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Autoverkauf online an Händler

07.09.2020 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
Ich habe mein Auto per online Vertrag an einen Händler verkauft für 4000.Euro. Der Händler will es übernächste Woche abholen. 4 Tage nach Vertragsabschluss habe ich festgestellt dass das Auto das doppelte Wert Ist, und ich habe den Vertrag per Mail widerrufen.
Der Händler akzeptiert meinen Widerruf nicht. Er sagt dass er das Auto schon weiterverkauft hat für 8000 eur
Wer ist im Recht?

07.09.2020 | 11:38

Antwort

von


(311)
Marie-Juchacz-Straße 17
40470 Düsseldorf
Tel: 0211 911 872 43
Web: http://www.ra-mauritz.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Sie den PKW als Privatperson verkauft haben. Ein "Widerrufsrecht" stand Ihnen hier nicht zu. Ein Widerrufsrecht hat eine Privatperson nur, wenn es um eine entgeltliche Leistung des Unternehmers geht, vgl. § 312 Abs. 1 BGB , also wenn der Verkäufer unternehmerisch tätig und der Kunde eine Privatperson ist.

Es gilt der Grundsatz, dass Verträge einzuhalten sind, auch wenn Sie sich im Nachhinein als nachteilig für eine der Vertragsparteien erweisen. In Betracht käme allenfalls ein Anfechtungsrecht. Unter gewissen Voraussetzungen kann man seine Willenserklärung (Verkaufsangebot) nachträglich anfechten. Der Vertrag wird damit rückwirkend beseitigt und gilt als nicht zustande gekommen.

Hier scheint nur eine Anfechtung wegen eines sog. Eigenschaftsirrtums nach § 119 Abs. 2 BGB in Betracht zu kommen. Wenn Sie sich über Eigenschaften des PKW im Irrtum befunden haben und diese Eigenschaften wesentlich sind, dann steht Ihnen ein Anfechtungsrecht zu.

Der Wert des PKW an sich ist jedoch keine verkehrswesentliche Eigenschaft! Relevant sind nur die sog. wertbildenden Faktoren. Dies können z.B. sein das Herstellungsjahr eines als fabrikneu verkauften PKW, das Baujahr eines Gebrauchtwagens oder die Fahrleistung eines PKW. Wenn Sie sich über einen derartigen wertbildenen Faktor im Irrtum befunden haben, dann stünde Ihnen ein Anfechtungsrecht zu. Dieses müssten Sie dann schriftlich gegenüber dem Käufer erklären.

Wenn Sie sich beim Verkaufspreis schlichtweg "vertan" haben, weil Sie dachten, der PKW sei einfach nicht mehr wert, dann steht Ihnen ein derartiges Anfechtungsrecht nicht zu und Sie werden den Vertrag leider erfüllen müssen.

Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

Marie-Juchacz-Str. 17
40470 Düsseldorf

Fon: 0211 / 911 872 43
Fax: 0211 / 911 872 44

www.ra-mauritz.de


ANTWORT VON

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