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Autoverkauf/Betrug


| 09.05.2007 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Hoyer



Liebes Anwaltsteam!

Anfang 05 habe ich einen Freund gebeten, sich um den Verkauf meines Autos zu kümmern, Mindesterlös € 3800,00. Nun, im Mai 07, habe ich mich entschieden, das Auto doch lieber wieder selbst zu fahren.
Was soll ich sagen, mein Freund rief den von ihm beauftragen Autohändler an, das ich das Auto wiederhaben möchte und der Autohändler sagte, er hätte es Anfang 06 für 1300 oder 1500 verkauft, weil er weder mich noch meinen Freund erreicht hätte (dummer Weise hatte ich dem Verkäufer den Fahrzeugbrief gegeben, war ja ein Händler).

So, ich habe erst mal recherchiert und herausbekommen, dass die Firma von dem Autoverkäufer im August 05 Insolvenz angemeldet hat, der Verkäufer selbst im Dezember 05 eine EV abgegeben hat.

Auf meine Frage, wo denn der Kaufvertrag sei antwortete der Verkäufer, dass er einen Wasserschaden hatte, sämtliche Unterlagen wären weg. Er bot mir als Kompromiss an, ein anderes Auto aus seinem Bestand (keine Ahnung, was sein Bestand sein sollte) an. Der Verkaufspreis für dieses Auto sollte 2400,00 sein, den würde er mir kostenlos überlassen. Im Internet auf den bekannten Plattformen werden diese Autos (Marke, Bj., Kilometerleistung, Ausstattung etc.) zwischen 1200 und 1500 angeboten.
Mein Anwalt sagt, ich solle das Auto nehmen, besser als gar nix.

Sollte ich das wirklich tun? Weder ich noch mein Freund haben irgend etwas unterschrieben. Oder sollte ich den Verkäufer auf Schadenersatz verklagen oder wegen Betrugs anzeigen?

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Sehr geehrte Rechtsratsuchende,

Sofern Sie das Ihnen angebotene Auto annehmen, müssen Sie vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Verkäufer die EV abgegeben haben damit rechnen, dass dieses Fahrzeug eventuell gar nicht mehr im Eigentum des Verkäufers steht, bzw schon Pfandrechte von anderen Gläubigern hieran begründet worden sind.

Auch ist es unter dem Gesichtspunkt der Insolvenzanmeldung möglich, dass der Verkäufer dieses Auto gar nicht mehr herausgeben kann, da im Rahmen einer Insolvenzabwicklung sämtliche Vermögensgegenstände des insolventen Verkäufers gesperrt werden, so dass nach der Anmeldung auf das Ihnen herausgegebene Fahrzeug zurückgegriffen werden kann, wenn andere Gläubige schon rechtskräftige Titel haben.Klarheit würde hier der Insolvenzverwalter schaffen können.

Unter diesem GEsichtspunkt gebe ich meinem Kollegen nur insofern Recht, dass Sie das Auto nehmen sollen, da es besser als nix ist, jedoch heisst dies nicht, dass Sie es auch behalten bzw verwerten können.Immerhin wird davon auszugehen sein, dass bei dem Schuldner nichts mehr zu holen ist, jedoch kann diese Aussage nicht 100 % ig getroffen werden, da ich den Inhalt der EV nicht kenne.

Ich würde empfehlen, den Schuldner aufzufordern einen gewissen Betrag in bar zu bezahlen, andernfalls diese Sache zur Strafanzeige zu bringen. Nach Ihren Aussagen muss hier von einer Unterschlagung bzw Betrug ausgegangen werden, was unabhängig von der EV ist, so dass Sie Ihn hiermit unter Druck setzen könnten.Er muss beweisen, dass er Ihr Fahrzeug verkauft und erklären, warum er das Geld nicht ausbezahlt hat.Ich wäre vorsichtig mit dem Rat Ihres Anwaltes, da zumindest die oben beschriebene Gefahr besteht, dass andere Gläubiger auf dieses Fahrzeug zugreifen könnten.Aufgrund des Sachverhaltes kann ich hierzu jedoch nicht auf Einzelheiten eingehen.Zudem sollte ein solcher Schuldner aufgrund dieses Verhaltens nicht so billig wegkommen, dass er Ihnen ein viel wertloseres Auto anbietet, als er selber verkauft hat.


Sofern Sie Rückfragen haben nutzen Sie die Rückfrageoption.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2007 | 15:03

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Mir wurde zugetragen, dass der Verkäufer in seinen Kreisen schon als Betrüger bekannt ist und die Drohung, ihn wegen Betrug anzuzeigen, ihn ziemlich "elektrisieren" könnte.
Was wäre ihrer Meinung nach ein angemessener Barbetrag (ich weiß, schwer zu sagen...)?
Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung. Mit welchen Kosten müsste ich schlimmstenfalls rechnen, wenn die ganze Sache vor Gericht geht?

Ergänzung vom Anwalt 09.05.2007 | 15:32

Ich würde Ihm vorschlagen, einen Betrag in Höhe von 2500 Euro zu bezahlen, ansonsten werden Sie Strafanzeige stellen und ein Zivilverfahren anstrengen und er hat einen gewissen Anreiz die Sache zur Erledigung zu bringen.

Es ist natürlich immer schwierig bei jemandem der eine EV abgegeben hat(ist das eigentlich gesicherte Auskunft oder nur Aussage des Schuldners?) Geld einzufordern, weil er freiwillige Zahlungen immer ablehnen kann und man auch in der Zwangsvollstreckung kaum was holen können wird, da dem Schuldner dementsprechende Pfändungsfreibeträge zustehen.

Ich würde Ihn allerdings durch einen Anwwaltschreiben auffordern, da dies erfahrungsgemäß mehr Wirkung erzielen wird, da es der Sache mehr Nachdruck verleiht.Der Betrag ist jedoch Geschmackssache und nur eine Empfehlung womit man Angesichts der Tatsache, dass der Schuldern wohl kein Geld mehr hat, zufrieden sein könnte.Bei einer Aufforderung durch einen Anwalt werden Ihnen bei einem Streitgegenstand von 2500 Euro ca 270 Euro berechnet, sofern Sie keine Individualvereinbarung treffen.

Sollten Sie weitergehende Rückfragen haben können Sie sich gerne an meine e-mail Adresse wenden.

freundliche Grüße

Andreas Hoyer
Rechtsanwalt



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