den Lehrvertrag haben wir (sie und ich) unterschrieben, aber noch nicht zurück von der IHK bzw. Arbeitgeber. Gilt der Vertrag trotzdem ? Ich habe mir nur eine Kopie gemacht, aber ohne Unterschrift des AG und der IHK. Allerdings hat der AG ein Schreiben verfasst wo drin steht das meine Tochter diese Ausbildung bekommen hat.

Ich wäre für eine Antwort sehr sehr dankbar !!

Mit freundlichen Grüßen

Einsatz editiert am 01.08.2013 16:20:30

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Auch der Arbeitgeber geht erkennbar davon aus, dass ein Vertrag bereits geschlossen ist, denn nur dann kann er ja überhaupt kündigen.

Grundsätzlich gilt auch in Ausbildungsverhältnissen das Kündigungsverbot des § 9 MuSchG.

Danach wäre eine Kündigung Ihrer Tochter durch den Arbeitgeber nicht zulässig.

Sie können, dürfen als Erziehungsberechtigte und sollten als Mutter auf jeden Fall bei dem Gespräch anwesend sein, um der Geschäftsführung zu verdeutlichen, dass eine etwa ausgesprochene Kündigung umgehend angefochten werden wird.

Rechte Und Pflichten für beide Parteien ergeben sich aus dem Ausbildungsvertrag und der entsprechenden Ausbildungsverordnung.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.08.2013 | 16:44

Als erstes Dankeschön !!

In der Supermarktfiliale kann man mit meiner Tochter nichts anfangen. Das Einzigste wäre die Kasse. An die darf sie aber nicht solange sie minderjährig ist.
Muss der AG ihr jetzt einen Arbeitsplatz schaffen der zumutbar ist ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2013 | 16:47

Was heisst denn, man könne mit Ihrer Tochter nichts anfangen. Die soll ja nicht zum Arbeiten eingesetzt werden, sondern eine Berufsausbildung machen.
Also hat der Arbeitgeber sich gefälligst an die Ausbildungsordnung zu halten und Ihrer Tochter die erforderlichen Kenntnisse vermitteln.

Er hat schließlich eine Ausbildungspflicht und darf nicht Azubis als billige Arbeitskräfte einsetzen.

Das sollten Sie ihm in aller Deutlichkeit mal klarmachen.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 01.08.2013 | 16:51

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