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Autoverkauf von Privat


| 11.11.2005 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Im April (5.4.) hat eine örtliche Autowerkstatt in meinem Namen einen PKW verkauft. Der Käufer hat im Juni (25.6.)von einer anderen Werkstatt mitgeteilt bekommen, das bedingt durch einen früheren Unfall (der aber benannt wurde beim Verkauf, war in der Werkstatt bekannt und zum Zeitpunkt des Verkaufs über 1 jahr vorbei, d.h. ich bin selber 1 Jahr gefahren und hatte keine Probleme) und eine angeblich unsachgemäße Reparatur (gerade durch die Werkstatt welche den PKW in meinem Namen verkauft hat)die Beschädigungen erheblich höher sein würden. Daraus seien vorläufige Reparaturkosten von 366,66 Euro entstanden(belegt durch eine beigefügte Rechnung der Werkstatt).
Der Käufer fordert mich jetzt über seinen Anwalt gem.§439BGB auf, diese Rechnung zu übernehmen.
Was mich an der Sache stört ist die Aufforderung des RA eine Erklärung abzugeben, das ich auch für die weiteren Reparaturen eintrittspflichtig bin. das würde ja dem Käufer Tür und Tor öffnen
ich war bei diesem Verkaufsgespräch nicht dabei und kann auch nicht nachvollziehen was der Mitarbeiter der Werkstatt dort dem Käufer erzählt hat betreffs des Schadens.
Die Frage die sich mir stellt, ob dies nach mittlerweile 7 Monaten noch rechtens? Ich habe weder bewusst etwas verschwiegen oder nicht angegeben, da der Verkauf ja nicht direkt durch mich stattfand.Wie lange darf der Käufer überhaupt auf Nachforderung bestehen?
11.11.2005 | 18:28

Antwort

von


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82234 Weßling
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Soweit die Autowerkstatt das Auto in Ihrem Namen verkauft hat, müssen Sie sich die Erklärungen der Werkstatt zurechnen lassen.

2.Allerdings ist die Mängelhaftung dann ausgeschlossen, wenn der Käufer von dem Mangel -hier dem Unfallschaden- Kenntnis hatte, § 442 Abs. 1 BGB. Dann haften Sie nicht für diese Mängel, das ist dann Sache des Käufers, wenn er den Wagen trotz des bekannten Mangels kauft.

3.Sie müssen also zuerst klären, ob über den Mangel aufgeklärt wurde beim Verkauf des Autos.Wenn der Käufer Kenntnis hatte, müssen Sie nicht haften.

4.Wenn das nicht passiert ist, der Käufer also keine Kenntnis von dem Unfall hatte, haften Sie im Rahmen der Gewährleistung 2 Jahre für auftretende Mängel, wenn diese nicht wirksam ausgeschlossen wurden. Wenn Sie den Wagen als Privatmann verkauft haben, wäre ein solcher Ausschluß für Mängel, die Sie nicht kannten bzw. Nicht arglistig verschwiegen haben, wirksam. Hier werden Ihnen wieder die Kenntnisse der Werkstatt als Ihr Vertreter zugerechnet, § 166 Abs. 1 BGB.

5.Klären Sie daher zunächst die genauen Umstände wie oben gesagt. Schreiben Sie dem gegnerischen Anwalt mit, dass Sie den Sachverhalt klären und sich dann wieder mit ihm in Verbindung setzten. Schreiben Sie, dass nach Ihrer Kenntnis der Käufer über den Unfall aufgeklärt wurde, weshalb Sie nicht für den Schaden haften, da der Käufer Kenntnis von dem Mangel hatte.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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