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Autoverkauf von Privat an Privat.Nun droht er mit Rücktritt von dem Kaufvertrag.

| 26.08.2014 18:31 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragenzur Haftung für Mängel bei privaten Autokauf und Haftungsausschluss

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe vor ein paar Tagen habe ich meinen Golf von BJ 2006 privat verkauft.
Der Käufer hat sich den Wagen angesehen und ist diesen auch Probe gefahren.
Nachdem er die Reifen und die Sauberkeit bemägelt hat, haben wir uns auf einen Preis geeinigt (5750,-)
Ich habe einen Kaufvertrag von Autoscout24 benutzt indem der Ausschluss der Sachmängelhaftung auch drin steht.
Am nächsten Tag hat er mich angerufen und gemeint er wäre jetzt in einer Werkstatt und hätte den Wagen überprüfen lassen und meinte die Kupplung wäre kaputt.
Ich sagte dazu dass ich davon nichts weiß und mir der Wagen immer treue Dienste erwiesen hat.
Er wollte von mir einen Anteil an der Reparatur was ich aber verneinte.
Heute habe ich einen Brief von seinem Anwalt bekommen.
Er deutet auf folgende Mängel hin:
Kupplung defekt ca 1500€
Zahnriehmen seitlich abgelaufen ca 800€
Bremsscheiben vorne und hinten rissig ca 450€
Hagelschaden Dach ca 600€
Ölverlust Motor ca 700€
Nun erklärt er mir im Namen seines Mandanten dass er von Dem Kaufvertrag zurücktritt weil ich kein gebrauchtaugliches Fahrzeug verkauft habe und die Anfechtung des Kaufvertrages aufgrund Arglistige Täuschung beantragt und Klage einreichen möchte.

Ich möchte nochmal betonen dass ich von diesen Mängeln keine Kentniss hatte.Der Wagen ist immer gut gefahren bis zu dem Zeitpunkt wo ich ihn verkauft habe.
Ich selber bin nicht gerade Handwerklich begabt und habe überhaupt keine Ahnung von Motoren oder bin Autobegeistert.Ich bin ledeglich ein "Dummer Nutzer" ;)
Der Käufer ist sogar noch 230 km bis zu seinem Wohnort damit gefahren.

Nun zu meinen Fragen:
Muss ich den Wagen zurücknehmen ?
Hat er Anrecht auf die Reparturkosten ?
Habe ich Chancen im Falle des Falles vor Gericht zu gewinnen ?
Muss ich jetzt meinen Anwalt selber bezahlen ?
Wo findet das Verfahren statt in meinem Wohnort wo der Vertrag enstanden ist oder dort wo er wohnt ?
Vielen Dank im Vorraus
MFG



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


. Muss ich den Wagen zurücknehmen ?

Nein, dass müssen Sie nicht. Nach dem Sachverhalt fährt der Wagen auch bzw. ist zum Zeitpunkt der Übergabe fahrtüchtig gewesen.

2 Hat er Anrecht auf die Reparturkosten ?

Nein, wenn ein Haftungsausschuss ordnungsgemäß vereinbart wurde und Sie von den Mängeln nichts wussten. Im übrigen haben Sie auch keinen Neuwagen verkauft.

3 Habe ich Chancen im Falle des Falles vor Gericht zu gewinnen ?

Nach der Schilderung des Sachverhaltes sehe ich gut Erfolgsaussichten.

4. Muss ich jetzt meinen Anwalt selber bezahlen ?

Sie müssen zunächst als Auftraggeber Ihren Anwalt selbst bezahlen und haben im Falle des Obsiegens einen Kostenerstattungsanspruch gegen den Käufer.

5. Wo findet das Verfahren statt in meinem Wohnort wo der Vertrag enstanden ist oder dort wo er wohnt ?

Aufgrund dessen, dass der Kaufvertrag an Ihrem Wohnort geschlossen wurde und dort die Übergabe war, ist das für Ihren Wohnort zuständige Gericht durch den Käufer anzurufen.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2014 | 19:27

Wie sollte ich mich jetzt verhalten ?
Sollte ich nun auf das Schreiben des Anwaltes reagieren und mir auch einen Anwalt nehmen ?
Schliesslich droht er mir mit einer Anzeige auf Betrug weil wie gesagt diese arglistige Täuschung im Raume steht.
Will man mit diesem Schreiben nur Druck aufbauen und mir "Angst" machen ??
Vielen Dank für Ihre Auskunft
Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2014 | 19:32

Dies steht Ihnen frei, was die Gegenseite bezweckt lässt sich nur erahnen und von mir nicht mit Geweissheit feststellen.

Eine arglistige Täuschung bzw. Betrug muss Ihnen konkret nachgewiesen werden, was wohl nicht gelingen wird. Daher müssen Sie keine Angst haben.

Sie können abwarten, ob weitere Schritte erfolgen. Wenn die Gegenseite klagen will, dann wird diese klagen unabhängig davon ob Sie sich melden und erklären, dass Sie den Forderungen nicht nachkommen oder nicht melden.

Bewertung des Fragestellers 26.08.2014 | 19:36

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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FRAGESTELLER 26.08.2014 5/5,0
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