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Autowerkstatt steht Fehler nicht ein

09.12.2007 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Grund eines Elektronikproblems an meinen PKW bekam dieser keine TÜV Plakette mehr.

Daraufhin fuhr ich zu einer VW Vertragswerkstatt.
Diese haben ein Diagnosegerät an mein Fahrzeug angeschlossen und konnten mir dann sagen was genau defekt sei. (es war nach Angaben des Meisters die Wickelfeder in Lenkrad)Kosten hierfür ca. 250,-

Daraufhin beauftragte ich die Werkstatt diese zu tauschen.

Ca. einen Tag später rief mich der Meister an und sagte zu mir das es doch nicht die Wickelfeder sei sondern es wäre die komlette Airbageinheit im Fahrzeug defekt. Diese zu ersetzen kostet ca. 900,-.

Hierfür habe ich mich allerdings nicht entschieden, da mir dies schlicht zu viel für ein 8 Jahre altes Fahrzeug war.

Nun bekam ich von dem Meister eine Rechnung für 140,- für den Ausbau meiner "alten" funktionstüchtigen Wickelfeder, den Einbau einer neuen Wickelfeder, und dann wieder zurückbau in Urzustand.

Muss ich das als Verbraucher zahlen, denn ich fühle mich getäuscht?
Hätte der Meister direkt gesagt was genau defekt ist, wäre es überhaupt nicht zu dieser dubiosen Reperatur gekommen!

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne benatworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Sie haben mit Ihrer Werkstatt einen Werkvertrag geschlossen. Bei einem Werkvertrag wird - im Gegensatz zu einem Dienstvertrag -nicht nur bloßes Tätigwerden, sondern einen vertragsgemäßen Erfolg geschuldet.
Vorliegend haben Sie vereibart zum einen den Fehler zu finden und zum anderen den Fehler in der Folge - auf der Grundlage des Ergebnisses - zu beheben.

Die Werkstatt kann vorliegend die Kosten für die Fehlerdiagnose abrechnen (Zeitaufwand), nicht aber die Kosten für den Ein-und Ausbau der Winkelfeder, da hier nicht der vertragsgemäße Erfolg erbracht worden ist.


Insofern sollten Sie der Rechnung widersprechen und sich mit der Werkstatt auf eine niederigere Rechnungssumme für die letztendlich ( voraussichtlich) richtige Fehlerdiagnose einigen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt

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