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Autoverkauf !

| 20.05.2011 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mein Auto am 14.05 verkauft (privat zu privat)mit der Formulierung im Kaufvertrag "gekauft wie gesehen".
Heute (20.05) meldet sich der Käufer mit der Nachricht:die Antriebswelle sei kaputt.Die Werkstatt könne beweisen das der Schaden schon längere Zeit bestünde!Das Auto habe ich mit ganz neuem TÜV verkauft.Jetzt möchte der Käufer die Reparaturkosten von ca. 600€ von mit erstattet bekommen.Mir war aber kein Mangel bzw. Defekt am Fahrzeug bekannt!Muß ich zahlen????

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Vorliegend wäre wichtig zu wissen, ob Sie mit dem Käufer einen Gewährleistungsausschluss vereinbart haben. Dies ist bei Privatverkäufen grundsätzlich möglich. Bei meiner weiteren Antwort unterstelle ich die Vereinbarung eines Gewährleistungsausschlusses, da dieser üblich ist und sich auch in den meisten Standardkaufverträgen über Kfz wieder findet.

Die Klausel „gekauft wie gesehen" schließt regelmäßig die Haftung nur auf solche Mängel aus, die von außen ohne Hinzuziehung eines Fachmanns entdeckt werden können. Wenn Sie aber im Vertrag die Gewährleistung ausgeschlossen haben, besteht grundsätzlich kein Anspruch des Käufers aus Sachmängelhaftung nach den §§ 437 ff. BGB. Hier kommt es aber auf den Wortlaut des Vertragstexts an. Sie könnten sich nur dann nicht auf den Gewährleistungsausschluss berufen, wenn Sie den Mangel arglistig verschwiegen hätten oder Sie eine Beschaffenheitsgarantie übernommen haben, § 444 BGB.

Beides sehe ich nach Ihrer Schilderung nicht als gegeben an. Im Übrigen trägt der Käufer die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass Sie den Mangel arglistig verschwiegen haben. Dies wird ihm kaum gelingen, auch wenn die Werkstatt etwas anderes behauptet.

Sie sollten das Ansinnen des Käufers unter Berufung auf den Gewährleistungsausschluss zurückweisen und abwarten, ob er seine Ansprüche weiter verfolgt. Spätestens in einem gerichtlichen Verfahren sollten Sie die Angelegenheit einem Rechtsanwalt übergeben.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.
Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.


Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2011 | 14:26

Im Kaufvertrag steht: Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft-soweit nicht nachfolgend eine Garantie übernommen wird.Dieser Ausschluss gilt nicht für Sachmängelhaftung.
Wie ist die Sachlage jetzt?
Danke im Vorraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2011 | 15:20

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Es gilt weiterhin das oben Gesagte, wenn Sie nicht irgendwelche Garantien übernommen haben.

Das heißt, die Gewährleistung wurde wirksam ausgeschlossen. Der Käufer hätte mit seinem Anspruch somit nur Erfolg, wenn er Ihnen arglistiges Handeln nachweisen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 20.05.2011 | 15:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.05.2011 4,8/5,0
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