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Autoreparatur ohne vorherige Absprache

| 06.09.2012 00:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,
ich habe mein Fahrzeug in die Werkstatt gebracht, weil es einige Mängel hatte. Ich habe auf die Mängel hingewiesen und wollte vor Ort den Preis erfragen. Das war spontan nicht möglich. Man bot mir an , einen Kostenvoranschlag zu erstellen und mich diesbezüglich zurückzurufen. Grob geschätzt, sagte man mir, würde die Motorinspektion 180 Euro kosten, das Justieren der Motorhaube, ein neuer Filter und die Sitzsperre sollten nur "eine Kleinigkeit" kosten, die nicht definiert war. Dafür habe ich auch einen Zeugen. Der Rückruf zwecks KV ist nicht erfolgt. Der Wagen wurde umfassend repariert (mehr als ich ahnte) und nun soll ich möglichst schnell in Bar die Rechnung von 680 Euro begleichen, was unerwartet hoch ist. Muss ich das so akzeptieren? Ich wollte schon selbst entscheiden, ob ich mir die Reparatur leisten kann. Bitte antworten Sie mir bald, denn die Werkstatt macht Druck.

Danke und viele Grüße

06.09.2012 | 02:31

Antwort

von


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Sehr geehrte Frau K.,

wenn Sie keinen Reparaturauftrag gegeben haben, hatte die Werkstatt auch nicht das Recht, Ihren Wagen zu reparieren.

Davon abgesehen hätte die Werkstatt Sie auch vorher informieren müssen, wenn die tatsächlichen Kosten 20% der in einem Kostenvoranschlag übersteigen würden (Palandt/ Sprau, BGB, 65. Aufl., § 650 Rn. 2; Soergel/Teichmann, § 650 Rn. 12).

Die Rechtsprechung ist allerdings nicht eindeutig. Bislang brauchten Aufträge, die nicht vereinbart worden waren, auch nicht bezahlt werden (AG Berlin-Lichtenberg, Urteil vom 29.10.2008 – <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=11%20C%20175/08" target="_blank" class="djo_link" title="AG Berlin-Lichtenberg, 29.10.2008 - 11 C 175/08">11 C 175/08</a>).

Allerdings hat ein anderes Gericht der Werkstatt den üblichen Werklohn zugesprochen, auch wenn keine Absprache erfolgte (OLG Sachsen-Anhalt, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20U%2084/09" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Naumburg, 11.02.2010 - 1 U 84/09: Umfang des Wertersatzes bei ohne vertragliche Grundlage e...">1 U 84/09</a>), wobei dieser Rechtsprechung von anderen Gerichten nicht gefolgt werden dürfte, da sonst jede Werkstatt am Straßenrand geparkte Autos reparieren könnte, um dann die übliche Vergütung zu verlangen.

Wenn Sie aber auf Nummer sicher gehen wollen, empfehle ich die folgende Vorgehensweise:

In jedem Fall haben Sie zunächst das Recht von der Werkstatt zu verlangen, dass diese das Fahrzeug wieder in den Original-Zustand vor der Reparatur versetzen.

Wenn dies allerdings technisch nicht möglich sein sollte (zum Beispiel Altteile sind nicht mehr vorhanden, oder bei einer Lackierung), haben Sie nur die Reparaturen zu erstatten, die Sie sonst auch auf jeden Fall durchgeführt hätten, allerdings nur zum tatsächlichen Bereicherungswert, also den reinen Materialkosten.

Alle anderen Reparaturen, die nicht wertsteigernd sind und für die Sie keinen tatsächlichen Nutzen haben, brauchen Sie überhaupt nichts zu vergüten.

Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen, würde ich mich allerdings auf den Standpunkt stellen, dass gar keine Vergütung zu bezahlen ist (§ 814 BGB: Kenntnis der Nichtschuld ) und verlangen das Fahrzeug heraus.

Falls keine bei Ihnen vorliegt empfehle ich die Aufforderung zur Wiederherstellung in den Ursprungszustand bzw. wenn das technisch nicht geht, die Zahlung nur der Materialkosten.


Bewertung des Fragestellers 08.09.2012 | 10:09

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